DAX ®12.165,19-0,31%TecDAX ®2.258,63-0,51%S&P FUTURE2.426,80-0,12%Nasdaq 100 Future5.801,25-0,06%
finanztreff.de

Zwei abgesicherte Wege in Schwellenländer

| Quelle: INV

Eine vernünftige Streuung über verschiedene Märkte und Regionen gehört zu den Grundtugenden der Aktienanlage. Neben deutschen, europäischen und amerikanischen Aktien sollten dabei auch die Börsen der Emerging Markets nicht vergessen werden. Viele Anleger schrecken allerdings vor einer solchen Anlage zurück, weil ihnen die Schwellenländer zu riskant erscheinen. Ganz von der Hand zu weisen ist dies natürlich nicht, obgleich die Verluste in dem länderübergreifenden MSCI Emerging Markets Index in den letzten Jahren auch nicht dramatischer waren als im Dax oder im Euro Stoxx 50. Im Vergleich zu letzterem hat der Schwellenländer-Index zudem auch bei der Wertentwicklung die Nase vorn, was insofern ein bisschen verdrießlich ist, weil gerade im Euro Stoxx 50 ein Großteil der von deutschen Anlegern investierten Anlagegelder steckt.

Für vorsichtige Anleger stehen derzeit gleich drei Produkte im Angebot, bei denen ein Engagement im MSCI Emerging Markets mit zweierlei Sicherungsfunktionen versehen ist. Bei zwei beinahe identischen Expresszertifikaten von der Credit Suisse und der Deutschen Bank wird dem Index ein Verlustspielraum von bis zu 35 Prozent eingeräumt. Sollte der Index am finalen Bewertungstag der beiden Papiere im Mai 2022 weniger stark verloren haben, würde es in beiden Fällen eine Rückzahlung zu 130 Prozent des Anfangskapitals geben. Dies gilt allerdings nur, wenn es nicht schon vorher zu einer vorfälligen Expresszahlung gekommen ist.

Dazu wird einmal jährlich überprüft, ob der Index über einer dafür maßgeblichen Kursmarke notiert, wobei in diesem Fall für jedes verstrichene Jahr eine Expressprämie von 6 Prozent zusätzlich ausgezahlt werden würde.

Nach einem Jahr käme es mithin zu einer Rückzahlung zu 106 Prozent, wenn der Index über dem Anfangswert liegt. Nach zwei Jahren wären 112 Prozent fällig, wobei dann auch ein Indexstand von 95 Prozent des zu Beginn fixierten Wertes genügt. Nach dem dritten Jahr darf der MSCI Emerging Markets sogar mit zehn Prozent im Minus liegen (für 118 Prozent) und nach dem vierten ist ein Minus von 15 Prozent erlaubt.

Erst wenn all dies nicht ausgereicht hat, kommt die finale Schlussbarriere bei 65 Prozent des Anfangswertes ins Spiel. Wird sie behauptet, käme es noch immer zur Höchstzahlung von 130 Prozent. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Abrechnungswährung für Prämien und Nominal der US-Dollar ist! Anleger übernehmen neben dem Aktienrisiko also auch ein Währungsrisiko. Bei sehr starken Verlusten des Dollar zum Euro können diese dann sogar die Prämienzahlungen übersteigen. Andersherum liefert der Währungseffekt natürlich auch zusätzliche Chancen, wenn der Dollar noch weiter an Wert gewinnen würde – was im derzeitigen Umfeld aber weniger wahrscheinlich scheint.

Ganz optimal erscheint die zusätzliche Abhängigkeit vom US-Dollar damit nicht, entspricht aber dem selben Risiko, dass sich auch bei einer „normalen“ Anlage über einen Fonds oder ETF ergeben würde, da auch bei diesen Devisenschwankungen nicht abgesichert werden.

Die Zeichnungsfrist für beide Expresse läuft noch bis zum 30. Mai, wobei jeweils ein Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent erhoben wird (CS8BQP und DB9UAD). Welcher Emittent dabei zu bevorzugen ist, hängt vom individuellen Geschmack ab. Für die Credit Suisse spricht derzeit ein besseres Emittentenrating und die auch in Deutschland vorgesehene Börsennotierung des Zertifikats. Bei der Deutschen Bank wird indes nur ein Listing in Luxemburg geplant, der außerbörsliche Handel steht aber auch in Deutschland zur Verfügung.

Die andere Möglichkeit für einen abgesicherten Einstieg in den MSCI Emerging Markets folgt morgen.

Ralf Andreß

Schlagworte:
,

Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikatejournalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit beinahe 15 Jahren über strukturierte Produkte. Seit 2004 schreibt er auf finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Thomas Koch ist CEFA-Investmentanalyst, Investmentspezialist für strukturierte Produkte (ISSP) und geprüfter Zertifikateberater (EDA). Seit 2004 beschäftigt er sich als freier Journalist schwerpunktmäßig mit dem Markt für Zertifikate und Hebelprodukte.

» Alle News von Investmentecke
Werbung
Werbung
Werbung
Baufinanzierung bei der Degussa Bank |Das ATB Tagesgeldkonto - Transparenz für Ihr Geld |Jetzt Wünsche erfüllen mit dem PrivatKredit der Degussa Bank.
Bid & Ask Newsletter kostenlos lesen!
Werbung

Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclubschliessen

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Die neue Ausgabe des Anlegermagazins
widmet sich dem Thema „Investieren, aber richtig!“. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.

Jetzt kostenlos Mitglied werden
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 34 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen