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Börse Frankfurt-News: Voller Kauflaune (ETFs)

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Dass die Notenbanken die Zügel noch einmal lockern wollen, führt zu Käufen von Aktien- und Anleihen-ETFs. Außerdem treibt der hohe Goldpreis Anleger in Minenfonds.

25. Juni 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der deutlich gestiegene Goldpreis ist auch am ETF-Markt großes Thema. Der Preis war am Freitag wieder über die 1.400 US-Dollar-Marke geklettert, am Dienstagmorgen sind es schon 1.430 US-Dollar je Feinunze ¬- der höchste Stand seit über sechs Jahren. Auslöser ist die Aussicht auf eine weltweit wieder lockere Geldpolitik sowie der schwache US-Dollar, der Goldkäufe außerhalb des Euroraums verbilligt.

Goldproduzenten plötzlich wieder interessant

"Wir sehen hohe Umsätze in Goldminen-ETFs, hauptsächlich Käufe" berichtet Sophia Wurm von der Commerzbank. Zugegriffen werde etwa beim iShares Gold Producers (WKN A1JKQJ) und beim VanEck Vectors Gold Miners (WKN A2AHFU). Der iShares-ETF kommt für dieses Jahr auf ein Plus von 24,2 Prozent, auf Sicht von drei Jahren liegt er aber immer noch in der Verlustzone. Der Goldpreisanstieg schlug sich Wurm zufolge auch in einer höheren Nachfrage nach Grundstoff-ETFs nieder, gekauft wurde etwa der iShares Stoxx Europe 600 Basic Resources (WKN A0F5UK).

Die gesamten ETF-Umsätze der vergangenen Woche bezeichnet Wurm als sehr gut. "Für eine Woche mit Feiertag sind 51.000 Transaktionen schon beachtlich." Cornelia Schübel von der Unicredit Group meldet ein leicht rückläufiges Handelsaufkommen. "Hier macht sich schon die Ferienzeit bemerkbar."

"Aktienkäufe, ganz unabhängig von der Region"

Mit der guten Stimmung an den Aktienmärkten ist auch das Kaufinteresse an Aktien-ETFs zurück. Vergangene Woche war der DAX im Zuge der Äußerungen von US-Notenbankchef Powell bis auf 12.438 Punkte geklettert, an der Wall Street wurden sogar neue Allzeithochs markiert. Powell hatte die Leitzinsen zwar unverändert gelassen, für den Jahresverlauf aber Handlungsbereitschaft signalisiert. Für den Euroraum hatte EZB-Chef Draghi schon Anfang des Monats eine lockere Geldpolitik in Aussicht gestellt. Am Dienstagmorgen liegt der DAX bei 12.279 Zählern.

"Es wird gekauft, ganz unabhängig von der Region", meldet Wurm. Schwerpunkt seien, wie üblich, MSCI World-, S&P 500- und Euro Stoxx-ETFs. Auch dividendenstarke Titel seien gesucht, etwa mit dem Lyxor SG European Quality Income (WKN LYX0RD). Spiegelbildlich stehen Short-ETFs auf den Abgabelisten, Schübel berichtet von Abflüssen aus dem Xtrackers ShortDAX (WKN DBX1DS). Abgegeben werden laut Wurm auch chinesische und japanische, aber auch britische Aktien (WKN 552752).

Gefragt bleiben Minimum Volatility-ETFs, zum Beispiel der iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility (WKN A2AUE8), wie Wurm außerdem feststellt. Der Trend hin zum nachhaltigen Investieren erstreckt sich im Übrigen mittlerweile auch auf Schwellenländer, gesucht ist laut Schübel etwa UBS MSCI Emerging Markets Socially Responsible SRI (WKN A110QD). WurmWurm

"Run auf Anleihen"

Anleihen-ETFs kommen derzeit ebenfalls gut an, denn mit den Ankündigungen der Notenbanken kletterten auch die Kurse von Anleihen weiter nach oben. "Wir beobachten, bedingt durch die Notenbankpolitik, derzeit einen ganz großen Run auf Anleihen, vor allem in Europa, aber auch in den USA", berichtet Bruce Gunn von IMC. "Wir sehen einen klaren Käuferüberhang, besonders bei Unternehmensanleihen", erklärt auch Sophia Wurm.

Cornelia Schübel kann keinen klaren Trend erkennen: Sie meldet Käufe von europäischen Unternehmensanleihen (WKN A0RPWQ), Verkäufe von Schwellenländerstaatsanleihen in Lokalwährungen (WKN A1JADV) sowie Zu- und Abflüsse bei kurzlaufenden US-Staatsanleihen und extrem kurzlaufenden Euro-Anleihen (WKN A1W375).

Von: Anna-Maria Borse
25. Juni 2019, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)


Quelle: dpa-AFX
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