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Wer wenig bezahlt, kann mehr gewinnen – Oder wie war das noch mal?

| Quelle: INV

In unserer seit Dienstag laufenden kleinen Serie zu Put-Optionsscheinen mit einer möglichst geringen Zeitwertverlust-Gefahr beschäftigen wir uns heute wie angekündigt mit Dax-Puts, die weit „aus dem Geld“ notieren, dadurch insgesamt kaum noch etwas wert sind und damit (absolut betrachtet) auch wenig zu verlieren haben. Hier gestaltet sich die Suche schon deutlich schwieriger, weil mehrere Faktoren berücksichtigt bzw. Entwicklungen prognostiziert werden müssen. Ganz entscheidend für den späteren Erfolg wird nämlich die Kennzahl der impliziten Volatilität sein, weil die einen großen Einfluss auf die Höhe des Zeitwertes hat. Und die hier ausgewählten Scheine bestehen mangels innerem Wert ausschließlich aus dem Zeitwert.

Wir beginnen der Einfachheit halber mit dem Schein, der bei Fälligkeit im März 2018 aktuell am wenigsten kostet. Hier finden wir einen Dax-Put der Deutschen Bank mit einem Basispreis von 4600 Punkten für 0,024 Euro, also gerade mal etwas mehr als zwei Cent. Es gibt viele Anleger, die genau solche Scheine kaufen, „weil die ja nur um gut einen Cent steigen müssen, um einen Gewinn von 50 Prozent zu erzielen“. Das ist natürlich Quatsch, weil damit noch nicht einmal mal der Spread verdient wäre (der Geldkurs liegt bei 0,001 Euro), aber die Grundüberlegung ist ansonsten erst mal nachvollziehbar. Die Frage ist nur, was passieren muss, damit ein solcher Schein tatsächlich noch mal steigt. Denn um hier einen inneren Wert aufbauen zu können, müsste der Dax bis Mitte März unter 4600 Punkte fallen und damit zwei Drittel seines aktuellen Niveaus einbüßen. Das werden selbst die größten Pessimisten für sehr unwahrscheinlich halten. Bleibt also nur die Hoffnung, dass sich der Zeitwert vorher noch mal vergrößert. Wenn wir jetzt die Annahme treffen, dass der Dax bis Mitte September auf die gestern als potenzielle Zielmarke genannten Unterstützung bei rund 11400 Punkten fällt, dann würde der faire Wert dieses Scheins bei sonst unveränderten Parametern laut Szenariorechner zwar auf 0,002 Euro steigen. Das würde wegen des aktuell schon deutlich höheren Kaufkurses aber trotzdem herbe Verluste nach sich ziehen.  Um hier in diesem Szenario Gewinne zu erzielen, müsste die bei diesem Schein mit gut 33 allerdings ohnehin schon sehr hohe implizite Vola noch weiter auf rund 50 ansteigen. Und ob das bei einer Korrektur von „nur“ gut 10 Prozent der Fall sein wird, ist mehr als fraglich (WKN: DT73DD).

Bleibt also nur der Blick nach Scheinen mit einem höheren Basispreis, die aber natürlich auch wesentlich mehr kosten. Bei einem Basispreis von 8000 Punkten könnte der aktuelle Kurs von 0,28 Euro in drei Monaten laut Szenariorechner zumindest gehalten werden, wenn der Dax „unser Ziel“ erreicht und die Vola unverändert (bei hier 29) bliebe. Ein Vola-Anstieg würde demzufolge zu Gewinnen führen, die gar nicht mal so gering ausfallen. Bei einer Vola von zum Beispiel 35 spuckt der Rechner einen fairen Wert von 0,78 Euro aus, was mal eben 180 Prozent über dem aktuellen Kurs liegt (WKN: DG0XNN). Allerdings lässt sich die Vola-Entwicklung bei diesen Scheinen noch schwerer prognostizieren als die Aktienkurse. Bei einem Basispreis von 9000 Punkten reicht dann tatsächlich schon der Dax-Rückgang auf 11400 Punkte, um laut Rechner Mitte September einen Gewinn von 44 Prozent auf der Uhr zu haben. Kommt ein Vola-Anstieg von hier 26 auf 30 hinzu, sollen sogar 150 Prozent Plus möglich sein. Dafür zahlt man für diesen Schein aber auch 0,55 Euro, ohne dass es einen einzigen Cent an innerem Wert gibt. Die Gefahr des Totalverlustes ist dadurch wie bei all diesen Scheinen extrem groß (WKN: DT5MRJ).

Thomas Koch

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