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Ceconomy: MediaMarkt-Aktie setzt auf "Geiz ist geil"

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ceconomy hält sich künftig wieder an seinen alten Werbeslogan: Geiz ist geil. Allerdings spart dieses Mal nicht der Kunde, sondern das Management  und zwar auch an sich selbst. Bei den Anlegern kommt das gut an. Doch die Probleme sind damit nicht gelöst, Risiken bleiben.

Neue Strategie unter neuem Vorstand

Der neue Vorstandsvorsitzende Jörn Werner hat keine leichte Aufgabe. Das Sparprogramm soll das Unternehmen mit seinen Elektronikmarkt-Ketten Media Markt und Saturn wieder auf Kurs bringen. Dabei hatte Werner auch unangenehme Aufgaben zu verkünden: Ein langjähriger Vorstand musste seinen Platz räumen. Seit diesem Monat besteht das Gremium nur noch aus zwei anstatt drei Lenkern. Außerdem sollen mehrere Hundert Stellen wegfallen.

Werner, der seine Ceconomy-Stelle erst im März angetreten hat, konnte für das zweite Quartal wieder schwarze Zahlen verkünden. Das Unternehmen wies im fortgeführten Geschäft unter dem Strich einen Gewinn von 20 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte an dieser Stelle noch ein Verlust von 47 Millionen gestanden.

Online-Händler machen dem SDax-Unternehmen schon lange das Leben schwer. Laut einer Untersuchung des Deutschen Handelsverbands gingen die Umsätze im Elektronikhandel wegen der Konkurrenz im Netz im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent zurück. Damit leidet die Branche noch mehr unter Amazon und Co. als der Textilhandel. Insgesamt kaufen die Deutschen demnach 30 Prozent ihrer Elektrogeräte im Internet. Ceconomy hinkt deutlich hinterher: Bei Media Markt und Saturn liegt der Online-Anteil gerade mal 14 Prozent.

Um im Online-Handel künftig stärker mitzumischen, will Ceconomy ab dem Sommer in Deutschland eine auf Datenanalyse und Künstliche Intelligenz gestützte, zentrale Preisgestaltung einführen. So wolle man den Wettbewerbern immer einen Schritt voraus sein, kündigte das Management an.

Definitiv kein Analysten-Liebling

Die meisten der bei dpa-AFX erfassten Analysten raten Anlegern dazu, die Aktie zu halten. Zum Kauf rät niemand. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei 5,45 Euro - nur damit nur wenig über dem aktuellen Kurs. Einzelne Analysten sehen den Kurs mittelfristig allerdings deutlich über sechs Euro.

Turnaround lässt auf sich warten

Im vergangenen Jahr der größte Flop im SDax, konnte die Ceconomy-Aktie +0,93% seit dem Rekordtief Anfang Januar um rund 80 Prozent zulegen. Der Höchstkurs in diesem Jahr lag Anfang Mai bei gut sechs Euro. Auslöser dieses Anstiegs war die Ankündigung des Sparprogramms. Seitdem hat die Aktie allerdings wieder rund 15 Prozent verloren.

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit derzeit bei rund 1,9 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Anfang 2018 war die Bewertung mit rund 4,8 Milliarden Euro noch in etwa zweieinhalbmal so hoch.

Mit Material von dpaAFX.

Ein-Jahres-Chart Ceconomy in Euro
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