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Boeing wird abgestraft

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat wegen angeblicher Versäumnisse im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Zulassung des Krisenjets 737 Max Vorwürfe gegen Boeing erhoben. FAA-Chef Steve Dickson forderte in einem am Freitag von der Behörde veröffentlichten Brief an Boeing-Chef Dennis Muilenburg eine "sofortige Erklärung", warum ein "beunruhigendes Dokument" Aufsehern erst mit Monaten Verspätung vorgelegt wurde.

Einer Mitteilung der FAA zufolge geht es konkret um Nachrichten zweier Boeing-Mitarbeiter, in denen ein bestimmter Informationsaustausch zwischen der Behörde und dem Flugzeugbauer zur ursprünglichen Zulassung der nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten 737 Max im Jahr 2016 beschrieben wurde. Boeing habe dieses Dokument schon vor Monaten aufgetrieben, jedoch erst am späten Donnerstag dem Verkehrsministerium vorgelegt, behauptet die FAA.

Der Flugzeugbauer hielt der Luftfahrtbehörde am Sonntag in einer Mitteilung entgegen, er habe sie mehrfach über eine erweiterte Anwendung der Steuerungsautomatik MCAS infomiert.

Sowohl Boeing als auch die FAA sind durch die 737-Max-Abstürze, bei denen im Oktober und März insgesamt 346 Menschen starben, schwer in die Kritik geraten. US-Ermittler untersuchen, ob bei der Zulassung der Unglücksflieger alles mit rechten Dingen zuging. Die FAA soll wesentliche Teile der Zertifizierung Boeing selbst überlassen haben. Ob und wann die 737 Max wieder abheben darf, ist derzeit unklar.

Anleger reagierten bereits am Freitag nervös auf die Kritik der FAA, Boeings Aktien +0,13% fielen im US-Handel um mehr als sechs Prozent, am Montag ging die Talfahrt mit einem zeitweisen Rutsch auf 325 Dollar weiter. Mit UBS und Credit Suisse strichen am Montag zwei Investmenthäuser ihre Kaufempfehlungen für die Boing-Aktie.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Boeing-Aktie auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 416 auf 323 US-Dollar gesenkt. Die hohen Zahlungen wegen angeblicher Versäumnisse im Zusammenhang mit Ermittlungen zur Zulassung des Krisenjets 737 Max dürften den Free Cashflow des Flugzeug-Herstellers bis zum Jahr 2022 deutlich schmälern, geht aus einer aktuellen Studie des Instituts hervor. Die Credit Suisse senkte deshalb auch ihre Gewinnprognosen (EPS) für diesen Zeitraum. (mmr mit Material von dpa-AFX)


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