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XETRA-SCHLUSS/DAX beschleunigt Talfahrt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)Der Kursabschwung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Montag beschleunigt. Der DAX fiel um 4,4 Prozent oder 574 auf 12.542 Punkte. Der Ausverkauf an den Märkten könnte noch andauern, sagte Mobeen Tahir, Analyst bei WisdomTree. Als Grund nannte er eine Kombination aus zusätzlichen taktischen Verkäufen, Unsicherheit im Zusammenhang mit den bevorstehenden US-Wahlen und wachsender Angst vor zunehmenden Coronavirus-Infektionszahlen. "Anleger sollten daher weiterhin risikomindernde Absicherungen in Betracht ziehen", sagte der Vermögensverwalter. Verlierer Nummer eins im DAX waren Deutsche Bank, die um 8,8 Prozent auf 7,00 Euro einbrachen.

Am Anleihemarkt zogen die Kurse an, die Renditen sanken also. Die Zinskurve wurde nun vom Tagesgeld bis hin in den zehnjährigen Bereich noch flacher. Das drückte auf die Stimmung für die Bank-Aktien, weil die Margen im Zinsgeschäft immer weiter fallen. Zugleich wurde die Branche von neuen Berichten zur Geldwäsche belastet.

Dokumente aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums legen Berichten zufolge eine problematische Rolle von Banken bei der Geldwäschebekämpfung offen. So hätten viele Banken trotz strenger Regeln über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und Vorgänge mitunter nur zögerlich und mit Verspätung gemeldet. Genannt wurden unter anderem Deutsche Bank, JP Morgan und HSBC. In der zweiten Reihe des deutschen Markts fielen Commerzbank um 5,4 Prozent.


Lufthansa muss noch mehr sparen

Unter der zweiten Pandemiewelle leidet besonders der Reise- und Luftfahrtsektor am Aktienmarkt. Lufthansa fielen um 9,5 Prozent. Die Lufthansa will die Flotte nun um 150 statt um 100 Flugzeuge verkleinern, um den Kapitalabfluss zu bremsen, den Kurs konnte auch das nicht stützen. Airbus verloren 6,9 Prozent, MTU 8 Prozent und Fraport 5,2 Prozent.


United Internet und 1&1 Drillisch brechen ein

Prognosesenkungen lasteten schwer auf den Aktienkursen von United Internet und 1&1 Drillisch. United Internet brachen um 24 Prozent ein und 1&1 Drillisch um 28 Prozent. Telefonica Deutschland gaben um 4,2 Prozent nach. Hintergrund sind Preiserhöhungen für die Nutzung der Telefonica-Netzkapazität durch 1&1 Drillisch.

Auch Grenke gaben wieder nach und fielen um 7,2 Prozent. Der Leasinganbieter zieht Konsequenzen aus den von dem Short-Seller Viceroy Research vorgebrachten schweren Anschuldigungen und lässt das in der Kritik stehende Franchise-System unabhängig prüfen. Auch eine Integration in den Konzern wird erwogen.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 119,6 (Vortag: 185,9 ) Millionen Aktien im Wert von rund 5,03 (Vortag: 9,41) Milliarden Euro. Es gab 0 Kursgewinner und 30 -verlierer.



INDEX zuletzt +/- % +/- % YTD
DAX 12.542,44 -4,37% -5,33%
DAX-Future 12.526,00 -4,69% -4,15%
XDAX 12.547,71 -4,37% -4,47%
MDAX 26.499,95 -3,68% -6,40%
TecDAX 2.995,45 -3,93% -0,65%
SDAX 11.960,20 -4,04% -4,41%
zuletzt +/- Ticks
Bund-Future 174,67 60


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/err

END) Dow Jones Newswires

September 21, 2020 11:55 ET ( 15:55 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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Deutsche Bank 8,12 -0,04%
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Fraport AG 35,40 ±0,00%
EUR ±0,00
United Internet 32,49 +0,81%
EUR +0,26
1&1 Drillisch AG 19,10 +0,87%
EUR +0,17
L/E-DAX Index EUR (Total Return) 12.634,56 +0,55%
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