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Zinsen wieder auf Rekordtief

| Quelle: ANOUCH_WILHELMS... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Waren das noch schöne Zeiten für Zinsjäger in den Neunzigerjahren. Wer kurzfristig nach Tagesgeld Ausschau hielt, der wurde mit Zinsen in Höhe von rund 5 Prozent belohnt. Wer sich länger binden wollte oder konnte, für den lagen die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen bei knapp 10 Prozent.

Doch seit der Finanzkrise in den frühen Zweitausenderjahren befinden sich die Zinsen in Deutschland auf dem Sinkflug. Der vorläufige Tiefpunkt dieser Entwicklung wurde 2016 erreicht. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel auf knapp –0,20 Prozent. Damit wurde ein Rekord aufgestellt. So niedrig war die Rendite noch nie für deutsche Staatsanleihen.

Weltweit änderte sich damals vor allem die Rhetorik der Notenbanken, auch die der Europäischen Zentralbank. Viele glaubten an ein Ende der ultralockeren Geldpolitik und damit an das Ende der Niedrigzinsphase. Vor allem in den USA dauerte es nicht lange, bis die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen wieder über die Marke von 3 Prozent gestiegen war. Auch hier in Deutschland entwickelten sich die Renditen freundlich, und wer zehn Jahre auf sein Geld verzichten wollte, der konnte zwischenzeitlich immerhin mit einer Rendite von 0,80 Prozent rechnen.

Allerdings war diese Entwicklung nur von kurzer Dauer. Im Juni 2019 erreichten die Zinsen in Deutschland erneut neue Tiefststände. Die Rendite erreichte einen neuen Rekord-Tiefststand bei –0,30 Prozent. Damit ist die Zinswende erst mal vom Tisch. Auch EZB-Chef Mario Draghi hat jüngst die Märkte darauf vorbereitet, dass es vorerst keine raschen Zinserhöhungen geben wird.

Geld anlegen ist damit heute deutlich schwieriger als beispielsweise noch in den Neunzigerjahren. Viele Experten sagen, es führe kein Weg an Aktien vorbei. Doch nicht jeder möchte sein Vermögen gleich komplett an der Börse anlegen. Trotz teils hoher Dividendenrenditen schrecken viele Anleger immer noch vor dem Aktieninvestment zurück.

Wer nicht gleich sein Geld direkt in Aktien anlegen möchte, der kann in Discount-Zertifikate investieren und so das Risiko gegenüber dem direkten Aktieninvestment reduzieren. Discount-Zertifikate bieten im Vergleich zu einem direkten Aktieninvestment in der Regel günstigere Einstiegsmöglichkeiten. Dafür verzichtet der Investor ab einem bestimmten Punkt (Cap) auf Kursgewinne der Aktie. Verluste lassen sich somit auch bei Discount-Zertifikaten erzielen, diese Verluste fallen aber in der Regel geringer aus als bei einem Direktinvestment.

Die Commerzbank bietet zurzeit mehr als 40.000 Discount-Zertifikate an. Über das Such-Tool auf der Website www.zertifikate.commerzbank.de lassen sich schnell und einfach die richtigen Produkte selektieren.

Disclaimer Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Anouch Wilhelms

Anouch Wilhelms Anouch Wilhelms ist Derivate-Experte bei der Commerzbank und in diesem Bereich mehr als 14 Jahre tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt und Madrid und startete direkt nach dem Studium bei der Commerzbank in Frankfurt im Bereich Aktien und Rohstoffe. Heute ist er Spezialist für strukturierte Wertpapiere. Anouch Wilhelms ist als Derivate-Experte der Commerzbank regelmäßig Gast im TV (z.B. n-tv Telebörse) und schreibt regelmäßig Gastbeiträge in Tageszeitungen und Fachmagazinen. Außerdem moderiert er die Sendung „Das Marktgespräch – ideasTV“.

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