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8 Themen, die am Freitag für Anleger wichtig sind

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Außer Spesen nichts gewesen. Nach der bislang recht guten Woche dürfte der DAX +0,46% am Freitag kaum verändert ins Rennen gehen. Kurz vor Xetra-Handelsauftakt wurde der Leitindex 0,2 Prozent niedriger gesehen bei 12.633 Punkten.

Mit 12.814 Punkten war der DAX tags zuvor auf einen weiteren Höchststand seit August vergangenen Jahres geklettert. Nach Gewinnmitnahmen kämpft er nun jedoch wieder um das bisherige Jahreshoch von Anfang Juli. "Die erste Brexit-Euphorie ist an der Börse schnell wieder verflogen. Zu unsicher ist das Abstimmungsergebnis im Unterhaus morgen", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Auch Daten aus China machen den Anlegern keine Freude: Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich unerwartet stark auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten verlangsamt. - Folgende acht Themen dürften heute Einfluss auf die Kurse haben.

Brexit-Deal

Nach dem Brexit-Deal mit der EU muss der britische Premierminister Boris Johnson für eine Mehrheit zuhause im Parlament kämpfen. Wegen massiven Widerstands vieler Abgeordneter ist eine Mehrheit bei der Abstimmung am Samstag völlig ungewiss.

Vorgaben aus den USA

Der Durchbruch im Brexit-Konflikt hat die Stimmung an der Wall Street wieder etwas aufgehellt. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen am Donnerstag moderat im Plus, nachdem sie zur Wochenmitte noch leicht nachgegeben hatten. Der Dow Jones Industrial +0,01% ging 0,1 Prozent höher bei 27.025 Punkten aus dem Handel.

Einflüsse aus Fernost

Die Anleger am chinesischen Aktienmarkt haben sich am Freitag von einer Verlangsamung des Wachstums der chinesischen Wirtschaft kaum aus der Ruhe bringen lassen. So legte Chinas Wirtschaft im dritten Quartal mit 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger zu als erwartet - der niedrigste BIP-Stand seit fast 30 Jahren. Als Ursachen nannten Experten insbesondere den Handelskrieg zwischen China und den USA. Wichtig sei aus phsychologischer Sicht aber, dass die Marke von 6 Prozent verteidigt worden sei, erklärte Analyst Stephen Innes vom Broker Axi Trader.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen fiel zuletzt um mehr als ein halbes Prozent und für den Hang-Seng-Index +2,54% in Hongkong ging es um 0,5 Prozent nach unten.

In Tokio schloss der Nikkei 225 hingegen 0,2 Prozent im Plus bei 22.492 Euro. Die japanische Notenbank gerät nach abermals schwachen Preisdaten zunehmend unter Druck. Im September fiel die Inflation nach Regierungsdaten vom Freitag auf den niedrigsten Stand seit April 2017. Damit treten die Probleme der Notenbank, die Preisentwicklung und die Wirtschaft anzukurbeln, immer offener zu Tage.

Konjunkturdaten

Bereits zu Handelsbeginn schauten sich Investoren genau Chinas BIP-Daten für das dritte Quartal an, die nicht berauschend ausgefallen sind. Veröffentlicht wurden auch Zahlen zur Industrieproduktion und zum Einzelhandelsumsatz im September. Der US-Index der Frühindikatoren folgt um 16 Uhr.

Unternehmens-News

Beim Blick auf die Branchen dürften mal wieder die Autowerte erhöhte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, nachdem der französische Autobauer Renault +0,16% seine Jahresziele gekappt hat. Vorbörslich ging es für die Aktien von VW -0,23%, BMW -0,07% und Daimler +1,12% auf der Handelsplattform Tradegate abwärts.

Die Anteilsscheine von Osram -1,75% indes könnten wegen erneut aufgeflammter Übernahmehoffnungen steigen. Auf Tradegate legten sie im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag um 1,6 Prozent zu. Der Aufsichtsrat des österreichischen Sensorspezialisten AMS +3,61% wolle an diesem Tag während seiner Sitzung auch über ein mögliches neues Gebot für den deutschen Lichtspezialisten sprechen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Nachdem jüngst das Übernahmeangebot von AMS über 41 Euro je Aktie an der Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent gescheitert war, wäre es denkbar, dass die Schwelle gesenkt wird.

Führungswechsel bei Ceconomy +0,97%: Nach nur sieben Monaten an der Spitze des vor allem durch seine Elektronikketten Media Markt und Saturn bekannten Konzerns musste Vorstandschef Jörn Werner am Donnerstag seinen Hut nehmen. In einer außerordentlichen Sitzung berief der Ceconomy-Aufsichtsrat den Aufsichtsrat Bernhard Düttmann zum vorläufigen neuen Konzernchef für die nächsten zwölf Monate. Die Ceconomy-Aktie zeigte sich vorbörslich wenig verändert.

Auch Umstufungen könnten bewegen. So empfiehlt die Privatbank Berenberg die Aktie Gelb nun zum Kauf. Die Aussicht für die Deutsche Post +0,01% habe sich deutlich verbessert und die Sicht in die Zukunft sei klarer geworden, schrieb Analyst William Fitzalan Howard und hob zudem das Kursziel auf 38 Euro an.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs empfiehlt indes nun die Papiere der Software AG -0,16% zum Kauf und hob das Kursziel auf 36 Euro an. Analyst Gautam Pillai sieht inzwischen positive Anzeichen für eine Kehrtwende bei dem Darmstädter Software-Konzern und verwies er auf eine ermutigende Dynamik in der Umstrukturierung.

Quartalszahlen

Unter anderem folgende Unternehmen legen heute ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor: American Express, BB Biotech, Coca-Cola, Danone, Schlumberger und Volvo AB.

Bundestag verabschiedet Grundsteuerreform

Der Bundestag will heute ab 9 Uhr nach langem Ringen mit den Ländern die von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegte Reform der Grundsteuer verabschieden. Dafür ist eine Grundgesetzänderung nötig. Diese wurde möglich, nachdem die Koalitionsfraktionen auf Forderungen der FDP eingegangen sind und nun auch die Grünen zustimmen wollen. Damit ist die für eine Grundgesetzänderung nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bei der Abstimmung wohl sicher.

US-Strafzölle auf EU-Importe

Die USA haben ab heute Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen. Betroffen sind zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien, Olivenöl aus Spanien sowie Butter aus Irland. Beim Import von Flugzeugen wird eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent fällig. Die Strafzölle werden die Einfuhr europäischer Produkte in die USA verteuern. Weichen Verbraucher dort auf günstigere Alternativen aus, könnten die EU-Exporte sinken.

(Mit Material von dpa-AFX)

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