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MÄRKTE EUROPA/DAX & Co trotzen schwachen Konjunkturdaten
24.05.2012 - 18:30 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Verkehrte Welt. Ein EU-Gipfel in Brüssel ohne greifbare Ergebnisse, schwache Einkaufsmanagerindizes aus China und Europa sowie ein enttäuschender ifo-Geschäftsklimaindex. All das hat nicht ausgereicht, um Europas Börsen am Donnerstag in die Knie zu zwingen. Allerdings warnen Händler: Es sei unwahrscheinlich, dass die Märkte angesichts der andauernden Unsicherheiten in Griechenland bereits einen Boden ausgebildet haben. Das Land muss Mitte Juni erneut an die Urnen. Ein Verbleib in der Eurozone ist ungewiss.
Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent oder 22 auf 2.157 Punkte, für den DAX ging es 0,5 Prozent bzw 30 auf 6.316 nach oben. Chris Beauchamp vom Broker IG Markets in London hat eine simple Erklärung für die plötzliche Widerstandskraft der Börsen: "Wäre den schwachen Daten nicht der heftige Ausverkauf am Aktienmarkt gestern vorausgegangen, dann hätten wir heute wohl einen größeren Rücksetzer erlebt", sagte der Analyst. Mit anderen Worten: Der Einbruch des DAX um 150 Punkte am Mittwoch hat die Hiobsbotschaften von der Konjunktur bereits eingepreist.
Von der Konjunktur wehte den Börsen ein kalter Wind entgegen. So ist der ifo-Index im Mai auf 106,9 gefallen von 109,9 im April. Die Konsensschätzung von Volkswirten sah nur einen leichten Rückgang auf 109,5 voraus. "Ein so deutlicher Rückgang des ifo-Indexes kommt (...) überraschend. Offenbar belasten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise die Stimmung stärker als bislang angenommen", kommentierte Viola Julien von der Helaba.
Sicherheit ist weiterhin en vogue
Davon profitierten wieder einmal deutsche Staatsanleihen, deren Kurse auf dem Weg nach oben kein Halten mehr kennen. Der Bund-Future, ein umsatzstarker Terminkontrakt auf deutsche Staatspapiere, stieg auf ein Rekordhoch von 144,55 Prozent. Investoren suchen also trotz immer niedrigerer Renditen nach wie vor die Sicherheit, auch wenn es im späten Handel zu leichten Gewinnmitnahmen kam. "Die Risikoaversion dürfte kaum schwinden, bis ein wachstumsfreundlicherer Konsolidierungsansatz Gestalt annimmt", sagte Rainer Guntermann von der Commerzbank.
Auf dem Euro lasteten anfangs die Hiobsbotschaften von der Konjunktur in der Eurozone schwer. Die Gemeinschaftswährung fiel im Tief von 1,2516 Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. Wie Aktien konnte sich aber auch der Euro anschließend wieder erholen und schaute kurzzeitig sogar über die Schwelle von 1,26 Dollar. Beobachter sind jedoch skeptisch mit Blick auf das Erholungspotenzial des Euro: "Für praktisch ausgeschlossen halten wir eine vorzeitige Trendwende", sagte Armin Mekelburg vom UniCredit. Schuldenkrise und Konjunkturschwäche sprächen gegen eine Erholung der angeschlagenen Währung.
Schlechte Geschäfte von Tiffany ziehen LVMH nach unten
Eine Gewinnwarnung von Tiffany lastete auf der LVMH-Aktie. Das Geschäft hat sich in Europa und den USA markant eingetrübt. Tiffany macht dafür die Schuldenkrise in Europa und die volatilen Märkte verantwortlich. Besonders die Abschwächung in den USA dürfte bei den Anlegern nicht gerne gesehen werden. Die Nachfrage nach Luxusgütern hat sich bislang dem allgemein schwierigen Wirtschaftsumfeld gut entziehen können. LVMH verloren 1,8 Prozent, für Tiffany ging es zeitweise mehr als 8 Prozent nach unten.
Grünes Licht für die Aktien von Thomas Cook gab die neue Chefin des angeschlagenen Reisekonzerns, Harriet Green. Nach langer Suche hat Thomas Cook in ihr eine neue Vorstandschefin gefunden, die den Schweden Sam Weihagen ablöst. Thomas Cook sprangen daraufhin um 16,4 Prozent nach oben. Green leitet bislang den Elektronikvertrieb Premier Farnell und hat dort einen strategischen Wechsel vollzogen.
