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Wirecard: Wichtiges Signal aus Japan

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Zahlungsdienstleister Wirecard hat mit All Nippon Airways (ANA) eine der führenden asiatischen Fluggesellschaften als neuen Kunden für digitalisierte Zahlungsprozesse gewonnen. Für die mit jährlich 54 Millionen Passagieren größte Fluggesellschaft Japans stellt Wirecard eine markenkonforme, digitale Kartenlösung zur Verfügung, die eine schnelle und komfortable Entschädigung für verspätete oder ausgefallene Flüge gestattet.

Das anfängliche Angebot gilt für ausgewählte europäische Flughäfen, die von ANA angeflogen werden. ANA betreibt 80 internationale und 118 nationale Routen und  verfügt über eine Flotte von 260 Flugzeugen. Mit Sitz an den Flughäfen Tokio-Narita und Tokio-Haneda fliegt ANA derzeit 22 Länder an. Im schnell wachsenden Geschäft des Flugverkehrs ist Kundenservice von zentraler Bedeutung. Mit seinen digitalen Karten für die Fluggast-Entschädigung nutzt Wirecard sein Know-how im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs, um einem wichtigen Anspruch der Flugreisenden gerecht zu werden.

ANA ist Mitglied der Star Alliance und Partner renommierter europäischer Fluggesellschaften. Die Wirecard-Aktie +0,22% reagierte an der Börse kaum auf die Nachricht. Dabei sind derartige Signale für das operative Geschäft in den turbulenten Zeiten für Wirecard eigentlich wichtig. Zeigen sie doch, dass Kunden von Wirecard recht wenig auf die Vorwürfe und Rechtsstreitigkeiten etwa in Singapur oder Indien geben. Die Kooperation mit einer Top-Marke spricht dafür, dass das Geschäft unbeeindruckt weiter läuft.

Apropos Indien: Die amerikanische Agentur Bloomberg berichtet in einem Artikel, dass auf Wirecard neue juristische Probleme in Indien zukommen. Es geht um eine Millionen-Übernahme aus dem Jahr 2015. Damals hatte Wirecard für bis zu 326 Millionen Euro das indische Unternehmen Hermes I-Tickets Private übernommen.

Die ehemaligen Miteigentümer des Ticketvermarkters, GI Retail PVT, haben nun eine Klage eingereicht. Das Unternehmen behauptet demnach, dass Wirecard die Transaktions-Details nicht klar dargestellt hätte. Wirecard habe falsche Angaben gemacht, wie viel das Unternehmen für die indische Unit tatsächlich bezahlt hatte, so Bloomberg. Nun fordert GI Retail Wirecard auf, Details der Transaktion offenzulegen.

Wirecard beschwichtigt. Eine Sprecherin erklärte gegenüber Bloomberg, dass die Klage auf einen Streit zwischen den früheren Anteilseignern von GI Retail zurückgehe. "Basierend auf unserer vorläufigen Überprüfung gehen wir fest davon aus, dass die Klage gegenstandslos ist und eingereicht wurde, um die Verteidigung des Klägers im Prozess gegen seine früheren Partner zu stärken", heißt es in dem Statement. Zweifel an der Transaktion in Indien seien bereits mehrfach durch externe Prüfungen widerlegt worden, hieß es früheren Erklärungen seitens des Unternehmens. Tatsächlich ist es merkwürdig, dass GI Retail erst jetzt, dreieinhalb Jahre später Klage einreicht.

In Indien hat Wirecard noch weitere Querelen. Ein Gericht in Chennai hatte am 19. März vorübergehend den Verkauf von Anteilen an Hermes und Goomo verboten. Der Prozess wurde auf den 23. April vertagt, teilte ein Richter am Dienstag mit.

Kurz danach will Wirecard dann auch seinen verschobenen Jahresabschluss präsentieren. Im Statement vom 26.03.19 heißt es: "Um die Ergebnisse der Untersuchung von Rajah & Tann im Rahmen der laufenden Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Jahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr 2018 berücksichtigen zu können, hat der Vorstand heute beschlossen, die Veröffentlichung des Jahresabschlusses und der Bilanzpressekonferenz (bisher 4. April 2019) auf den 25. April 2019 zu verschieben." Das Management bestätigte dabei die Prognose für 2019, ein EBITDA zwischen 740 Millionen und 800 Millionen Euro zu erreichen. (mmr)


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