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Wirecard-Chef gibt Entwarnung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

"Das operative Geschäft läuft stark", sagte Wirecard-Vorstandschef Markus Braun in einem zehn Minuten dauernden Interview im Fernsehsender n-tv. Ulrich Reitz, Leiter der Wirtschaftsredaktion der RTL-Tochter, stellte die offenbar vorher abgesprochenen Fragen. Dennoch konnte man zwischen den Zeilen viel Positives aus den Antworten des Wirecard-CEO heraushören.

Die Vorwürfe seitens verschiedener Presseartikel haben nichts mit der operativen Realität zu tun. Viele Details seien irreführend und falsch dargestellt worden und haben vor allem Kapitalmarktspekulationen befeuert. Mittel- bis langfristig werde sich der Börsenkurs von Wirecard wieder an der fundamentalen Entwicklung orientieren, so Braun. Kleinanlegern empfahl er dann auch, sich von der aktuell hohen Volatiliät des Dax-Werts nicht verunsichern zu lassen.

Auf die Asien-Turbulenzen angesprochen, wiederholte Braun, dass es Fehlbuchungen gegeben habe, die aber korrigiert worden seien. Die Krise in Singapur sei faktisch abgehakt, nun lege man wieder den Fokus auf das laufende Geschäft.

Und das läuft nach Aussagen von Braun gut. Verspielte Glaubwürdigkeit könne man in den nächsten Monaten sehr gut zurückgewinnen: durch eine sehr starke Performance und gute Abschlüsse, aber auch durch massive zusätzliche Maßnahmen in die Kommunikation und ins Reporting. Er versprach mehr Transparenz. Der Manager hat keinen Zweifel daran, dass auch in den kommenden Jahren ein kräftiges Gewinnwachstum erreicht werden kann.

Der Abschlussbericht aus Singapur wird nicht vollständig veröffentlicht, da ansonsten Rechte von Dritten verletzt werden könnten, begründet Braun die ungewöhnliche Verschlossenheit. Man untersuche aber, ob das nachgeholt werden könne. Hinsichtlich der nicht abgeschlossenen Ermittlungen bleibe er zuversichtlich, dass man gestärkt und robust aus der Affäre hervorgehen werde.

An einen Rücktritt als Vorstandschef habe er im Übrigen nie gedacht. Im Gegenteil: Braun traut sich zu, "in den nächsten zehn Jahren dieses Unternehmen noch einmal in eine ganz andere Region zu bringen, wirklich zu einem globalen Spieler in diesem Bereich zu machen, das ist unser Ziel."

Der Aktienkurs von Wirecard -2,03% reagierte auf das Interview kaum, hielt sich wenig bewegt auf dem bereits am Morgen erreichten Kursniveau um 110 Euro. (mmr)


Sechs-Monats-Chart Wirecard in Euro
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