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Zalando und Amazon – Eine Nachricht und viele verschiedene Meinungen

| Quelle: INV

Die aktuellen Ereignisse rund um den Online-Händler Zalando zeigen mal wieder eindrucksvoll, wie wenig vorhersehbar das Börsengeschehen doch ist. Im Endeffekt sind es halt überwiegend immer noch Menschen, die getrieben von ihren Meinungen und Emotionen die Entscheidung treffen, ob sie eine Aktie zum aktuellen Kurs kaufen oder verkaufen bzw. gar nichts machen wollen. Die von den Medien gezwungenermaßen als Begründung für Kursveränderungen herangezogenen Nachrichten sind nicht mehr als Beiwerk, weil es letztendlich nicht auf die Nachricht selbst ankommt, sondern darauf, wie die einzelnen Marktteilnehmer sie interpretieren.

Bei Zalando etwa hieß es vor genau einer Woche noch, dass die Aktie von der geplanten Übernahme der US-Supermarktkette Whole Foods durch Amazon profitiere. Das führe zu einem positiven Sentiment für den gesamten Internet-Handel. Kurze Zeit später fiel der Kurs der Zalando-Aktie innerhalb von nicht einmal zwei Tagen um mehr als 11 Prozent. Verantwortlich dafür soll erneut Amazon gewesen sein, weil der US-Konzern den Start einer neuen Kleiderplattform, Prime Wardrobe, angekündigt hatte. „Nach der Akquisition von Whole Foods steigt Amazon damit massiv in das Online-Fashion-Geschäft ein, was für Preisdruck sorgen könnte“, hieß es in den Meldungen der Agenturen. Wie war das noch mal mit dem positiven Sentiment für den Internet-Handel?

Wie unterschiedlich ein und dieselbe Nachricht bewertet werden kann, zeigen auch die Reaktionen der Analysten auf die Pläne von Amazon. Die Strategen bei JPMorgan (Kursziel 36 Euro) und der RCB (38 Euro) sehen tatsächlich Probleme auf Zalando zukommen. Bei den Kollegen von Hauck & Aufhäuser (50 Euro) hingegen hält man den Kursrückgang für ungerechtfertigt, weil der Amazon-Deal Zalando nicht tangiere. Die Analysten von Kepler Cheuvreux (44 Euro) wiederum bezeichnen das neue Amazon-Angebot zwar ein „Damoklesschwert“. Aufgrund der „starken Bande zu den Markenherstellern“ dürfte Zalando aber trotzdem eine „zentrale Anlaufstelle für Modeshopping“ bleiben. Irgendeiner dieser Experten wird am Ende sicher Recht behalten…

Welche Schlüsse Investoren aus diesem Meinungs-Mix ziehen, bleibt jedem selbst überlassen. Bislang boten stärkere Kursrückschläge bei Zalando meist eine gute Einstiegschance. Noch am vergangenen Dienstag hatte die Aktie bei rund 45,50 Euro ein neues Allzeithoch markiert. Aktuell notiert der Kurs bei rund 41 Euro. Der Blick auf den Chart zeigt trotz dieser Korrektur einen soliden Aufwärtstrend mit einer soliden Unterstützung bei 34/35 Euro. Wer davon ausgeht, dass diese Marke in den kommenden 12 Monaten nicht signifikant unterschritten wird, das Potenzial nach oben wegen der unsicherer gewordenen Perspektive des Unternehmens aber begrenzt ist, der kann sich ein dazu passendes Capped Bonuszertifikat auf Zalando ins Depot legen. Bei einer Laufzeit bis Juni 2018 und einer Barriere bei 32 Euro (22 Prozent Risikopuffer) sind je nach Höhe des Aufgelds Bonusrenditen zwischen 6,8 Prozent (WKN: PR11NM) und 13,2 Prozent (WKN: UW864C) möglich. Die größten Gewinnchancen ohne das Risiko überproportionaler Verluste bietet derzeit ein ohne Aufgeld gehandeltes Zertifikat der Citigroup mit einer Bonusrendite von 12,5 Prozent (WKN: CY5HLB).

Thomas Koch

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