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Wirecard sieht glänzende Zukunft – aber...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Zahlungsabwickler Wirecard hat wie erwartet seine Mittelfristziele bei Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt. Dank eines beschleunigten eigenen Wachstums, der stärkeren Konzentration auf Großunternehmen und auch dank der Partnerschaft mit dem Technologiekonzern Softbank +2,59% rechnet der DAX-Konzern +0,91% nun im Jahr 2025 mit mehr Umsatz und Gewinn als bisher.

Der Umsatz soll dann mehr als 12 Milliarden Euro erreichen und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mehr als 3,8 Milliarden, wie der Konzern am Dienstag vor einer Kapitalmarktveranstaltung in New York mitteilte. Bisher standen mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 3,3 Milliarden Euro operativer Gewinn für 2025 im Plan. Das über die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen an Zahlungen soll dann bei über 810 Milliarden Euro liegen, statt nur bei über 710 Milliarden.

Wirecard-Aktie rutscht in den negativen Bereich

Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wickelte Wirecard Zahlungen von knapp 125 Milliarden Euro ab. Die Ziele für das laufende und das kommende Jahr beließ Wirecard unverändert, obwohl einige Analysten zumindest für 2020 auch mit einem angehobenen Ausblick gerechnet hatten. Die Wirecard-Aktie +5,00% legte am Vormittag zunächst um 1,7 Prozent zu, rutschte im schwächeren DAX-Umfeld dann ebenfalls deutlich in den roten Bereich.

12-Monats-Chart Wirecard (in Euro)

EBITDA-Margenziel wirft Fragen auf

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Wirecard +5,00% nach der Erhöhung der Mittelfrist-Ziele auf "Neutral" mit einem Kursziel von 165 Euro belassen. Der optimistischere Ausblick für 2025 sei zwar erwartet worden, aber dennoch positiv, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer aktuellen Studie. Allerdings stelle sich die Frage, warum der Zahlungsabwickler mit einer niedrigeren operativen Gewinnmarge rechne als bisher. Gleichwohl seien Umsatz- und Gewinnziel deutlich angehoben worden, was im Falle eines Erreichens dem Aktienkurs Rückenwind beschere sollte.

Wirecard hält heute in New York einen "Innovations- und Kapitalmarkt-Tag" ab, zu dem namhafte Investoren der New Yorker Investment-Szene erwartet werden. Auf dem Event, das ab 16 Uhr deutscher Zeit auf der IR-Seite von Wirecard übertragen wird, könnte es auch Aussagen geben, ob es mit den frischen Mitteln von Softbank in Höhe von 1,4 Milliarden Euro möglicherweise auch Aktienrückkäufe geben wird. Diese Fantasie lässt viele Anleger am Montag bereits zugreifen. Wirecard-Finanzvorstand Alexander von Knoop spricht ab 19 Uhr deutscher Zeit, Vorstands-Chef Markus Braun im Anschluss ab 19.20 Uhr.

Größere Kunden an Land gezogen

Wirecard verdient sein Geld vor allem am Boom des Onlineshoppings. Der Konzern bietet Händlern die Abwicklung von Zahlungen über das Internet und im Laden an und will vor allem davon profitieren, dass mehr und mehr Bargeldzahlungen durch elektronische Lösungen ersetzt werden. Wirecard zählte zuletzt weltweit mehr als 300.000 Händler zu seinen Kunden, der weit überwiegende Teil davon sind kleine Verkaufsstellen, die vergleichsweise geringe Transaktionsvolumina auslösen. Lange war Wirecard vor allem durch Übernahmen in Asien schnell gewachsen. Seit einiger Zeit legt das Unternehmen aber vor allem aus eigener Kraft zu.

Zuletzt hatte Wirecard aber auch vermehrt größere Kunden an Land gezogen. Unter anderem übernimmt das Unternehmen einen Teil der Kartenzahlungen in den deutschen Aldi-Filialen. Zusammen mit dem chinesischen Kreditkartenriesen Unionpay bauen die Aschheimer ihr Geschäft in China deutlich aus.

Wirecard-Chef Markus Braun hatte bereits angekündigt, dass die Ziele für das Jahr 2025 angepasst würden, nachdem der Tech-Konzern Softbank zuletzt seinen Einstieg über eine Wandelanleihe im Volumen von 900 Millionen Euro festgezurrt hatte. Über die Kooperation will Wirecard auch Kundenbeziehungen zu Beteiligungsunternehmen von Softbanks Technologie-Fonds gewinnen. Erste Erfolge konnte Wirecard präsentieren, etwa mit dem Gebrauchtwagen-Onlinehändler Auto1. Der japanische Softbank-Konzern gilt unter seinem Chef Masayoshi Son als einer der größten Tech-Investoren weltweit und hat Anteile an vielen namhaften Technologie-Unternehmen.

Mit Material von dpa-AFX

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