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Ceconomy: MediaMarkt-Aktie nach Quartalszahlen am SDax-Ende

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die MediaMarkt-Mutter Ceconomy -2,37% veröffentlichte am Dienstag ihre Quartalszahlen. Es gelang dem SDax-Konzern zwar den Nettoverlust einzudämmen – doch die operativen Verluste verschlechterten sich im dritten Quartal deutlich.

Bis Ende Juni reduzierte das Unternehmen den Nettoverlust von 104 Millionen auf 48 Millionen. Vor allem der Verkauf der restlichen Metro-Anteile hatte positive Auswirkungen, da dadurch die hohen Abschreibungen wegfielen. Der bereinigte Fehlbetrag liegt mit 45 Millionen allerdings etwas höher als Analysten erwarteten. Der Umsatz blieb mit 4,6 Milliarden unverändert.

Aufgrund des laufenden Konzernumbaus zeichneten sich aber vor allem im Tagesgeschäft noch Rückgänge ab. Der operative Verlust (Ebit) betrug 126 Millionen Euro und verschlechterte sich dadurch von April bis Juni deutlich. Im Vorjahr waren es gerade einmal 30 Millionen. Die Kosten für das Sparprogramm liegen laut Ceconomy bei 80 Millionen Euro.

Die Umsetzung des derzeitigen Kosten- und Effizienzprogramms liege voll im Plan, erläuterte das Management. Mit den Betriebsräten habe man sich über den geplanten Stellenabbau geeinigt. Die neue Führungsspitze um den seit März amtierenden Ceconomy-Chef Jörn Werner und den Media-Saturn-Chef Ferran Reverter versucht, den Konzern wieder auf Erfolgskurs bringen. So hatte Reverter im April angekündigt, Hunderte Stellen in der Verwaltung des Elektronikriesen abzubauen. Auch anderswo wird der Rotstift angesetzt: Die Ceconomy-Spitze schrumpfte zum 1. Juni auf zwei Vorstände.

Wie das Management den Konzern, der unter der scharfen Online-Konkurrenz leidet, strategisch wieder nach vorne bringen will, soll "rund um den Jahreswechsel" öffentlich gemacht werden, kündigte Werner an.

An seiner Jahresprognose hält Ceconomy fest. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 (bis Ende September) stellt der Vorstand ein leichtes Umsatzplus in Aussicht. Der operative Gewinn dürfte aber leicht sinken, wenn man die Beiträge aus der Beteiligung am französischen Konkurrenten Fnac Darty herausrechnet. Für Fnac Darty erwartet das Unternehmen einen Ergebnisbeitrag von 22 Millionen Euro. Wechselkursschwankungen, den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen sowie Kosten für den Konzernumbau klammert Ceconomy bei der Prognose ebenfalls aus.

Die Aktie -2,37% büßte seit gestern rund acht Prozent ein und liegt damit am Ende des SDax -0,31%.


Mit Material von dpa-AFX


Sechs-Monats-Chart Ceconomy (in Euro)
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