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Wochen-Tops und -Flops: Adidas vorn, Wirecard unter Losern

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit moderaten Gewinnen hatte sich der deutsche Aktienmarkt ins Wochenende verabschiedet. Geprägt war das Handelsgeschehen zuletzt von einigen Quartalszahlen großer Unternehmen und dem US-Arbeitsmarktbericht. Letzterer wurde am Freitag als positiv für die Börsen interpretiert.

Der Dax +1,32% kletterte in der abgelaufenen Woche bis auf 12.412 Punkte - und markierte damit das höchste Niveau seit Ende September. Auf Wochensicht resultierte daraus ein Plus von 0,8 Prozent. Der MDax +1,45% der mittelgroßen Werte beendete die wegen des Mai-Feiertags verkürzte Handelswoche bei 25.960 Punkten, was einem Wochenplus von 0,2 Prozent entsprach. Im folgenden finden Sie die Tops und Flops unter den 102 im HDax zusammengefassten Aktien aus Dax, MDax und SDax.

Die Gewinner der Woche

Im Fokus der Anleger standen in der vergangenen Woche vor allem Unternehmenszahlen. Dabei kamen die Gewinnkennziffern von Adidas +0,46% am Freitag bei den Anlegern besonders gut an: Die Aktien endeten mit einem Tagesplus von 9,1 Prozent bei 249,80 Euro. Der Schlusskurs markierte nicht nur das Tageshoch, sondern auch einen Allzeit-Höchststand. Insgesamt erzielte die Adidas-Aktie ein Wochenplus von neun Prozent und stand damit im Dax an der Spitze. Wie erwartet hatte der Sportartikel-Konzern zum Jahresauftakt zwar ein verlangsamtes Umsatzwachstum verzeichnet. Die Profitabilität hatte Adidas dagegen deutlich gesteigert und die Markterwartungen übertroffen.

Zweitbester Dax-Wert war in der abgelaufenen Woche mit 4,7 Prozent Kurszuwachs die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC +1,33%). Der Umsatz der Dialyse-Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius +2,95% legte auf ihrem wichtigsten Markt in Nordamerika nach Rückgängen im Vorquartal zuletzt auch dank der günstigen Umrechnungskurse um vier Prozent zu. Zudem hatte FMC den Heimdialyse-Spezialisten NxStage übernommen. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um acht Prozent auf 537 Millionen Euro.

Platz 3 unter den Wochensiegern im Dax erreichte mit einem Kurszuwachs von 4,2 Prozent Beiersdorf +0,59%, Der Konsumgüterhersteller war das Umsatzplus im ersten Quartal höher als erwartet ausgefallen, lobte ein Börsianer am Dienstag. Die Jahresprognosen wurden bestätigt. Außerdem profitierte die Beiersdorf-Aktie von charttechnischen Einflüssen.

Bester Wert im MDax wurde in der letzten Woche Rocket Internet +0,96%. Die Aktie es deutschen Beteiligungsunternehmens konnte sich zuletzt aus einer mehrmonatigen Seitwärts-Schiebezone nach oben befreien und erzielte letztlich ein Wochenplus von 5,2 Prozent.  In der Vorwoche hatte das Bankhaus Lampe Rocket-Aktien von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 23 auf 29 Euro angehoben. Die Wertsteigerung infolge des jüngsten Börsengangs Jumia, einem afrikanischen Online-Händler, sei im Aktienkurs der Startup-Schmiede noch nicht ausreichend enthalten, schrieb Analyst Christoph Bast. Zusammen mit dem möglichen anstehenden Börsengang des Mode-Onlinehändlers Global Fashion sei das Chance-Risiko-Profil wieder attraktiver geworden.

Die Papiere von ProSiebenSat.1 +1,65% stiegen in der abgelaufenen Woche um 4,8 Prozent. Sie profitierten unter anderem von weiteren Aktienkäufen des Vorstandsvorsitzenden. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, das Maximilian Conze für knapp eine Million Euro Aktien für 13,64 Euro gekauft habe. Dies treibe den Kurs an, sagte ein Börsianer.

