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wikifolio-Zertifikate: Top-Trader generieren ein schönes Zusatzeinkommen

| Quelle: INV

Die Gründe, warum Anleger ein eigenes wikifolio auflegen und vielleicht auch als Indexzertifikat investierbar machen, können vielfältig sein. Manche wollen sicher einfach nur ihre persönlichen Anlageideen unter halbwegs realen Bedingungen testen und dabei die überwiegend günstigen Konditionen nutzen. Schließlich fallen bei den einzelnen Transaktionen innerhalb der wikifolios außer dem Spread keine Kosten an. Andere Anleger treibt vielleicht das Ego an, allen anderen da draußen zeigen zu wollen, wie gut man doch ist. Und dann gibt es mittlerweile sicherlich auch den einen oder anderen Anleger, der schlichtweg Geld verdienen möchte. Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn man selbst in sein wikifolio investiert und dadurch an möglicherweise steigenden Kursen des Zertifikats partizipiert. Diesen Weg ist bislang aber nur ein kleiner Teil der Trader gegangen. Gerade mal 11 Prozent aller investierbaren wikifolios haben aktuell den „Real-Money“-Status, für den die Trader nachweisen müssen, dass sie mindestens 5.000 Euro in „ihr“ Zertifikat investiert haben.

Der andere Weg, mit dem eigenen wikifolio Geld zu verdienen, führt über die Schiene der Performance-Gebühr. Zwischen 5 und 30 Prozent liegt der Anteil der Kursgewinne, der Investoren nicht zu Gute kommt, weil ihn sich der Trader und der Plattformbetreiber meist zu gleichen Teilen einstecken. Die genaue Höhe dieser Erfolgs-Fee legt der Trader bei Eröffnung des wikifolios selbst fest. Fällig wird die Gebühr immer dann, wenn ein neues Jahreshoch markiert wird. Wenn die Performance-Gebühr zum Beispiel 20 Prozent beträgt, das bisherige Hoch bei 100 Euro lag und der Kurs rein rechnerisch auf 110 Euro steigt, dann würden zwei der zehn Euro Kursgewinn als Erfolgs-Fee abgezogen, so dass der Kurs in der Praxis „nur“ auf 108 Euro steigt. Jeweils ein Euro gehen auf die Konten von wikifolio.com sowie des Traders selbst. Wie viel dieser letztendlich verdient, hängt neben der Höhe der Gebühr und der Performance stark von dem investierten Kapital ab.

Nehmen wir als ganz vereinfachtes Beispiel ein wikifolio, in dessen Zertifikat zu Jahresbeginn eine Mio. Euro stecken. Wenn hier nun am Jahreshoch eine Performance von 30 Prozent erzielt wird, dann steigt der Wert des wikifolios rein rechnerisch und ohne sonstige Veränderungen um 300.000 Euro. Je nach Höhe des festgelegten Anteils beträgt die Performance-Gebühr damit zwischen 15.000 (bei 5 Prozent) und 90.000 (bei 30 Prozent) Euro. Die Hälfte davon kann sich der Trader auszahlen lassen, also zwischen 7.500 und 45.000 Euro. Ein netter Nebenverdienst, zumal das investierte Kapital durch die Kursgewinne ja weiter steigt und bei einer überdurchschnittlich guten Performance oftmals weitere Investorengelder gewonnen werden können. Wenn der Erfolg danach anhält, sind in den Folgejahren sogar noch höhere Einnahmen möglich. Bei den zehn beliebtesten wikifolios liegt das investierte Kapital aktuell zwischen 6,5 und 29,6 Mio. Euro. Rechnen Sie selbst!

Wenn alles passt, können eigene wikifolios also durchaus eine schöne Einnahmequelle darstellen. Ehrlicherweise muss aber hinzugefügt werden, dass nur eine sehr begrenzte Zahl an Tradern wirklich nennenswerte Erträge über die Performance-Gebühr generiert. Bei über 95 Prozent aller investierbaren wikifolios liegt das investierte Kapital bei unter 100.000 Euro. Bei einer 20 Prozent-Gebühr und einem Anstieg von 30 Prozent über das alte Jahreshoch hinaus liegt der Verdienst der Trader im niedrigen vierstelligen Bereich (bei 100.000 Euro Kapital wären es bei diesem Beispiel 3.000 Euro). Eine einfache Gelddruckmaschine sind also auch die wikifolios nicht.

Thomas Koch

Schlagworte:
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LUS Wikifolio-Index ProR open end (L&S)

STU 168,17 -0,16%
EUR 17.11.2017 -0,27

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