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Brenntag: Coronakrise hinterlässt Spuren, aber ...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Krise hat auch beim Chemikalienhändler Brenntag im vergangenen Jahr Spuren in der Bilanz hinterlassen. Diese fielen aber dank eines starken Schlussquartals nicht so stark aus wie von Experten befürchtet. Dennoch verfiel der DAX-Konzern bei der Vorlage der Zahlen für 2020 am Mittwoch nicht in Euphorie.

Für 2021 zeigte sich Unternehmenschef Christian Kohlpaintner weiter vorsichtig: "Wir müssen immer noch weltweit mit den Auswirkungen der Pandemie umgehen und vor allem für die erste Jahreshälfte 2021 erwarten wir ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung."

Trotz der bestehenden Unsicherheiten rechnet der Konzern im laufenden Jahr mit einem Anstieg des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) auf 1,08 bis 1,18 Milliarden Euro. Zum Ergebniszuwachs sollen neben dem laufenden Sparprogramm auch die jüngsten Zukäufe beitragen.

Ebitda-Wachstum trotz Krise

Im vergangenen Jahr zog beim MDax-Konzern der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), der als wichtiger Gradmesser für die operative Entwicklung gilt, im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 1,06 Milliarden Euro an. Dazu trugen vor allem Einsparungen bei. Während sich das Ergebnis in Europa, Asien und Südamerika besser entwickelte, belastete die schwächere Nachfrage aus der Öl-, Gas- und Schmierstoffindustrie das Nordamerika-Geschäft.

Der Umsatz schrumpfte 2020 um acht Prozent auf rund 11,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich verbuchte Brenntag mit 466,5 Millionen Euro einen Gewinn nahezu auf Vorjahresniveau. Die Dividende soll um zehn Cent auf 1,35 Euro erhöht werden. Brenntag-Chef Kohlpaintner begründete dies unter anderem mit dem Anstieg des freien Barmittelzuflusses auf mehr als eine Milliarde Euro. Derweil fielen Umsatz, operatives Ergebnis und Dividende besser aus, als Experten erwartet hatten.

Das macht die Aktie von Brenntag

Die Zahlen und der Ausblick kamen am Aktienmarkt gut an. Die Brenntag-Aktie -0,53% legte im Nachmittagshandel zeitweise um mehr als vier Prozent zu und erreichte mit über 70 Euro einen neuen Rekord. Das operative Ergebnis übertraf laut Analyst Matija Gergolet von der US-Investmentbank Goldman Sachs im Schlussquartal die Erwartungen um 8 Prozent. Auch liege die diesbezügliche Zielspanne für 2021 im Mittel leicht über dem Konsens. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank wies zudem auf den starken freien Barmittelzufluss hin.

Sechs-Monats-Chart Brenntag (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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