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Wochen-Tops und -Flops: Drei Werte noch besser als Wirecard

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine robuste US-Wirtschaft hat auch deutschen Aktien am Freitag frische Aufwärtsimpulse verliehen. Der deutsche Leitindex Dax +0,86% profitierte von erfreulichen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt und legte bis Handelsschluss auf 12.315 Punkte zu.

Auf Sicht der wegen der Oster-Feiertage verkürzten Woche verzeichnete das Standardwerte-Barometer damit ein recht bescheidenes Plus von 0,8 Prozent. Seit Jahresbeginn summieren sich die Gewinne allerdings schon auf gut 16 Prozent. Der Index der mittelgroßen Werte MDax +0,71% stieg zuletzt auf 25.911 Punkte, was eine Wochenbilanz von 0,2 Prozent ergibt.

Die Wertentwicklung der Einzelaktien fällt jedoch wieder deutlich größer aus – in beide Richtungen. Die an Fahrt beginnende Berichtssaison führte zu teils kräftigen Auf- und Abschlägen. Im folgenden nennen wir wie gewohnt die Winner und Loser unter den 102 HDax-Werten, der sich aus den Dax-, MDax- und SDax-Aktien zusammensetzt.

Die Gewinner der Woche

Im Deutschen Aktienindex Dax hat SAP +0,07% in der nachösterlichen Woche den Vogel abgeschossen. Der Softwarekonzern ist zwar zum ersten Mal seit fast 17 Jahren in einem Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Doch auf das Gesamtjahr gesehen werde SAP schwarze Zahlen schreiben, versicherte Finanzchef Luka Mucic am Mittwoch. Vor allem die besseren Aussichten für das Tagesgeschäft in diesem Jahr und eine versprochene deutliche Steigerung der Profitabilität in den kommenden fünf Jahren versetzten die Anleger dann in Feierlaune. Das Dax-Schwergewicht kletterte auf ein neues Rekordhoch und schaffte einen Wochengewinn von 13,6 Prozent.

Zweitbester Dax-Wert wurde in der abgelaufenen Woche Wirecard +0,17% mit einem Gewinn von 11,4 Prozent. Dieser wurde allerdings unter erheblichen Schwankungen erreicht. Zunächst schoss die Aktie des Zahlungsdienstleisters nach der Nachricht des Einstiegs des japanischen Mischkonzerns Softbank nach oben. Am Donnerstag kamen dann endgültige Geschäftszahlen von Wirecard, die zwar recht gut ausgefallen waren, letztlich die Kurse aber vorübergehend doch wieder fallen ließen. Am Freitag stützte dann die Kursziel-Anhebung durch die britische Großbank HSBC.  

Auf Platz drei bis fünf unter den Dax-Wochengewinnern folgen Aktien aus dem Gesundheits- und Pharma-Sektor. So gewannen Fresenius SE -0,78% und Fresenius Medical Care (FMC) -0,59% jeweils 3,9 Prozent, dann folgten Merck KGaA +0,34% mit einem Plus von 2,0 Prozent.

Im Index der mittelgroßen deutschen Werte legten die Anteile des Laborausrüsters Sartorius +0,84% um 5,6 Prozent zu und die des Medizintechnik-Anbieters Carl Zeiss Meditec -6,50% um 7,1 Prozent. Übertroffen wurden sie im MDax von Delivery Hero +1,35%, die mit 14,8 Prozent größter Wochengewinner unter allen HDax-Aktien waren. Der Essenslieferant hat gute Quartalszahlen vorgelegt und seine Umsatzziele angehoben. Daraufhin brachen die Aktien aus ihrer Seitwärtsphase nach oben aus.

Charttechnische Faktoren trugen auch zum Aufschwung der Südzucker-Aktie +1,44% bei, die in der letzten Woche als bester SDax-Wert 14,1 Prozent zulegten. Der Zuckerproduzent profitierte auch von positiven Analysteneinschätzungen. Nachdem das Analysehaus Kepler Cheuvreux die Südzucker-Aktie am Donnerstag direkt von "Reduce" auf "Buy" angehoben hatte, machte Warburg Research am Freitag ebenfalls aus einer Verkaufs- eine Kaufempfehlung.

Die Verlierer der Woche

Im Dax teilen sich das Schlusslicht mit jeweils 5,7 Prozent Wochenverlust der Stahlwert Thyssenkrupp und die Deutsche Bank. Thyssenkrupp +2,07% litten wie im SDax auch Salzgitter +1,45% (-8,4 Prozent) unter einer skeptischen Branchenstudie des Analysehauses Jefferies.

Die Aktie von Deutsche Bank +0,85% rauschte nach einem kurzen Freudensprung am Donnerstag auf 7,95 Euro nach der Verkündung des Abbruchs der Fusionsgespräche mit der Commerzbank -0,29% bis auf 7,20 Euro runter. Anleger wurden nach einem Einbruch der Erträge im ersten Quartal für 2019 auch damit vergrault, dass der Bankenprimus keinen Ertragsanstieg im Vergleich zum Vorjahr mehr erwartet. Anfang Februar war noch eine leichte Steigerung angepeilt worden.

Der im MDax gelistete Autozulieferer Norma Group +1,30% verlor an der Börse in der abgelaufenen Woche 13,4 Prozent und hält damit die rote Laterne aller 102 HDax-Werte. Nach einem schwachen Jahresstart senkte das Unternehmen seine Prognose. Für das Gesamtjahr werde bei der operativen Marge nun "eher das untere Ende der Bandbreite" erreicht. Danach hagelte es noch Abstufungen von einer ganzen Reihe von Analysten.

Im SDax sackten die Anteile von Schaeffler +1,40% um 10,3 Prozent ab. Nach den jüngsten Turbulenzen rechnet der Autozulieferer erst im zweiten Halbjahr wieder mit mehr Tempo beim Wachstum. Das sei dann die Basis, um die Ziele für 2019 zu erreichen, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Mittwoch bei der Hauptversammlung.

Mit einem Wochenminus von 13,1 Prozent landeten Klöckner & Co +4,46% im SDax auf dem letzten Platz. Der Stahlhändler hatte sein Gewinnziel für 2019 gekappt. Das veranlasste die Commerzbank, ihre Kaufempfehlung für die Aktie zu streichen. Die Aktien von Dr. Hönle +1,28% – in der Vorwoche noch unter den Wochensiegern – gaben um 9,2 Prozent nach. Auch der Spezialist für UV-Technologie hatte seine Jahresziele für Umsatz und Betriebsergebnis gesenkt.

mmr mit Material von dpa-AFX

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