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Wall Street und DAX mit gegensätzlicher Entwicklung

| Quelle: FIN_BLOG | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Während in den USA über viele Indizes hinweg neue Rekordstände vermeldet wurden, scheint sich der DAX vielmehr an den unteren Kursbereichen zu orientieren. Der Abstand zum Allzeithoch beträgt aktuell mehr als 12 Prozent und der Index notiert derzeit wieder unter 12.000 Punkten. Fast schon ein Trauerspiel für Anleger, welche auf die einheimischen Aktien der ersten Liga setzen. Denn während der Dow Jones in diesem Jahr auf ein Kursplus von mehr als 5 Prozent blicken kann, steht der Deutsche Aktienindex mit knapp 8 Prozent im Minus.

 

Im direkten Vergleich von DAX und Dow Jones fällt der Unterschied auf Sicht von einem Jahr entsprechend verheerend aus. Von einer Korrelation ist wenig zu spüren:

 

 

 

Doch was sind hierfür die Gründe und lassen sich diese lösen?

 

Dazu möchten wir Ihnen hier ein paar Gedanken mit auf den Weg geben und ein kleines Fazit ziehen.

Was trieb die Wall Street an?

 

Highflyer waren sicherlich die Technologiewerte. Der Nasdaq 100 begann bereits im April seine jüngste Aufwärtsbewegung, steigerte diese mit 5,31 Prozent im Mai, 0,87 Prozent im Juni, 3,21 Prozent im Juli und erneut über 5 Prozent im August bis zu neuen Allzeithochs. In diesem Zuge gab es vor allem bei den Schwergewichten neue Rekorde. So konnte Apple als erstes Unternehmen der Welt eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar vorweisen. Kurz darauf überschritt Amazon diese Marke. Zum Vergleich: Das wertvollste Unternehmen im DAX ist derzeit SAP mit einem Wert von 122 Milliarden Euro, gefolgt von Siemens mit 92 Milliarden Euro.

 

Die Bilanz des Dow Jones kann sich in den letzten Monaten ebenfalls sehen lassen, auch wenn hier das neue Allzeithoch noch aussteht. Im Sommermonat Juli legte er um 5,44 Prozent zu, im August noch einmal um 2,11 Prozent und der September ist trotz des jüngsten Rückfalls unter 26.000 Punkte noch leicht positiv.

 

Anders sieht es beim DAX aus. Der letzte positive Monat war der Juli. Danach folgte der August mit Verlusten von 3,6 Prozent. Im September stehen wir bereits jetzt mit  einem Minus von 3,5 Prozent im roten Bereich und auf einem Kursniveau, welches wir zuletzt im April 2018 gesehen hatten. Fast im Gleichschritt hat sich der EuroStoxx entwickelt. Woran lag dies?

 

Ursachen der gegensätzlichen Entwicklung

 

Der Eindruck aus den Medien bringt immer wieder die USA und deren Auseinandersetzungen im Bereich von Strafzöllen und Handelsabkommen in den Vordergrund. Hierbei entsteht womöglich der Eindruck, dass dies schädlich für die US-Wirtschaft sei. Abstreiten kann man dies nicht, jedoch sind erste negative Auswirkungen immer bei den Importeuren von Waren in die USA zu suchen. Hier rangiert Deutschland an vorderster Stelle und hat seinen Ruf als Exportweltmeister zu verlieren. Vor allem Automobilaktien litten daher unter dieser Thematik.

 

Hinzu gesellten sich europäische Probleme. Mögliche Verkettungen mit der Türkei, der Regierungswechsel in Italien und noch immer der Brexit als typisch europäische Herausforderungen.

 

Bei diesem Mix an Belastungsfaktoren dürfen natürlich die hausgemachten Probleme nicht fehlen. Dieselfahrverbote in den Innenstädten, mögliche weitere Rückruf- und Nachbesserungen von Kraftfahrzeugen, Probleme bei internationalen Übernahmen (siehe Bayer – Monsanto) und nicht zuletzt die kriselnde Bankenlandschaft in Deutschland. Deren erstes „Opfer“ war die Abstufung der Commerzbank aus der ersten Börsenliga. Per 24. September muss das ehemalige Gründungsmitglied im DAX den Index räumen. Aufrücken wird ein Finanzdienstleister, welcher schon jetzt mehr als das Doppelte wert ist, wenn man hier die Marktkapitalisierung als Messwert anlegt. Darüber berichtete die Investmentecke ausführlich.

 

Versuch eines Fazits

 

Langfristig sind natürlich alle Finanzmärkte vernetzt und koppeln sich sehr selten voneinander ab. Die eben aufgeführten hausgemachten Probleme und etwaige Absprachen innerhalb der EU lassen sich sicherlich regeln und bereinigen. Selbst der US-Präsident ist immer wieder für eine positive Überraschung gut. Aus diesem Grund sollte man den Deutschen Aktienmarkt keinesfalls abschreiben. Auf lange Sicht lohnt sogar der Blick in Schwächephasen nach attraktiven Werten mehr, als er sich auf einem Rekordhoch anbietet.

 

Bleiben Sie somit weiter achtsam, aber lassen Sie Chancen nicht am Wegesrand liegen.

Ihr Team von finanztreff.de unterstützt Sie dabei gerne.

 

Bildquelle mit CC0-Lizenz: https://pixabay.com/de/gleichgewicht-schaukel-gleichheit-2108024/

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