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Was kostet die Energiewende?

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Tage der Bundeskanzlerin sind gezählt. Wann genau sie das Handtuch wirft, ist noch nicht bekannt, aber voraussichtlich nach der Europawahl. Dann gibt es eine Frage, die auf dem Tisch liegt: Was hat die Klima- und Umweltpolitik bis jetzt gekostet, mit der die Deutschen in den letzten 13 Jahren konfrontiert wurden und die zum Vorbild für alle anderen in der Welt werden sollte?

 

Der beschleunigte Ausstieg aus der Kernkraft war eine Entscheidung der Kanzlerin, die jüngste Entscheidung in Sachen Kohleausstieg ebenso, weil beides in einer Kanzlerrunde entschieden wurde. Zum einen ideologisch, zum anderen ökologisch und am Ende ökonomisch. Der Stand der Dinge:

 

RWE und E.ON nebst EnBW und Vattenfall müssen AKWs beschleunigt stilllegen. Das kostet bis jetzt rund 200 Mrd. Euro in, a) den Kosten und b.) der Stilllegung wertvoller Kraftwerke mit nachhaltigem Gewinn und dem saubersten Strom, den es weltweit gibt. Der Aufbau der Wind- und Solartechnik wurde über die Einspeisevergütung jedes Jahr teurer, inzwischen etwa 27 Mrd. Euro pro Jahr, was zusammen etwa 210 Mrd. Euro kostet. Dieses Programm läuft in zwei Jahren aus. Die genannten Konzerne mussten in ihren jeweiligen Bilanzen zusammen etwa 80 bis 90 Mrd. Euro abschreiben, also verbrennen. Ergebnis:

 

Die deutsche Energiewende kostet bis jetzt rund 550 bis 600 Mrd. Euro bis zum Ende aller Termine und ist damit die größte Vermögensvernichtungsmaschine aller Zeiten geworden. Deutschland vernichtet Vermögen aus ideologischen oder ökologischen Gründen, ist aber nicht in der Lage, das Gegengewicht einer sinnvollen Energieversorgung zu finanzieren. Denn weder Windkraft noch Solar stellen Strom her, der eine solide Ertragsbasis bietet.

 

Was machen die zwei Konzerne E.ON und RWE daraus? Sie mussten ihre Bilanzen komplett auf den Kopf stellen - so E.ON gestern und RWE morgen. Doch was daraus jeweils wird, wird zweifellos besonders interessant. Denn der eine will der größte Ökostrom-Konzern der Welt werden und finanziert dies aus eigenen Mitteln und der andere wird voraussichtlich der größte Energiehändler in Europa mit der Ambition, auch über den Atlantik zu gehen. Darin liegt die Wette:

Politik hat zu der beschriebenen massiven Kapitalvernichtung geführt. Übrig geblieben sind zwei Privatkonzerne, die aus dem Schrott dieser Politik neue Geschäftsmodelle entwickeln. Das wird demnächst an der Börse gesondert zu bewerten sein."

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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