DAX®15.542,98+0,46%TecDAX®3.796,46+0,43%Dow Jones 3035.677,02+0,21%Nasdaq 10015.355,06-0,87%
finanztreff.de

Eon: Bundesnetzagentur lässt Analysten aufatmen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Bundesnetzagentur will Renditen der Strom- und Gasnetzbetreiber kürzen. Was zunächst wie eine Hiobsbotschaft klingt, sorgt bei Analysten für Aufatmen. Denn damit sei ein bedeutender Unsicherheitsfaktor vom Tisch, findet Vincent Ayral von der US-Bank JPMorgan. Auch andere Analysten äußerten sich am Donnerstag ähnlich positiv. 

Wie Ayral mitteilte, entspricht das Ausmaß der Kürzung seinen Erwartungen: Die Sätze könnten künftig auf mindestens 4,59 Prozent für neue Leitungen und 3,03 Prozent für bestehende Netze sinken, geht aus einer Meldung der Bundesnetzagentur hervor. Derzeit beträgt der sogenannte Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen 6,91 Prozent und für Altanlagen 5,12 Prozent.

Besser als der Sektor

Der Experte stufte die Aktie von Eon daher in einer am Donnerstag vorliegenden Studie von "Neutral" auf "Overweight" hoch und erhöhte das Kursziel von 10,00 auf 11,50 Euro. Gemäß der Einstufung "Overweight" geht JPMorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der jeweilige Sektor entwickeln wird.

Weitere Impulse erwartet

Doch nicht nur die verminderte Unsicherheit macht den Analysten optimistisch. Neue Impulse dürfte auch der Kapitalmarkttag im November bringen. In dessen Rahmen könnte das Eon-Management Aussagen treffen, die ein klareres Bild des Wachstums nach 2023 ergeben. So hält der Analyst weitere Verkäufe von Unternehmensteilen für möglich. Das würde die Bilanz verbessern und es Eon ermöglichen, in seinen Kernmärkten die Chancen der Energiewende besser wahrzunehmen. Zudem erhofft sich Ayral positive Impulse durch die Schuldenverringerung. Zudem scheine es Eon zu gelingen, das Ruder im Großbritannien-Geschäft schneller als erhofft herum zu werfen.

Das sagen andere Analysten 

Neben JPMorgan glauben auch das Analysehaus Bernstein Research und die Bank of America an einen steigenden Eon-Aktienkurs. Bernstein Research hat die Einstufung für Eon auf "Outperform" mit einem Kursziel von 13,30 Euro belassen. 

Die US-Investmentbank Bank of America (BofA) hat die Einstufung für Eon angesichts des von der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenpakets "Fit for 55" zur Erreichung von Klimaneutralität auf "Buy" mit einem Kursziel von 12,50 Euro beibehalten. Die Vorhaben seien unterstützend für Energiekonzerne mit Stärken im Bereich Erneuerbarer Energien, schrieb Analyst Peter Bisztyga in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. RWE und Eon zählten dazu. 

Das macht die Eon-Aktie 

Die Aktie des Versorgers Eon -0,44% verteuerte sich am Donnerstagnachmittag um 1,9 Prozent auf 10,38 Euro. Damit steuerten die Papiere wieder auf Ihr Anfang Mai markiertes Sechsmonatshoch bei 10,66 Euro zu. Seit Jahresbeginn liegt die Eon-Aktie bereits 13 Prozent im Plus.

Sechs-Monats-Chart Eon (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 43 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen