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Zinswende in den USA – Einstieg auf der Short-Seite immer noch reizvoll

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es ist so weit. Die lange erwartete Korrektur an den Aktienmärkten könnte nun also tatsächlich vollzogen werden. Wie weit sie geht und wo dann schließlich der Boden erreicht sein wird, ist so offen wie nie zuvor. Denn auch das Rahmenprogramm der beinahe 10-jährigen Mega-Rallye hat es zuvor in dieser Form nie gegeben. Zehn Jahre mit ungedrosselter Geldschwemme und ohne ernsthafte Alternative am Zinsmarkt sind eben einzigartig.

Doch damit ist es nun – zumindest in den USA – vorbei. Schon seit dem vergangenen Herbst steigen dort die Zinsen stetig an, was im Umkehrschluss  immer bedeutet, dass die Kurse der Anleihen ebenso stetig zurückgehen. In den letzten Tagen nun ist es aber auch mit diesem stetigen geordneten Anstieg vorbei und stattdessen springen die Zinsen im Dollar-Raum in größer werdenden Schüben nach oben.

Die Renditen der 2-jährigen US-Anleihen sind seit September von 1,25 auf jetzt 2,17 Prozent nach oben marschiert. Bei den 10-jährigen ging es 2,05 auf mehr als 2,83 Prozent nach oben. Da zudem die Ausschüttungsrenditen der Aktien in Amerika deutlich geringer sind als in Europa hat sich dort das Gesamtbild für „Neuanlagen“ inzwischen umgekehrt. Wer frisches Geld zu investieren hat, der bekommt bei Anleihen mittlerweile wieder höhere Renditen als er sie bei den ausgezahlten Dividenden zu erwarten hätte.

Störend ist dabei allenfalls, dass derzeit noch nicht abzusehen ist, wann der Renditeanstieg und damit der Wertverfall der ausstehenden Anleihen beendet wird. Bis zum Vorkrisen-Niveau mit Renditen von 4,0 oder 5,0 Prozent ist bei 10-jährigen US-Staatsanleihen nämlich auch jetzt noch viel Luft nach oben – zumal die Budgetpolitik der US-Regierung nicht erkennen lässt, warum es geringere Risikoaufschläge geben sollte als früher.

Mithin könnte es noch nicht zu spät sein, um sich bei den US-Staatsanleihen auf der Short-Seite zu positionieren, wobei der Zugang über die weniger volatilitätsabhängigen Knock-Outs derzeit der bessere Weg zu sein scheint. Die Futures für 10-Year-Notes ist am Freitag auf rund 120 Punkte und damit den tiefsten Stand seit 2011 gefallen. In den Hochphasen hatte er etwa 135 Punkte erreicht.

Vor diesem Hintergrund könnten sich Short-Turbos mit KO-Marken im Bereich von 130 Punkten als vergleichsweise „risikoarme“ Option erwiesen, um einen weiteren Renditeanstieg zu nutzen. Die Hebelkraft solcher Papiere liegt derzeit etwa beim 13-fachen der absoluten Kursveränderung.

Passende Kandidaten ohne Laufzeitbegrenzung wären die CD7C25 (Ko-Marke aktuell: 130,003), die SC0U8U (130,13) oder die TD9E84(130,22). Leicht favorisiert sind dabei die beiden letztgenannten, da sie mit etwas moderateren Anpassungszinssätzen ausgestattet sind, was sie vor allem bei etwas länger ausgerichteten Anlagen natürlich günstiger macht!

Ralf Andreß

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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