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WDH/Devisen: Euro fällt in Richtung 1,10 US-Dollar - Ölwährungen gewinnen

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(Tippfehler im vierten Absatz beseitigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro +0,0569% ist am Montag gesunken. Im Handelsverlauf hat die Gemeinschaftswährung die Verluste ausgeweitet und rutschte zeitweise bis an die Marke von 1,10 US-Dollar. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1011 Dollar gehandelt und damit mehr als einen halben Cent tiefer als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1031 (Freitag: 1,1096) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9065 (0,9012) Euro.

Zu Beginn der Woche gab es neue Hinweise auf eine weiter extrem lockere Geldpolitik in der Eurozone. Der Präsident der Notenbank von Griechenland, Yannis Stournaras, hatte nach dem Wechsel an der Spitze der EZB eine Fortsetzung der geldpolitischen Ausrichtung in Aussicht gestellt. Die designierte EZB-Präsidentin Christine Lagarde werde am aktuellen Kurs festhalten, zeigte sich das Ratsmitglied Stournaras überzeugt. Im November wird Lagarde das Amt vom EZB-Chef Mario Draghi übernehmen.

Nach Einschätzung des Chefvolkswirts der EZB, Philip Lane, gibt es nach wie vor genügend Spielraum zur Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik. Auf Basis eigener Projektionen der Notenbank sei man sicher, dass die Anleihekäufe in dem beschlossenen Volumen in einen "längeren Zeitraum" durchgeführt werden können. Einen konkreten Zeitrahmen nannte Lane am Montag nicht.

An den Finanzmärkten ist ein Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien ein beherrschende Thema. Am Wochenende hat eine Attacke auf die größte Raffinerie des Landes die Ölproduktion des wichtigen Förderlandes massiv beeinträchtigt und einen Preissprung bei den Ölpreisen ausgelöst. Währungen von Staaten außerhalb der Opec profitierten von der Entwicklung. Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählten die norwegische Krone und der russische Rubel.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88510 (0,89093) britische Pfund, 118,96 (119,83) japanische Yen und 1,0932 (1,0940) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1499 Dollar gehandelt. Das waren etwa elf Dollar mehr als am Freitag./jkr/jha/


Quelle: dpa-AFX
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