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Aktien New York Ausblick: Biden-Euphorie macht wieder Corona-Sorgen Platz

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - Schwache Geschäftszahlen aus der Technologiebranche dürften die zuletzt rekordhungrige Wall Street am Freitag belasten. Im frühen Handel erwarten die Anleger zudem noch Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft.

Knapp eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial +0,89% knapp 0,7 Prozent tiefer bei 30 968 Punkten. Damit steuert der bekannteste amerikanische Aktienindex aber noch auf einen Wochengewinn von einem halben Prozent zu. Am Donnerstag war er ebenso wie die anderen wichtigen Indizes erneut auf einen Rekord geklettert, hatte dann aber knapp im Minus geschlossen. Auch der Technologiebörse Nasdaq, die am Vortag ihre Gewinne zum großen Teil behauptet hatte, drohen vor dem Wochenende Kursverluste.

Langsam aber sicher macht die Euphorie über Joe Bidens Amtsantritt wieder den Corona-Sorgen Platz. Zudem stoßen die Pläne des neuen US-Präsidenten für ein neues, riesiges Konjunkturpaket zum Kampf gegen die Auswirkungen der Pandemie auf Widerstand im Senat. Seine Demokratische Partei hat dort zwar dank der Stimme von Bidens Vize Kamala Harris eine knappe Mehrheit. Für viele Maßnahmen ist Biden aber auf Abweichler aus den Reihen der Republikaner angewiesen.

Die Aktien von Intel +2,10% büßten am Freitag vorbörslich über fünf Prozent ein, obwohl der Chipkonzern im vergangenen Quartal die Geschäftserwartungen deutlich übertroffen hatte, wie am Donnerstag nach Handelsende bekannt geworden war. Allerdings hatten die Aktien davor schon kräftig zugelegt und zeitweise den höchsten Stand sei Juni erreicht.

Das Computer-Urgestein IBM +0,53% hatte derweil nach der gestrigen Schlussglocke über eine eine durchwachsene Geschäftsentwicklung berichtet: Überraschend guten Ergebnissen stand ein deutlicher als erwartet ausgefallener Umsatzrückgang gegenüber. Die Anteilsscheine sackten vorbörslich um mehr als acht Prozent ab.

Bei Schlumberger -1,11% stand vor Handelsbeginn ein Minus von fast zweieinhalb Prozent zu Buche. Dass der Ölfelddienstleister trotz eines Umsatzrückgangs mit dem Ergebnis je Aktie positiv überraschte, half den schon am Donnerstag sehr schwachen Aktien nicht. Sie litten ebenso wie die Titel der Ölriesen Chevron -0,44% und Exxon Mobil unter einer negativen Branchenstimmung, da die Ölpreise ihre frühen Verluste sichtbar ausweiteten./gl/jha/


Quelle: dpa-AFX
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