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Zwei Banken im selben Bett?

| Quelle: wikifolio | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Commerzbank wird seit Jahren als einer der heißesten Übernahmekandidaten innerhalb der deutschen Bankenbranche gehandelt. Bei den potenziellen Interessenten wurden zumeist europäische Wettbewerber, bevorzugt aus Frankreich, genannt. Von Seiten der deutschen Politik wird nun aber immer öfter über einen Zusammenschluss der beiden größten heimischen Privatbanken diskutiert. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat zu Wochenbeginn sogar schon laufende Beratungen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank bestätigt. Dass die Regierung „ein fairer Begleiter“ solcher Diskussionen sei, ist wenig überraschend. Zum einen wünscht sie sich nachweislich einen starken Bankensektor. Zum anderen ist der Bund mit einem Anteil von rund 15 Prozent der größte Einzelaktionär der Commerzbank. Dass die erneuten Spekulationen die zuletzt ohnehin schon gestiegenen Aktienkurse weiter beflügelt haben, dürfte in Berlin daher mit Wohlwollen registriert werden.

Die meisten Analysten und Wirtschaftsexperten können einer Fusion der beiden Frankfurter Geldinstitute allerdings wenig abgewinnen. Beide sollten demnach erst mal ihre eigenen Baustellen schließen. Die Synergieeffekte seien zum jetzigen Zeitpunkt zudem zu gering und selbst nach einer solchen Megafusion wäre die neue Großbank im internationalen Wettbewerb immer noch zu schwach aufgestellt. Das wiederum könnte dazu führen, dass im Anschluss Europas Banken doch noch aktiv werden und damit die nächste deutsche Großbank vom Markt verschwindet. Ähnlich ist es bereits bei der HypoVereinsbank gelaufen. Sie entstand durch eine Fusion der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank mit der Bayerischen Vereinsbank und wurde dann von UniCredit übernommen.

Commerzbank top, Deutsche Bank ein Flop

Die Analysten der DZ Bank werten eine solch große Fusion in der heimischen Bankenbranche nur unter wirklich optimistischen Annahmen als wertschaffend für die Aktionäre. Dabei bestünde aktuell für die Aktionäre der Deutschen Bank ein historisch ungünstiges Austauschverhältnis, während die Anteilseigner der Commerzbank (und damit auch der Bund) in dem von den Strategen aufgestellten Szenario von einer leichten Prämie profitieren dürften.

Wie aber können Anleger nun von einem derart gestrickten Deal profitieren? Eine konkrete Idee dazu hat der Finanzjournalist Christian Scheid („Scheid“), der diese auch direkt in seinem wikifolio „Special Situations long/short” umgesetzt und erläutert hat: „Ich habe mit recht hoher Gewichtung von jeweils um die fünf Prozent Knock-Out-Zertifikate auf die Deutsche Bank (Short) und die Commerzbank (Long) gekauft. Mit dieser Spekulation setze ich auf eine Fusion zwischen den beiden Instituten. Ein solches Szenario wird zunehmend wahrscheinlicher. Da die Deutsche Bank aufgrund der Größenunterschiede vermutlich der 'Käufer' und für die Commerzbank-Aktionäre mit einer Prämie auf den aktuellen Kurs zu rechnen ist, dürfte sich der Aktienkurs der Deutschen Bank relativ zur Commerzbank vermutlich schlechter entwickeln. Der Ansatz ist marktneutral. Das bedeutet: Egal, ob die Kurse am Gesamtmarkt fallen oder steigen, wichtig ist nur, dass sich die Aktie der Commerzbank besser entwickelt als die der Deutschen Bank. Dann würde die Strategie unter dem Strich einen Gewinn abwerfen.“

Dieser Ansatz passt haargenau zu der Handelsidee des Traders, der sich auf solche „Sondersituationen“ an den Märkten fokussiert und seit Ende 2013 eine Performance von 126 Prozent generiert hat. Nach einem schwachen Vorjahr läuft es 2019 mit einem Plus von acht Prozent bislang wieder deutlich besser.

Schnelle Gewinne mit Sicherheitsnetz

Dass man auch im Segment der Anlagezertifikate trotz eingebautem Risikopuffer in kurzer Zeit attraktive Gewinne mit Bank-Aktien generieren kann, beweist Jochen Probst („RichDadPoorDad“) in seinem wikifolio „Gepufferte BlueChips”. Dort hatte der Trader vor fünf Wochen für rund 6,65 Euro ein Capped Bonus-Zertifikat auf die Aktie der Commerzbank (stand damals bei gut sechs Euro) erworben. Das Papier garantiert für Mitte September eine fixe Auszahlung (Bonusbetrag) von 8,50 Euro, wenn die Aktie bis dahin niemals auf/unter die Barriere von fünf Euro fällt. Nachdem die MDAX-Aktie im Anschluss an sein Investment recht zügig auf über sieben Euro geklettert war, stieg natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Barriere unverletzt bleibt und am Ende tatsächlich der Bonusbetrag gezahlt wird. Dadurch konnte der Trader das Zertifikat in der vergangenen Woche mit einem schnellen Gewinn von fast 14 Prozent wieder verkaufen. Das vor gut drei Jahren erstellte wikifolio (39 Prozent Performance bei 22 Prozent Maximalverlust) nähert sich auch dank dieses erfolgreichen Banken-Trades wieder seinem Anfang 2018 markierten Allzeithoch.

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3 Adidas DE000A1EWWW0 441.096 295 56%
4 Vonovia DE000A1ML7J1 79.207 279 46%
5 Commerzbank DE000CBK1001 945.403 276 62%
6 Deutsche Bank DE0005140008 22.515 204 60%
7 Daimler DE0007100000 36.470 203 67%
8 ThyssenKr DE0007500001 107.844 180 63%
9 Siltronic DE000WAF3001 440.676 166 61%
10 Lufthansa DE0008232125 275.368 161 49%

 

 


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