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Wie der Deutz-Chef einen Crash auslöste

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In Köln Porz-Eil sind die besten Zeiten wohl bald vorbei. Der Chef des Motorenbauers Deutz, Frank Hiller, hatte der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass sich die Nachfrage nach Motoren abkühle und der Höhepunkt wohl erreicht sei. Seine Aussagen lösten einen beispiellosen Kurssturz der Deutz-Aktie aus.

Noch sind Auftragsbücher gut gefüllt, die Ziele für 2019 wohl nicht gefährdet. Doch neue Aufträge trudeln nur noch schleppend bei Deutz ein, die Sorgen um die Geschäftsentwicklung wachsen. Die Deutz-Aktie -2,16% ging bereits am Montag auf Talfahrt, bis heute setzte sie sich fort: Vor dem Interview noch bei 8,67 Euro crashte das Papier bis auf 6,37 Euro Mittwoch-Vormittag - ein Minus von 26,5 Prozent in drei Tagen.

Reihenweise stuften auch die Analysten den SDax-Wert herab. Die Privatbank Berenberg etwa rechnet ab 2020 nun auch mit erheblichem Gegenwind für den Motoren-Hersteller Deutz. Analystin Charlotte Friedrichs hat daher die Aktie von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 9,60 auf 7,70 Euro gesenkt. Nach dem Kurseinbruch im bisherigen Wochenverlauf traut sie den Aktien damit mittelfristig aber immerhin eine Erholung um fast ein Fünftel zu.

Die jüngsten Daten aus der Branche und Aussagen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind für die Analystin Grund genug zur Vorsicht. Das gelte um so mehr, als Deutz-Vorstand Frank Hiller bei den Kunden ein zurückhaltenderes Bestell-Verhalten und die Bereitschaft, die Lagerbestände gering zu halten, ausmacht.

Ein Trost bleibt: Zumindest kurzfristig sieht es noch gut aus. Die Analystin rechnet angesichts des soliden Auftragsbestands damit, dass der Motorenhersteller seinen Ausblick für dieses Jahr erreicht. Die Zahlen für das zweite und das dritte Quartal dürften noch gut ausfallen. Friedrichs rechnet aber ab dem vierten Quartal mit erhöhten Risiken.

Friedrichs ist mit ihrem neuen Kursziel von 7,70 Euro inzwischen die skeptischste Expertin. Der Tenor unter den Analysten ist immer noch überwiegend positiv. Nach dem jüngsten Kursrutsch ist bei Kurszielen von bis zu 10,80 Euro aber mit weiteren Reaktionen zu rechnen.

Mit Material von dpa-AFX

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