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Wirecard: Überraschung auf der Hauptversammlung?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach turbulenten Monaten für den Bezahldienstleister Wirecard treffen sich die Aktionäre des Dax +0,52%-Konzerns heute zur Hauptversammlung in München. Hauptprogrammpunkt ist der Einstieg des japanischen Technologiekonzerns Softbank +1,78%, der 900 Millionen Euro in das rasant wachsende Unternehmen investieren will.

Der Plan sieht vor, die 900 Millionen nach fünf Jahren in Wirecard-Aktien umzuwandeln. Softbank würde damit zu einem bedeutenden Aktionär.

Aller Voraussicht nach ein weiteres Thema: Die Aktien des Technologie-Unternehmens aus dem Münchner Vorort Aschheim waren in den vergangenen Monaten Angriffsziel von Spekulanten. Davon gehen sowohl die Finanzaufsicht Bafin als auch die Münchner Staatsanwaltschaft aus.

Immer noch stehen die Ermittlungsergebnisse der Behörden in Singapur aus. Wirecard-Chef Markus Braun sagte dazu lediglich, dass die Probleme in Singapur auf Qualitätsmängel und nicht auf Compliance-Verstöße zurückzuführen sind. Außerdem bestätigte er die jüngst erhöhte Gewinnprognose für 2019.

Wirecard peilt in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn von 760 bis 810 Millionen Euro an. Update: Allein in den ersten sechs Monaten werde man ein "absolutes Rekordhalbjahr" hinlegen, so Braun. Doch es hagelte auch Kritik: Beunruhigte Investoren machten ihrem Ärger Luft und forderten unter dem Beifall der rund 1.500 Aktionäre vor Ort mehr Erklärungen und eine bessere Kommunikation vom Vorstand.

"Mein Vorwurf ist die fehlende Transparenz", sagte etwa Daniela Bergdolt vom Aktionärsverein Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz auf der HV. "Sie müssen informieren, sie müssen eine unabhängige Prüfung einleiten und die Ergebnisse veröffentlichen."

Auch große Investoren sparten nicht mit Kritik. Die Kommunikationspolitik müsse "deutlich, deutlich proaktiver gestaltet werden", forderte Nicolas Huber von der Investmentgesellschaft DWS +0,34%, einer Tochter der Deutschen Bank.

Hauptgeschäft von Wirecard ist die Abwicklung bargeldlosen Bezahlens sowohl online als auch in Geschäften. Ende März waren rund um den Globus rund 293.000 Händler angeschlossen. Am Montag hatte Wirecard bekannt gegeben, seine Kooperation mit der KaDeWe Group zu erweitern. Künftig werde man den gesamten Zahlungsprozess am POS der Luxus-Kaufhäuser abwickeln.

In der vergangenen Woche hatte die Deutsche Bank die Wirecard-Aktie +3,34% in die Auswahlliste "German Stock Ideas" aufgenommen. Die Einstufung wurde auf "Buy" mit einem Kursziel von 200 Euro belassen. Der Zahlungsabwickler dürfte im Zeitraum 2018 bis 2025 den Gewinn (EPS) jährlich um durchschnittlich 30 Prozent steigern, schrieb Analyst Andreas Neubauer in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Dies, sowie der Umstand, dass die Aktie derzeit 35 bis 40 Prozent unter dem Sektordurchschnitt notiere, mache sie zu einem klaren Kauf.

Zeitweise hatten die Wirecard-Papiere in den vergangenen Monaten über ein Drittel ihres Werts verloren. Inzwischen hat sich der Kurs weitgehend erholt. Am Dienstag-Vormittag ragte Wirecard +3,34% in schwachem Dax-Umfeld zeitweise mit einem Kursgewinn von gut zwei Prozent mal wieder positiv heraus.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Wirecard (in Euro, Xetra)
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