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Wochenausblick: Es wird wieder spannend – auch für Wirecard

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Besitzer deutscher Aktien sollten ihre Hoffnungen vor Ostern nicht zu hoch hängen. Marktbeobachter trauen dem Dax +0,57% erst einmal keine großen Sprünge zu – wie schon in der Vorwoche. Bereits seit einigen Tagen zollt der hiesige Leitindex seiner deutlichen Erholung seit Jahresbeginn Tribut. Derzeit kämpft er mit der viel beachteten Marke von 12.000 Punkten, die er jüngst erstmals seit Oktober wieder geknackt hatte.

Am vergangenen Freitag behauptete der Dax einen Kurszuwachs von 0,5 Prozent auf 11.999,93 Punkte. Dank des dritten Gewinntags in Folge nach einem schwachen Start in die Woche dämmte er sein Wochenminus auf 0,08 Prozent ein. Gewinner und Verlierer hielten sich in der abgelaufenen Woche in etwa die Waage.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax +0,57% verabschiedete sich am Freitag 0,8 Prozent fester bei 25.461 Punkten ins Wochenende. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx +0,60% rückte um 0,4 Prozent auf 3.447 Zähler vor.

Bevorstehende Konsolidierung?

Von der angelaufenen Berichtssaison der US-Unternehmen ist kaum Rückenwind zu erwarten – erstmals seit Jahren rechnen Analysten mit sinkenden Gewinnen. Zudem seien in der verkürzten Handelswoche vor den Feiertagen kaum Impulse zu erwarten, da viele Börsianer im Urlaub seien, heißt es im Börsenbrief AB Daily. Am Karfreitag bleiben die Aktienmärkte in Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern geschlossen.

"Angesichts der bevorstehenden Konsolidierung sollten die erhöhten Kursniveaus zu Gewinnmitnahmen genutzt werden", heißt es in einer Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Analyst Christian Kahler von der DZ Bank hält es ebenfalls für sinnvoller, sich die jüngsten Kursgewinne am Aktienmarkt zu sichern, als Risiken einzugehen.

Und Analyst Timo Emden warnt: "Ein zu früher Optimismus könnte die Anleger teuer zu stehen kommen." Die im März wieder gestiegenen Exporte Chinas hätten für mehr Zuversicht mit Blick auf die weltweiten Wirtschaftsperspektiven gesorgt. Doch mit dem schwelenden amerikanisch-chinesischen Handelsstreit sei ein wichtiger Unsicherheitsfaktor noch nicht vom Tisch, gibt der Experte zu bedenken. Auch enttäuschende Unternehmenszahlen von der Wall Street "könnten für einen rauen Wind an den Aktienmärkten sorgen" und den Dax schnell wieder unter 12.000 Punkte drücken.

US-Quartalszahlen im Fokus

In der US-Berichtssaison sieht Robert Greil, Chefstrategen von Merck Finck Privatbankiers, "eine wichtige Nagelprobe" für die Finanzmärkte. Entgegen der weit verbreiteten Skepsis kamen von den ersten Geschäftszahlen der amerikanischen Großbanken ermutigende Signale: Der Branchenprimus JPMorgan -1,80% eilt weiter von Rekord zu Rekord und übertraf im ersten Quartal erneut die Erwartungen der Analysten. Auch Konkurrent Wells Fargo -1,97% überraschte positiv.

Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Branchenkollegen in der neuen Woche schlagen. Am Montag legen Goldman Sachs -0,78% und die Citigroup -1,51% Zahlen vor. Einen Tag später folgt die Bank of America -1,44%, und am Mittwoch legt Morgan Stanley -1,32% Rechenschaft über die Geschäftsentwicklung zum Jahresauftakt ab. Sollten die anderen US-Banken und weitere amerikanische Firmen die deutlich gesunkenen Markterwartungen ebenfalls übertreffen, "würde das helfen, die jüngste Aktienrally zu untermauern", hofft Merck-Finck-Experte Greil.

Marktstratege Markus Reinwand von der Landesbank Helaba betont derweil, dass die Bewertung des Dax wesentlich entspannter aussehe als an der Wall Street. Der deutsche Leitindex habe sich seit Jahresbeginn zwar ähnlich gut entwickelt wie seine US-Pendants, bewege sich aber immer noch in der Mitte des langfristig fairen Bewertungsbandes - und habe entsprechend noch mehr Luft nach oben.

ZEW-Index aufwärts?

Doch da auch der hiesige Aktienmarkt begonnen habe, eine Konjunkturerholung vorwegzunehmen, erwarteten die Anleger von den wirtschaftlichen Frühindikatoren eine fundamentale Untermauerung, so Reinwand weiter. Die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen hätten sich bereits sichtbar erholt. Sollte der am Dienstag anstehende ZEW-Index für den April abermals zulegen, würde das "die wenigen Wachstumsoptimisten bestärken und und die Pessimisten vermutlich allmählich zum Umdenken bewegen". Die Experten der Postbank trauen dem Stimmungsindikator den sechsten Anstieg in Folge zu.

Auch mit Blick auf die am Dienstag erwarteten US-Industrieproduktionsdaten für den März sowie die wichtigen US-Einzelhandelsumsätze am Donnerstag ist die Postbank optimistisch. Beachtung finden dürfte zudem das Wachstum der chinesischen Wirtschaft im ersten Quartal, das ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht werden soll.

Aus Deutschland stehen vor Ostern lediglich die Quartalsbilanzen einiger weniger Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe auf der Agenda, die allesamt für den Donnerstag angekündigt sind. Aus dem Index der mittelgroßen Werte MDax +0,57% berichten dann die Software AG +0,30% sowie der Pharma- und Laborausrüster Sartorius +0,54%. Aus dem Nebenwerte-Index SDax +0,93% legen der Telekom-Ausrüster Adva -0,30% und der Tierbedarf-Onlinehändler Zooplus +1,31% ihre Zahlen vor.

Am Donnerstag vor dem handelsfreien Karfreitag richtet sich der Anleger-Fokus auf den ersten von fünf Terminen, die für Wirecard-Aktionäre wichtig sind. Bis einschließlich diesem Tag gilt das Verbot neuer Leerverkäufe in Wirecard-Aktien -0,23%. Mitte Februar hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in einem ungewöhnlichen Schritt neue Spekulationen auf fallende Aktienkurse beim Zahlungsdienstleister untersagt. Bis zum 18.04.2019, 24 Uhr wurde es verboten, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen. Nach Ostern wird es dann wohl wieder volatiler.

Mit Material von dpa-AFX

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