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BMW: Dieser Ausblick lässt zu wünschen übrig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

BMW hat im abgelaufenen Quartal wieder deutlich mehr Autos verkauft und entsprechend bei den Q2-Ergebnissen überzeugt. Der Ausblick auf das zweite Halbjahr fällt aber aufgrund höherer Rohstoffpreisen und knapper Halbleiter enttäuschend aus.

Dass BMW im zweiten Quartal wieder besser dastehen würde als vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Corona-Krise mit stillgelegten Fabriken und geschlossenen Autohäusern – das war klar, denn das Unternehmen hat zwischen April und Juni insgesamt fast 45 Prozent mehr Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ausgeliefert. Der Umsatz schnellte um 43,1 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro nach oben.

Zudem konnte sich BMW einen Sonderertrag gutschreiben, weil mit dem Ende des EU-Kartellverfahrens gegen die deutschen Autobauer die hohe Rückstellung von 1,4 Milliarden Euro in großen Teilen wieder aufgelöst werden konnte. Der Überschuss lag damit bei 4,8 Milliarden Euro nach einem Verlust von 212 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

BMW profitiert wie die gesamte Branche derzeit von einem guten Preisumfeld. Angesichts hoher Nachfrage und langer Lieferzeiten bei Autos müssen die Verkäufer den Kunden derzeit nur wenig Rabatte einräumen. Auch der Trend zu teureren und schwereren Modellen treibt die Gewinne nach oben. Zudem trat BMW bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen weiter spürbar auf die Bremse und gab weniger Geld für neue Technik aus. Nach wie vor will BMW auch in diesem Jahr die Mitarbeiterzahl leicht senken - das heißt um bis zu 5 Prozent.

Vorsichtige Prognose

Halbleitermangel und höhere Rohstoffpreise dürften aber das zweite Halbjahr belasten, hieß es vom Konzern. Bisher habe man die Herausforderungen wegen des Chipmangels in Einkauf, Produktion und Vertrieb gut meistern können, sagte Finanzchef Nicolas Peter. "Mit zunehmender Dauer der Lieferengpässe wird die Situation allerdings angespannter", warnte er.

Ohne Chipmangel könnte BMW dieses Jahr wohl 70.000 bis 90.000 Autos mehr verkaufen, rechnete Peter vor. Nach wie vor geht der Konzern aber davon aus, bei den Auslieferungen solide zuzulegen – das bedeutet bei BMW ein Plus von 5 bis 10 Prozent.

Das macht die Aktie von BMW

Die BMW-Stammaktie -1,02% verlor am Nachmittag am DAX-Ende über 4,3 Prozent auf 81,23 Euro. Analyst Arndt Ellinghorst von Bernstein Research wertete das operative Ergebnis besser als von ihm geschätzt. UBS-Experte Patrick Hummel sprach von einem vorsichtigen Ton fürs zweite Halbjahr, Jefferies-Analyst Philippe Houchois von einer "Enttäuschung" beim Ausblick.

Mit Material von dpaAFX.
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