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DAX muss wieder Federn lassen – Fresenius Medical Care unter Druck

| Quelle: Deutsche Bank X... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte wieder von seiner pessimistischen Seite. Trotz der Vortagesgewinne ging es am Mittwoch mit den Kursen deutlich nach unten.

Das war heute los. Der DAX konnte sich nach einem schwachen Handelsbeginn bis zum Mittag ins Plus kämpfen. Doch im weiteren Handelsverlauf drehte der Leitindex wieder in den roten Bereich und baute ab dem Nachmittag die Abschläge aus. Im Fokus standen neben weiteren US-Quartalsberichten vor allem die europäischen Automobilabsatzdaten. Laut dem Branchenverband Acea wurden im Juni in der EU 1,45 Millionen Pkw neu zugelassen, 7,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Damit sank der Absatz auf Halbjahressicht um 3,1 Prozent.

Das waren die Tops & Flops. An der Spitze des DAX waren zur Wochenmitte vor allem defensive Papiere wie der Immobilientitel Vonovia, sowie die Konsumgüteraktien Henkel und Beiersdorf zu finden. Bei der Aktie des Immobilienkonzerns ging es zwischenzeitlich fast 2 Prozent nach oben. Die beiden Konsumgüterpapiere gewannen zeitweise 1,5 Prozent hinzu.

Größte Verlierer im deutschen Leitindex waren die Aktien des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care und seiner Konzernmutter Fresenius. Zuvor hatte der amerikanische Pharmahändler CVS Health eine klinische Studie mit Heim- und Hämodialysegeräten angekündigt. Da US-Präsident Donald Trump vergangene Woche einen Erlass unterzeichnet hatte, der unter anderem die Verlagerung von Dialyse-Behandlungen von kostspieligen Kliniken in die Wohnungen der Patienten vorsieht, hatte auch Fresenius Medical Care eine entsprechende Fokussierung angekündigt. Die mögliche Konkurrenz wurde am Markt negativ aufgenommen. Aktien von Fresenius Medical Care büßten zwischenzeitlich fast 5 Prozent ein. Fresenius-Papiere gaben zeitweise mehr als 2 Prozent nach.

Das steht am Donnerstag an. Konjunkturseitig bleibt es in Europa am Donnerstag ruhig. In den USA werden dagegen neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auch der Philly-Fed-Index (Juli) und die Frühindikatoren (Juni) veröffentlicht. Auf Seiten der Unternehmen stehen unter anderem die Quartalsberichte von SAP, Zooplus und Microsoft auf der Agenda. Interessant wird es zudem bei BMW. Auf der morgigen Aufsichtsratssitzung soll über die Nachfolge des scheidenden Konzernchefs Harald Krüger entschieden werden.

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