Am deutschen Aktienmarkt standen Bayer-Aktien im Rampenlicht. Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat gegen die Zulassung des Thrombosemedikaments Xarelto bei Patienten mit der Herzkrankheit ACS gestimmt. Bayer reagierte am Morgan darauf und bekräftigte die Umsatzprognose von 2 Milliarden Euro für das Medikament. Die Aktie gab dennoch um 0,8 Prozent nach.
.
. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2156,52 22,47 +1,1% -6,9
. Stoxx-50 2278,43 26,81 +1,2% -3,8
. Stoxx-600 241,91 2,40 +1,0% -1,1
Frankfurt XETRA-DAX 6315,89 30,14 +0,5% 7,1
London FTSE-100 5350,05 83,64 +1,6% -3,9
Paris CAC-40 3038,25 34,98 +1,2% -3,8
Amsterdam AEX 292,08 2,92 +1,0% -6,5
Athen ATHEX-20 185,12 -10,34 -5,3% -30,1
Brüssel BEL-20 2113,60 24,11 +1,2% 1,4
Budapest BUX 16327,49 97,18 +0,6% -3,8
Helsinki OMXH-25 1885,38 15,83 +0,8% -2,9
Istanbul NAT30 65562,48 -867,35 -1,3% 6,3
Kopenhagen OMXC-20 439,67 1,81 +0,4% 12,8
Lissabon PSI 20 4587,34 9,18 +0,2% -16,3
Madrid IBEX-35 6440,50 93,90 +1,5% -23,7
Mailand FTSE-MIB 13107,80 146,93 +1,1% -13,1
Moskau RTS 1263,55 -12,09 -0,9% -8,6
Oslo OBX 361,37 3,28 +0,9% 1,1
Prag PX 879,20 1,10 +0,1% -3,5
Stockholm OMXS-30 986,62 12,06 +1,2% -0,1
Warschau WIG-20 2035,80 -2,34 -0,1% -5,1
Wien ATX 1933,73 13,54 +0,7% 2,2
Zürich SMI 5852,44 34,53 +0,6% -1,4
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.21 Uhr Mi, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,2572 -0,04% 1,2577 1,2568
EUR/JPY 99,9343 -0,03% 99,9683 99,7041
EUR/CHF 1,2025 0,12% 1,2010 1,2010
USD/JPY 79,4490 -0,04% 79,4830 79,3360
GBP/USD 1,5687 0,05% 1,5679 1,5691
.
DJG/mpt/cln
END) Dow Jones Newswires
May 24, 2012 12:30 ET (16:30 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent oder 22 auf 2.157 Punkte, für den DAX ging es 0,5 Prozent bzw 30 auf 6.316 nach oben. Chris Beauchamp vom Broker IG Markets in London hat eine simple Erklärung für die plötzliche Widerstandskraft der Börsen: "Wäre den schwachen Daten nicht der heftige Ausverkauf am Aktienmarkt gestern vorausgegangen, dann hätten wir heute wohl einen größeren Rücksetzer erlebt", sagte der Analyst. Mit anderen Worten: Der Einbruch des DAX um 150 Punkte am Mittwoch hat die Hiobsbotschaften von der Konjunktur bereits eingepreist.
Von der Konjunktur wehte den Börsen ein kalter Wind entgegen. So ist der ifo-Index im Mai auf 106,9 gefallen von 109,9 im April. Die Konsensschätzung von Volkswirten sah nur einen leichten Rückgang auf 109,5 voraus. "Ein so deutlicher Rückgang des ifo-Indexes kommt (...) überraschend. Offenbar belasten die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Schuldenkrise die Stimmung stärker als bislang angenommen", kommentierte Viola Julien von der Helaba.
Sicherheit ist weiterhin en vogue
Davon profitierten wieder einmal deutsche Staatsanleihen, deren Kurse auf dem Weg nach oben kein Halten mehr kennen. Der Bund-Future, ein umsatzstarker Terminkontrakt auf deutsche Staatspapiere, stieg auf ein Rekordhoch von 144,55 Prozent. Investoren suchen also trotz immer niedrigerer Renditen nach wie vor die Sicherheit, auch wenn es im späten Handel zu leichten Gewinnmitnahmen kam. "Die Risikoaversion dürfte kaum schwinden, bis ein wachstumsfreundlicherer Konsolidierungsansatz Gestalt annimmt", sagte Rainer Guntermann von der Commerzbank.
