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Wirecard: Das ist kein gutes Zeichen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Hiobsbotschaften gibt es zu Wirecard derzeit nicht. Dennoch rutschte der Aktienkurs des Zahlungsdienstleisters am Dienstag wieder ab. Zur Mittagszeit kostete eine Wirecard-Aktie -1,00% 115,30 Euro und damit 2,2 Prozent weniger als am Vortag. Unter den 30 Dax-Werten hält Wirecard somit als Tages-Loser hinter Continental die rote Laterne.

An der Nachrichtenfront ist es derzeit ruhig um den Dax-Konzern. Bereits seit gut einer Woche fällt die Wirecard-Aktie eher durch kleine, unauffällige Bewegungen auf. Negative Presseberichte sind ebenso ausgeblieben wie Neuigkeiten aus Singapur. Eigentlich sollte der Abschlussbericht der Anwaltskanzlei Rajah & Tann kurzfristig veröffentlicht werden. Es sei nur noch "eine Sache von Wochen", hieß es aus dem Unternehmen vor vier Wochen. Bereits seit Mai 2018 prüft die Kanzlei, ob es Unregelmäßigkeiten in der Bilanz der Niederlassung in Singapur gibt – ein ungewöhnlich langer Zeitraum für eine derartige Prüfung.

Der Bericht dürfte spätestens am 4. April vorliegen. Dann berichtet Wirecard über das abgelaufene Geschäftsjahr. Vorstellbar ist, dass Wirecard gute Geschäftszahlen präsentiert, die dann vielleicht durch weniger gute Nachrichten aus Singapur getrübt werden. Wirecard hatte als EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2018 vor einigen Monaten 520 Millionen bis 545 Millionen Euro ausgegeben.

Bis dahin müssen sich die Börsianer mit charttechnischen Analysen zufrieden geben. Mit dem aktuellen Kursrutsch ist ein kurzfristiger Aufwärtstrend nach unten verlassen worden – kein gutes Zeichen. Nun sollte die Unterstützungslinie bei 105 Euro halten. Sonst droht ein nochmaliger Rückfall unter die 100-Euro-Marke. Auch das "Todeskreuz" von Anfang Februar spricht kurzfristig eher für weiter fallende Kurse als für einen starken Aufschwung der Wirecard-Aktie. Am 1. Februar, nach dem zweiten Bericht der FT, hat die 90-Tage-Linie die 200er von oben geschnitten. Das deutet oft auf eine Phase weiter fallender Kurse hin. Selbst ein Test des Februar-Tiefs bei 86 Euro ist nicht ausgeschlossen.

Andererseits würde sich die Chart-Situation deutlich aufhellen, wenn der Widerstand bei 126 Euro nachhaltig überwunden werden könnte. Tipp: Längerfristig orientierte Investoren warten weiterhin ab. (mmr) 

 
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