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Was tut sich an der Zinsfront?

| Quelle: DWS RSS-Newsfeed
26.06.2017

Was tut sich an der Zinsfront?

Wie lange kann sich die EZB noch gegen steigende Zinsen sperren? Vorausschauende Anleger bereiten sich schon mal auf die Post-Nullzins-Ära vor.

Sie will, wenngleich auch nur ganz vorsichtig. Er hat keine Lust. Während Janet Yellen, die Chefin der US-Zentralbank, die Märkte seit langem auf die Zinswende einstimmt und die ersten Schritte bereits unternommen hat, sperrt sich Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), weiterhin. Auf der jüngsten Ratssitzung in Tallinn entschieden sich Draghi und die Führungsriege der EZB erneut gegen eine Erhöhung der Leitzinsen.

Auch eine Rückführung der billionenschweren Anleihenkäufe ist für die EZB laut Draghi derzeit kein Thema. Immerhin: Die EZB wagte einen Mini-Schritt in Richtung geldpolitische Wende. Die Euro-Wächter strichen in ihrem Ausblick die bislang stets erwähnte Option auf noch tiefere Schlüsselzinsen. "Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet, wenn auch nur mit Worten", interpretiert DIW-Chef Marcel Fratzscher. Dies sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

EZB wagt Einstieg zum Ausstieg

Doch wie lange kann sich die EZB noch dem Druck aus den USA widersetzen? In den Vereinigten Staaten hat die Zentralbank ziemlich deutlich gemacht, dass sie angesichts der gesunden wirtschaftlichen Entwicklung höhere Zinsen für angemessen hält.

Was für die USA gilt, könnte bald auch für Europa richtig sein. Schließlich wächst die Wirtschaft der Eurozone inzwischen sogar stärker als die US-Wirtschaft. Auch bei der Inflationsrate kommt die Europäische Zentralbank ihrem Ziel immer näher. Schon im nächsten Jahr könnten deshalb nach Einschätzungen vieler Experten auch im Euroland die Zinsen wieder steigen.

Steigende Zinsen: Konsequenzen für Anleger

Steigende Zinsen – das klingt für Sparer zunächst einmal gut. Für Anleihebesitzer trifft das jedoch nur bedingt zu. Anleiherenditen und –kurse entwickeln sich stets gegenläufig. Steigen die Marktzinsen, bedeutet das in aller Regel Kursrückgänge bei Anleihen. Wer seine Anleihe vor Ende der Laufzeit verkaufen muss, macht dann möglicherweise einen Verlust. Bei den aktuell sehr niedrigen Renditen reichen schon leichte Kursrückgänge, um den Zinsertrag eines Jahres auszuradieren.

Ein clevere Möglichkeit, steigenden Zinsen entgegenzutreten, sind Investments in Anleihen mit variabler Verzinsung. Bei solchen Floating Rate Notes ist die Höhe der Verzinsung an die Entwicklung der Marktzinsen gekoppelt. Dadurch reagieren die Kurse der Floater allenfalls minimal auf eine Veränderung des Zinsniveaus.

Deutsche Floating Rate Notes: Vorteilhafte Flexibilität

Der Fonds Deutsche Floating Rate Notes  hat sich auf solche variablen Zinspapiere spezialisiert. Der Fonds investiert überwiegend in Euro-Floater mit guter bis sehr guter Bonität.

Mindestens 95 Prozent der Anleihen im Portfolio haben ein Investment-Grade-Rating. Angestrebt wird eine von Zins- und Währungsschwankungen weitgehend unabhängige Wertentwicklung von 0,3 bis 0,6 Prozentpunkten über der Verzinsung für 3-Monats-Anlagen auf dem Euro-Geldmarkt.

Fazit für Anleger:

  • Noch ist es nicht soweit. Aber auch im Euroraum könnten die Zinsen künftig wieder steigen
  • Steigende Zinsen führen bei Anleihen meist zu Kursrückgängen
  • Mit dem Fonds Deutsche Floating Rate Notes  sind Anleger auch bei steigenden Zinsen gut positioniert

Siehe auch:

Zinsanleger: Augen auf bei den Laufzeiten!

 



http://www.dws.de/Themen/Themen-im-Fokus/Zinsanlagen/Was-tut-sich-an-der-Zinsfront/Themenstory

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26.06.
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