Auf dem Euro lasteten anfangs die Hiobsbotschaften von der Konjunktur in der Eurozone schwer. Die Gemeinschaftswährung fiel im Tief von 1,2516 Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. Wie Aktien konnte sich aber auch der Euro anschließend wieder erholen und schaute kurzzeitig sogar über die Schwelle von 1,26 Dollar. Beobachter sind jedoch skeptisch mit Blick auf das Erholungspotenzial des Euro: "Für praktisch ausgeschlossen halten wir eine vorzeitige Trendwende", sagte Armin Mekelburg vom UniCredit. Schuldenkrise und Konjunkturschwäche sprächen gegen eine Erholung der angeschlagenen Währung.
Schlechte Geschäfte von Tiffany ziehen LVMH nach unten
Eine Gewinnwarnung von Tiffany lastete auf der LVMH-Aktie. Das Geschäft hat sich in Europa und den USA markant eingetrübt. Tiffany macht dafür die Schuldenkrise in Europa und die volatilen Märkte verantwortlich. Besonders die Abschwächung in den USA dürfte bei den Anlegern nicht gerne gesehen werden. Die Nachfrage nach Luxusgütern hat sich bislang dem allgemein schwierigen Wirtschaftsumfeld gut entziehen können. LVMH verloren 1,8 Prozent, für Tiffany ging es zeitweise mehr als 8 Prozent nach unten.
Grünes Licht für die Aktien von Thomas Cook gab die neue Chefin des angeschlagenen Reisekonzerns, Harriet Green. Nach langer Suche hat Thomas Cook in ihr eine neue Vorstandschefin gefunden, die den Schweden Sam Weihagen ablöst. Thomas Cook sprangen daraufhin um 16,4 Prozent nach oben. Green leitet bislang den Elektronikvertrieb Premier Farnell und hat dort einen strategischen Wechsel vollzogen.
Am deutschen Aktienmarkt standen Bayer-Aktien im Rampenlicht. Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat gegen die Zulassung des Thrombosemedikaments Xarelto bei Patienten mit der Herzkrankheit ACS gestimmt. Bayer reagierte am Morgan darauf und bekräftigte die Umsatzprognose von 2 Milliarden Euro für das Medikament. Die Aktie gab dennoch um 0,8 Prozent nach.
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. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2156,52 22,47 +1,1% -6,9
. Stoxx-50 2278,43 26,81 +1,2% -3,8
. Stoxx-600 241,91 2,40 +1,0% -1,1
Frankfurt XETRA-DAX 6315,89 30,14 +0,5% 7,1
London FTSE-100 5350,05 83,64 +1,6% -3,9
Paris CAC-40 3038,25 34,98 +1,2% -3,8
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Lissabon PSI 20 4587,34 9,18 +0,2% -16,3
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Mailand FTSE-MIB 13107,80 146,93 +1,1% -13,1
Moskau RTS 1263,55 -12,09 -0,9% -8,6
Oslo OBX 361,37 3,28 +0,9% 1,1
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Wien ATX 1933,73 13,54 +0,7% 2,2
Zürich SMI 5852,44 34,53 +0,6% -1,4
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.21 Uhr Mi, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,2572 -0,04% 1,2577 1,2568
EUR/JPY 99,9343 -0,03% 99,9683 99,7041
EUR/CHF 1,2025 0,12% 1,2010 1,2010
USD/JPY 79,4490 -0,04% 79,4830 79,3360
GBP/USD 1,5687 0,05% 1,5679 1,5691
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DJG/mpt/cln
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May 24, 2012 12:30 ET (16:30 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt...
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+1,05% 2.156,52 DJSTOXX E-STOXX 50
Eröffnung: 2.143,02 Tageshoch: 2.168,28 Tagestief: 2.118,02 Porträt E-STOXX 50 -
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Eröffnung: 5.865,00 Tageshoch: 5.885,00 Tagestief: 5.815,00 Porträt SMI® PR -
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Eröffnung: 4.802,32 Tageshoch: 4.817,04 Tagestief: 4.795,29 Porträt L/E-SDAX TR... -
+1,00% 241,91 DJSTOXX STXE 600...
Eröffnung: 240,62 Tageshoch: 242,82 Tagestief: 238,91 Porträt STXE 600... -
+0,03% 10.231,52 XETRA MDAX ®
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Eröffnung: 2.393,69 Tageshoch: 2.402,54 Tagestief: 2.368,63 Porträt PRIME ALL SH... -
+1,16% 3.038,25 PAR CAC 40
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Eröffnung: 6.338,12 Tageshoch: 6.351,10 Tagestief: 6.244,48 Porträt DAX ® -
+0,10% 751,62 FSE L/E-TECDAX TR...
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