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Zins-Alternative europäische Immobilien

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Zins-Alternative europäische Immobilien

Immobilienfonds locken als Alternative zu mager verzinsten Anleihen. Seit Mitte Juli sind auch im Traditionsfonds grundbesitz europa Neuanlagen wieder möglich.

Seit Jahren sind die Zinsen in Europa im Tiefflug. Viele Sparkonten und Anleihen bringen Anlegern inzwischen schon gar keine Rendite mehr. Immer mehr Anleger suchen deshalb nach Alternativen zu Zinspapieren.

Oft fällt dabei die Wahl auf Immobilien. Doch Investoren dürfen dabei einen Punkt nicht vergessen: Nicht jedes Immobilieninvestment verspricht automatisch eine hohe Rendite. Lage, Qualität, Mietrendite und natürlich der Einkaufspreis müssen passen. Zudem gibt es keine Garantie, dass sich die vielen verschiedenen regionalen – und oft sehr engen – Immobilienmärkte stets im Sinne der Anleger entwickeln.

Immobilienfonds grundbesitz europa gibt wieder neue Anteile aus

Wer als Privatanleger in Immobilien investieren will, ist deshalb mit einem offenen Immobilienfonds oft besser beraten als mit einer Direktanlage. Bei Immobilienfonds wählen Immobilienprofis die einzelnen Objekte aus und achten zudem auf ein breit gestreutes Portfolio. Investiert wird dabei primär nicht in Wohnhäuser, sondern in Gewerbeimmobilien wie Büros oder Einkaufszentren.

Bei einem der traditionsreichsten offenen Immobilienfonds können Anleger jetzt wieder einsteigen: Seit dem 12. Juli 2017 werden wieder neue Fondsanteile des grundbesitz europa ausgegeben. Der Fonds besitzt zahlreiche attraktive Büro- und Gewerbeimmobilien in Europa. Wer Anteile dieses Immobilienfonds hält, partizipiert an den Mieteinnahmen dieser Immobilien ebenso, wie an einer möglichen Wertsteigerung.

Vor gut einem Jahr war entschieden worden, vorübergehend keine neuen Anteile des grundbesitz europa auszugeben. Lediglich Sparpläne konnten seitdem fortgeführt werden. Hintergrund: Wegen der hohen Nachfrage war dem Immobilienfonds in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 sehr viel neues Geld zugeflossen. Dadurch stieg der Liquiditätsanteil auf mehr als 30 Prozent des Fondsvermögens.

Geldbestand kräftig abgebaut

Nach Einschätzung des Fondsmanagements war das zu viel, denn schließlich ist es nicht die Aufgabe eines Immobilienfonds, Bargeld zu horten. Inzwischen wurde jedoch der hohe Geldbestand kräftig abgebaut. Vor allem durch mehrere Zukäufe neuer Immobilien wurde die Liquiditätsquote auf ein sinnvolles Niveau von gut 14,5 Prozent des Fondsvermögens gesenkt (Stand: 30.6.2017). Durch den Kauf neuer Immobilien stieg andererseits das Immobilienvermögen (direkt gehaltene Immobilien zzgl. Beteiligungsvermögen) des Fonds auf rund 5,2 Milliarden Euro (Stand: 30.6.2017).

Top-Immobilien in neun europäischen Ländern

Zugekauft wurden Gewerbeimmobilien in mehreren europäischen Ländern. Ein Gebäudekomplex in der Frankfurter Innenstadt mit Büros, Geschäften und einem Hotel soll 2018 ins Fondsvermögen übergehen. Außerdem erwarb der grundbesitz europa ein Einkaufszentrum in Spanien sowie eines Großbritannien.

Erst im Juni 2017 konnte das Fondsmanagement zwei weitere Immobilientransaktionen erfolgreich abschließen. Für rund 352 Millionen Euro erwarb der Fonds die beiden Büroimmobilien „Bankside 2 & 3“ im aufstrebenden Londoner Stadtteil Southbank.

Die beiden Gebäude sind langfristig und vollständig an bonitätsstarke Mieter vermietet. „Southbank befindet sich am südlichen Ufer der Themse und weist eine relativ stetige Flächennachfrage auf mit vergleichsweise niedriger Leerstandsrate – entsprechend wird hier trotz des Brexit-Referendums ein positives Mietwachstum erwartet“, erläutert Fondsmanager Bernd Ebert in seinem Fondsmanagerkommentar für den Monat Juni 2017.

Vermietungsquote verbessert

In Frankreich trennte sich der grundbesitz europa dagegen im Juni von einer Immobilie und veräußerte die Büroimmobilie „Forum 52“ zu einem Verkaufspreis von 56 Millionen Euro. „Der Verkauf dieses nur noch zu rund einem Drittel vermieteten Objektes hat positive Auswirkungen auf die Vermietungsquote des Fonds“, erklärt Ebert.

Die Vermietungsquote (Vermietung gemessen am Jahressollmietertrag) des grundbesitz europa liegt bei 94,7 Prozent (Stand: 30.6.2017). Mit den Neuzugängen ist der Immobilienfonds nun noch breiter diversifiziert. Im Portfolio des grundbesitz europa finden sich 59 Immobilien in neun europäischen Ländern.

Risiken und Nebenwirkungen nicht vernachlässigen

Ungeachtet der hohen Vermietungsquote und des breit diversifizierten Fondsportfolios sollten Anleger berücksichtigen, dass mit der Beteiligung an einem offenen Immobilienfonds auch Risiken verbunden sind. So können beispielsweise die Mieterträge des Fonds z.B. infolge von Leerständen oder zahlungsunfähigen Mietern sinken oder Objekte können für Mieter weniger attraktiv werden, was die erzielbaren Mieten schmälern kann.

Geringere Mieteinnahmen wiederum können den Wert einer Immobilie senken. Solche Entwicklungen können sich auf den Wert des Fondsvermögens bzw. der Fondsanteile auswirken.

Anteilsrückgabe bei offenen Immobilienfonds: Haltefristen beachten

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind bei offenen Immobilienfonds wie dem grundbesitz europa Anteilrückgaben – ungeachtet der Höhe des Rückgabebetrags – nur möglich bei Einhaltung einer Mindesthaltefrist von 24 Monaten sowie einer Ankündigungsfrist von zwölf Monaten. Das gilt für alle Anleger, die nach dem 21. Juli 2013 Fondsanteile erworben haben.

Fazit für Anleger:

  • Immobilien können als Alternative zu Zinsanlagen gesehen werden
  • Der offene Immobilienfonds grundbesitz europa gibt wieder Anteile aus
  • Der grundbesitz europa bietet Anlegern die Möglichkeit, sich mit einem Fonds an 59 Immobilien in neun europäischen Ländern zu beteiligen

Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die  zukünftigen Wertentwicklungen. Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, die sich als nicht korrekt herausstellen können.



http://www.dws.de/Themen/Themen-im-Fokus/Sachwerte/Zins-Alternative-europaeische-Immobilien/Themenstory

grundbesitz europa RC

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