Bester Wert unter allen 102 HDax-Aktien war in der vergangenen Woche Zooplus +3,51%. Die Aktie des Onlinehändlers für Tierbedarf hatte einen kurzfristigen, seit Februar intakten Abwärtstrend überwunden. Eine leicht erhöhte Nachfrage nach dem SDax-Wert sorgte bei fehlender Abgabebereitschaft für ein Wochenplus von 12,1 Prozent.

Um 10,3 Prozent ging es für Drägerwerk +4,51% nach oben. Die Analysten der Deutschen Bank hatten das Kursziel für den Anbieter von Sicherheitstechnik leicht auf 46 Euro angehoben. Auch das Bankhaus Metzler erhöhte sein Kursziel für den SDax-Wert - von 36 auf 50 Euro deutlich. Gleichzeitig hob der Analyst sein Votum von "Sell" auf "Hold".

Ceconomy-Aktien +3,91% glänzten mit einem Kurssprung um 9,7 Prozent. Der Mutterkonzern der Elektronikketten Media Markt und Saturn will mit dem Abbau Hunderter Stellen, einem strafferen Geschäft und schlankerem Management zu profitablem Wachstum zurückkehren.

Die Verlierer der Woche

Größter Verlierer unter den HDax-Werten war die Aktie von Corestate Capital +3,61%. Das Immobilien-Unternehmen wurde am Montag ex Dividende gehandelt. Die Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie entsprach einem Abschlag von mehr als sechs Prozent. In den Folgetagen sorgten Abgaben der Anleger für weitere Kursrückgänge, so dass dem SDax-Wert als Wochenbilanz ein Minus von 9,0 Prozent (incl. Dividendenabschlag) verblieb.

Eine Ausschüttung von 4,00 Euro pro Aktie sorgte bei der RTL Group +1,58% im MDax für einen Wochenverlust von 6,3 Prozent. Die Aktien von Knorr-Bremse +0,11% rutschten um 5,8 Prozent ab. Der Bremsenspezialist hatte sich überraschend und mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandschef Klaus Deller getrennt. "Grund für das Ausscheiden von Herrn Deller sind unterschiedliche Auffassungen von Führung und Zusammenarbeit", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die drei anderen Vorstandsmitglieder würden jetzt "die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden gemeinschaftlich wahrnehmen", bis der Aufsichtsrat einen Nachfolger gefunden habe. 

Im Dax standen die Aktien von Covestro +0,70% mit einem Wochenminus von 5,5 Prozent ganz unten. Nachdem der Ausblick des Kunststoff-Konzerns die Anleger am Montag verunsichert hatte, äußerten sich in der Folge einige Analysten kritisch zu den Papieren. Laut dem Experten Thomas Swoboda von der französischen Großbank Societe Generale zum Beispiel gibt es kein größeres Erholungspotenzial bei den Preisen, auch da neue Produktionskapazitäten von Wettbewerbern in den Markt kämen.

Das Wochenminus von 4,9 Prozent bei der Münchener Rück +0,83% ist vor allem dem Dividendenabschlag zu verdanken. Der Dax-Wert litt jedoch auch unter Zahlen des Konkurrenten Swiss Re +0,29%. Weil Großschäden das erste Quartal der Schweizer belasteten, fiel der Nettogewinn deutlich unter den Markterwartungen aus. Munich Re wird am kommenden Mittwoch Quartalszahlen vorlegen.

Am gleichen Tag wird auch der Zahlungsdienstleister Wirecard +1,33% frische Geschäftszahlen veröffentlichen. Die Aktie findet sich seit Monaten immer wieder unter den größeren Wochen-Gewinnern oder -Verlierern. In der abgelaufenen ging es mal wieder abwärts. Ein Abschlag von 3,7 Prozent bedeutete den sechsletzten Platz im Dax. Unter anderem mehrere Stimmrechts-Veränderungen der Großaktionäre Goldman Sachs und BlackRock sorgten hier vor dem Wochenende für Verkäufe.

mmr mit Material von dpa-AFX

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