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Diese 8 Themen sind am Dienstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Dienstag zeichnen sich im DAX -4,15% zunächst leichte Kursgewinne ab. Knapp eine halbe Stunde vor Beginn des Xetra-Handels auf ein Plus von 0,3 Prozent auf 15.613 Punkten ab. Nach seinem Rutsch bis auf fast 15.000 Punkte zu Beginn der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex die Verluste schnell wieder aufgeholt, seit einigen Tagen pendelt er nun in der Spanne zwischen 15.500 und 15.700 Punkten. Knapp unter 15.700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den DAX eine größere Hürde darstellt.

Der EuroStoxx 50 -4,74% als Leitbarometer der Eurozone wurde in der Frühe zuletzt mit rund 0,3 Prozent Zuwachs erwartet. Während nun die Politik in Deutschland in Richtung möglicher künftiger Regierungskonstellationen vorfühlt, gilt die Bundestagswahl am Aktienmarkt vorerst als abgehakt. Denn die von den Börsianern als größtmögliche Bedrohung empfundene Rot-Grün-Rot-Regierung wird sich nicht bewahrheiten Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Dienstag beeinflussen:

1. Vorgaben aus den USA 

Richtungslos sind die US-Aktienmärkte zum Wochenstart aus dem Handel gegangen. Während die Standardwerte an der Wall Street ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage gebremst fortsetzten, gingen die an der Nasdaq gehandelten Technologieaktien nach der jüngsten Erholungsrally auf Tauchstation. Im Fokus blieb der Höhenflug der Ölpreise. US-Konjunkturdaten zeigten kaum Auswirkungen auf die Kurse. Der Dow Jones Industrial -2,53% schloss am Montag mit einem Plus von rund 0,2 Prozent bei 34.869 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 -2,77% sank hingegen um beinahe 0,3 Prozent auf 4.443 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 -2,09% verlor gut 0,8 Prozent auf 15.204 Punkte.

2. Vorgaben aus Asien 

In Asien haben die Aktienmärkte am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Während es in Japan nach unten ging, legten die Kurse in China überwiegend zu. Der Tokioter Leitindex Nikkei-225 büßte kurz vor Handelsende knapp 0,4 Prozent ein – blieb mit 30.131 Punkten aber weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 30.000 Punkten. Der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, legte zuletzt 0,1 Prozent zu. In der Sonderverwaltungszone Hongkong zog der Hang-Seng-Index -2,60% um rund eineinhalb Prozent an.

3. Ölpreise setzen Höhenflug fort

Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Höhenflug der vergangenen Wochen fortgesetzt. Nordseeöl der Marke Brent kostete erstmals seit etwa drei Jahren mehr als 80 US-Dollar, während US-Rohöl über der Marke von 76 Dollar notierte. Getrieben werden die Erdölpreise durch eine starke Nachfrage und ein knappes Angebot.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 80,12 US-Dollar. Das waren 59 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 62 Cent auf 76,07 Dollar.

Unterstützung erhalten die Rohölpreise durch die in vielen Ländern solide Konjunkturerholung vom Corona-Einbruch und der vielerorts entspannteren Corona-Lage. Hinzu kommt eine von den USA ausgehende Angebotsknappheit. Darüber hinaus haben die stark gestiegenen Preise für Erdgas Befürchtungen ausgelöst, dass die Preisrally am Gasmarkt auf den Ölmarkt übergreifen könnte.

4. Konjunkturdaten 

Am Dienstag stehen in der Eurozone das endgültige Verbrauchervertrauen für den Monat September, der Geschäftsklimaindex, das Industrievertrauen, das EZB-Ergebnis der Zuteilung eines 12-monatigen PELTRO und die Reden von EZB-Präsidentin Lagarde, Fed-Chairman Powell, BoE-Gouverneur Bailey und BoJ-Gouverneur Kuroda, die bei Panels des Geldpolitischem Forums der EZB teilnehmen auf dem Programm.

