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Wirecard-Aktie: Jetzt wird's brisant

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Zahlungsabwickler Wirecard hat mit der Gebrauchtwagen-Plattform Auto1 einen ersten Partner aus den Beteiligungen des Tech-Investors Softbank -1,74% gewonnen. Die beiden Unternehmen wollten strategisch zusammenarbeiten und unter anderem Finanz-Lösungen für die Plattform von Auto1 entwickeln, teilte Wirecard am Donnerstag in Aschheim bei München mit. Der Wirecard-Aktienkurs -4,70% sackte am Vormittag dennoch ab. Als Grund wurde die generelle Zurückhaltung von Anlegern im Technologiesektor genannt.

Auto1 ist ein vor allem an Autohändler gerichteter Online-Gebrauchtwagenvermittler, der auch Kreditfinanzierung anbietet. Das Unternehmen hat 2018 mehr als 540.000 Gebrauchtwagen vermittelt und damit 2,9 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Softbank hatte vergangenes Jahr knapp eine halbe Milliarde Euro in Auto1 investiert und stieg in diesem Jahr mit rund 900 Millionen Euro über eine Wandelanleihe bei Wirecard ein.

Der Dax-Konzern -0,27% will die weitreichenden Beteiligungen von Softbanks Investitionsvehikel Vision Fund zum Kundenfang nutzen und rechnet sich dadurch viele neue gewinnbringende Kundenbeziehungen aus. Softbank gilt als einer der größten Technologie-Investoren weltweit und hat unter anderem Beteiligungen an dem Fahrtenvermittler Uber -1,15% oder den Chip-Konzernen ARM und Nvidia +0,20%.  

Am Dienstag hatte Wirecard Innovation Labs den Prototyp "Smart Mirror" vorgestellt. Er ermöglicht es Kunden in Bekleidungsgeschäften, direkt über ein Display im Spiegel eine Vielzahl von Informationen wie alternative Größen, andere Farben oder dazu passende Produkte abzurufen. (Hier gibt es ein Video dazu.) Zudem sollen die Kunden direkt am Spiegel digital bezahlen und die Ware anschließend abholen oder nach Hause liefern lassen können. 

Und vor einer Woche gab Wirecard bekannt, mit der YES BANK, eine der größten Privatbanken Indiens, für mehr finanzielle Integration im ganzen Land zu kooperieren. Die Geschäfte des Aschheimer Konzerns brummen also.  

Die Deutsche Bank ist weiterhin zuversichtlich für Wirecard und hat die Einstufung am Mittwoch auf "Buy" mit einem Kursziel von 200 Euro belassen. Der Zahlungsdienstleister dürfte in knapp drei Wochen starke Zahlen für das zweite Quartal vorlegen, schrieb Analyst Johannes Schaller in einer Prognose. Allerdings sei verstärkte Transparenz ebenso wichtig wie Wachstum und steigende Margen. Er spielt damit auf die Bilanz-Vorwürfe der Financial Times vom Jahresanfang an, die den Kurs zeitweise schwer belastet hatten. Zwar hat das Unternehmen die Anschuldigungen weitgehend entkräften können, vollständig erholt hat sich die Aktie allerdings noch nicht.

Die Wirecard-Aktie -4,70% steht seit Tagen unter Druck. Am Donnerstag-Vormittag fiel sie zeitweise um weitere vier Prozent auf 136 Euro. Damit wird es auch charttechnisch brisant: Denn bei 138,64 Euro verläuft die wichtige 200-Tage-Linie. Wird sie nachhaltig und dauerhaft unterschritten, müsste mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden. 

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Wirecard (in Euro)
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