DAX ®12.240,06-1,66%TecDAX ®2.274,87-0,74%Dow Jones21.566,57-0,21%NASDAQ 1005.910,36-0,18%
finanztreff.de
Werbung

WOCHENAUSBLICK: Aktienbesitzer warten gespannt auf EZB und Unternehmenszahlen

| Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger blicken nach der jüngsten Erholung an den Aktienbörsen gespannt auf die neue Woche. "Der Markt wird sich stark auf die Berichtssaison und damit auf das konzentrieren, was ihn hauptsächlich antreibt: Die Gewinnentwicklung der Unternehmen", schreibt Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Im Fokus steht außerdem der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, von dem Experten allerdings noch keine grundsätzliche Änderung der Niedrigzins-Politik erwarten.

Vor kurzem hatte US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen die Anleger mit moderaten geldpolitischen Signalen beruhigt und dem US-Leitindex Dow Jones Industrial ein neues Rekordhoch beschert. Auch seine Pendants in Deutschland und der Eurozone - der Dax und der EuroStoxx 50 - hatten sichtbar von den Aussagen profitiert.

Mit Blick auf die EZB und deren Chef Mario Draghi werden vor allem die Aussagen zu künftigen Geldpolitik Beachtung finden. "Den jüngsten Spekulationen über eine vorzeitige Anpassung dürfte die EZB keine neue Nahrung geben", heißt es etwa in einer Einschätzung der Landesbank Helaba. "Ob die Notenbanker den ohnehin überholten Passus über eine mögliche Ausweitung des Kaufprogramms (für Anleihen) streichen, ist angesichts der zuletzt erhöhten Nervosität am Anleihemarkt fraglich. Dass er in einer der kommenden Sitzungen herausgenommen wird, ist jedoch wahrscheinlich."

Chefstratege Robert Greil von Merck Finck Privatbankiers erwartet am Donnerstag ebenfalls keine geldpolitischen Weichenstellungen. "Schließlich kommen vor dem wichtigen September-Meeting noch die Inflationsdaten für Juli und August", betont der Experte. Die Währungshüter der Eurozone dürften auch "kaum Interesse daran haben, jetzt die Anleihezinsen oder den Euro weiter nach oben zu treiben".

Zuletzt hatte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar deutlich zugelegt, auch da die Wirtschaft der Eurozone in Schwung gekommen ist. Hinzu kamen Spekulationen über den Zeitpunkt einer geldpolitischen Straffung durch die EZB. Ein hoher Eurokurs kann allerdings europäische Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums verteuern und so die Exporte der hiesigen Unternehmen beeinträchtigen.

Positive Impulse für die Börsen erwartet Greil seitens der Unternehmen: "Die anlaufende Quartalszahlensaison dürfte größtenteils überzeugen - in Euroland noch mehr als in den USA". Damit seien die Aussichten an den europäischen Aktienmärkten weiterhin besser als an der Wall Street. Hier ist Helaba-Experte Christian Apelt etwas skeptischer. Nach dem positiven Auftakt der Berichtssaison in den USA "wäre eine gewisse Ernüchterung nicht ungewöhnlich", so seine Einschätzung. "Daher sollte die jüngsten Anstiege der führenden Aktienindizes hüben wie drüben so nicht fortgeschrieben werden."

Als Kursstütze sieht Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank die weltweiten volkswirtschaftlichen Frühindikatoren. Dank üppiger Barmittelreserven, rekordhoher Gewinne und niedriger Zinsen kauften die Unternehmen weiter eigene Aktien zurück und schütteten hohe Dividenden aus. Wenn sich die Gewinne weiter gut entwickelten und die großen Notenbanken es schafften, ihre konjunkturstützenden Maßnahmen behutsam zu reduzieren, "sollte die Entwicklung der Aktienmärkte weiter in ruhigen Bahnen verlaufen".

In Deutschland stehen am Dienstag Aussagen des Online-Modehändlers Zalando zum zweiten Quartal und der Halbjahresbericht des Rückversicherers Munich Re zu den Auswirkungen von Naturkatastrophen auf der Agenda. Zudem informiert mit Cimic die australische Tochter des Baukonzerns Hochtief über ihre Geschäftsentwicklung.

Die Quartalsberichte der US-Banken Goldman Sachs , Bank of America (beide Dienstag) und Morgan Stanley (Mittwoch) könnten auch mit möglichen Auswirkungen auf den Aktienkurs der Deutschen Bank einen Blick wert sein, nachdem die jüngst veröffentlichten Resultate von JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo mit Enttäuschung aufgenommen worden waren.

Am Donnerstag steht dann eine wahre Zahlenflut an: Neben dem Softwarekonzern SAP als erstem Dax-Unternehmen und Konkurrent Software AG legen unter anderem der Autozulieferer Hella , der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones und der Telekomausrüster Adva Optical Rechenschaft über ihre Geschäftsentwicklung ab. Den Schlusspunkt am deutschen Markt setzt am Freitag der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius ./gl/jsl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , ,
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
DL9XL4 Dow Jo WaveUnlimited L 19422.7884 (DBK) 9,637
DM3B3E Dow Jones Wave S 24000 2017/08 (DBK) 8,777

Dow Jones

IDJ 21.567,56 -0,20%
PKT 20:28:34 -44,22

zum Kursportrait
Im Artikel erwähnt...
DAX ®
E-STOXX 50®
Werbung
Werbung
Werbung
Bid & Ask Newsletter kostenlos lesen! |Top Baufinanzierung bei der Degussa Bank |Jetzt Wünsche erfüllen mit dem PrivatKredit der Degussa Bank.
Das ATB Tagesgeldkonto - Transparenz für Ihr Geld
Werbung

Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclubschliessen

Webinare "Best-of Investing & Trading"

In drei spannenden Webinaren geben wir
einen Einblick in die aktuellen Depots erfolgreicher Wall Street Investoren: von Ackman über Buffett bis zu Tom Russo. Seien Sie gespannt, was Sie von den Größten der Branche lernen können.

Jetzt kostenlos Mitglied werden
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Vollautomatisierte und fahrerlose Taxis - erste Tests von Continental. Wäre das was für Sie?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen