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Weitere Manipulationen bei VW? – Konzern dementiert

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wie der Rundfunksender SWR berichtete, wurde wohl auch in neuere Diesel-Motoren des Autobauers mit der Abgasnorm Euro 6 eine Software eingebaut, die erkennt, ob das Fahrzeug auf dem Prüfstand ist. Dabei beruft sich der Sender auf vertrauliche VW-Dokumente, die dem Sender vorlägen. 

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte ein VW-Sprecher jedoch: Nach aktuellem Stand sei "nichts Illegales passiert". Er betonte zudem: Es sei nicht verboten, so genannte "Fahrkurven" festzulegen.

Dabei werden bestimmte Eigenschaften eines Autos so eingestellt, dass prinzipiell auch erkannt werden kann, ob es sich gerade in einem Prüfstandstest befindet. Diese Einstellungen dürften von Entwicklern aber nicht dazu genutzt werden, etwa die Abgassteuerung zu beeinflussen. Hinweise darauf, dass so etwas geschehen sein könnte, habe man nicht.

Volkswagen streitet Vorwürfe ab

Auch auf SWR-Nachfrage bestritt der VW-Konzern den Vorwurf: Fahrzeuge mit dem Dieselmotor EA288 enthielten "keine Zykluserkennung" und demnach auch keine unzulässige Abschalteinrichtung. 

Bereits im Herbst 2015 kurz nach dem Bekanntwerden des VW-Abgasskandals mit dem Motor EA189 im Zentrum war der Verdacht aufgekommen, auch das neuere Aggregat EA288 könne von Manipulationen betroffen sein. Schon damals kam VW nach gründlicher Prüfung zu dem Ergebnis, dass in beiden EA288-Varianten - mit Euro 6 und der früheren Abgasnorm Euro 5 - "keine Software verbaut ist, die eine unzulässige Abschalteinrichtung im Sinne der Gesetzgebung darstellt". Der SWR beruft sich nun auf interne VW-Unterlagen von Ende 2015, in denen detailliert beschrieben werde, wie eine "Zykluserkennung" im EA288 funktioniere.

12-Monats-Chart Volkswagen in Euro

Barclays bleibt optimistisch

Ungeachtet der SWR-Vorwürfe bleibt die britische Investmentbank Barclays für den VW-Konzern weiterhin postiv gestimmt: Am Donnerstag bestätigte die Analystin Dorothee Cresswell die Einstufung der VW-Aktie mit "Overweight" und hob das Kursziel von 183 auf 195 Euro an. Das neue Kursziel begründete sie unter anderem mit erhöhten Gewinnschätzungen nach dem starken zweiten Quartal und der Bewertung der Nutzfahrzeugsparte Traton. Zudem sei der Autobauer aus Wolfsburg mit Blick auf den Technologiewandel hin zu Elektrofahrzeugen am besten positioniert.

Mit Material von dpa-AFX.
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