In Deutschland werden zudem Zahlen zu den Schulden der öffentlichen Haushalte im ersten Halbjahr sowie die Export- und Importpreise für den Monat August veröffentlicht. An der Wallstreet stehen hingegen die EIA-Rohöllagerdaten und neue Zahlen zum Immobilienmarkt im Fokus der Anleger.

5. Unternehmensnews

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am Morgen eher dürftig. Aktien des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf -1,49% könnten von einer pessimistischen Analystenstimme bewegt werden. Die Experten von Bernstein hatten ihre Einstufung auf "Underperform" gesenkt. Hingegen spricht sich die Citigroup nunmehr für einen Kauf der Papiere des Windkraftanlagenherstellers Nordex -1,40% aus.

In den hinteren Börsenreihen stehen About You -2,40% im Blick. Der Online-Modehändler wird mit einem angehobenen Umsatzausblick optimistischer für das Jahr. Die ebenfalls veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen trafen am Morgen am Markt auf positive Resonanz: Die Eckdaten seien auf den ersten Blick besser ausgefallen als erwartet, sagte ein Händler.

6. Verzögerung bei US-Investitionspaket

Eine Entscheidung über zwei zentrale Vorhaben in der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden verzögert sich. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kündigte am Sonntagabend (Ortszeit) an, die Kongresskammer werde am Donnerstag über das von Biden angestoßene Infrastrukturpaket abstimmen. Ursprünglich hatte sie zugesichert, das Paket solle bis zu diesem Montag verabschiedet werden. Angesichts schwieriger interner Verhandlungen über dieses und ein weiteres von Biden geplantes Investitionspaket ließ sich der Zeitplan jedoch nicht halten. Biden äußerte sich am Montag optimistisch, dass beide Pakete kommen: "Ich denke, wir werden es schaffen", sagte er im Weißen Haus.

Das Paket mit klassischen Infrastrukturinvestitionen, mit dem Straßen, Brücken sowie andere Verkehrs- und Energienetze in den USA modernisiert werden sollen, hatte im August bereits den Senat passiert - mit Unterstützung von Republikanern. Nun steht noch das finale Votum im Repräsentantenhaus aus. Vorgesehen sind über die nächsten Jahre verteilt rund 550 Milliarden US-Dollar an neuen Investitionen. Insgesamt, inklusive schon vorher veranschlagter Mittel, hat das Paket einen Umfang von mehr als einer Billion Dollar.

Biden hatte zudem ein zweites Paket angestoßen, um Sozialleistungen im Land auszubauen. Er will etwa mehr in Bildung und Kinderbetreuung investieren, Familien mehr unterstützen und sie steuerlich entlasten und Geld für den Kampf gegen die Klimakrise in die Hand nehmen. Dieses Paket hat einen Umfang von 3,5 Billionen Dollar, ebenso verteilt über mehrere Jahre. Finanziert werden soll es durch Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und das konsequentere Eintreiben fälliger Abgaben.

7. Nordkorea setzt illegale Waffentests fort

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs eine Kurzstreckenrakete ins offene Meer abgefeuert. Die Rakete sei von der Provinz Chagang an der Grenze zu China abgeschossen worden und in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab in Südkorea am Dienstag mit. Unklar war demnach zunächst, wie weit sie flog und um welchen Raketentyp es sich handelte. Südkoreas Nationaler Sicherheitsrat äußerte sein Bedauern wegen des erneuten Raketentests durch das Nachbarland.

Die japanische Regierung, die den Raketenstart ebenfalls bestätigte, ging nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo von einer ballistischen Rakete aus. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test solcher Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen könne. Das Land ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen.

Nordkorea hatte bereits vor gut zwei Wochen zwei ballistische Kurzstreckenraketen getestet. Dabei wurde eigenen Angaben zufolge die Einsatzbereitschaft einer mobilen Abschussrampe auf einem Zug erprobt.

8. Corona-Lage in Deutschland 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 60,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,7 gelegen, vor einer Woche bei 68,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4171 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4664 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 81 Todesfälle (Mit Material von dpa-AFX).

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