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Gewerkschaften setzen Uniper mit Warnstreiks unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (Dow Jones)In den festgefahrenen Tarifverhandlungen bei dem Stromkonzern Uniper erhöhen die Gewerkschaften deutlich den Druck auf das Management. Die Gewerkschaft IG Bergbau Chemie Energie (IG BCE) sowie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben alle rund 5.000 Uniper-Beschäftigten in Deutschland zum zeitweiligen Arbeitskampf aufgerufen.

Die Warnstreikwelle beginnt am Dienstag in der Konzernzentrale in Düsseldorf und wird am Mittwoch auch einen Teil der Kraftwerke des Unternehmens erfassen. Einschränkungen der Stromversorgung bei der Deutschen Bahn und in Industrieparks seien nicht ausgeschlossen. "Mit ihrer uneinsichtigen Haltung provozieren die Arbeitgeber das Scheitern der Verhandlungen", betonte Verdi-Verhandlungsführer Immo Schlepper.

Nach Angaben der Gewerkschaften bietet Uniper bisher eine Lohnerhöhung in zwei Stufen - zunächst um 1,8 Prozent und ab 2020 um 2,2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages von 25 Monaten. "Dieses Angebot ist unzumutbar", schimpfte IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden. Die Mitarbeiter hätten das Recht an Wachstum und steigender Produktivität teilzuhaben.

Der Energieversorger bedauerte die Warnstreiks, "weil Uniper immer verhandlungsbereit war und weiterhin eine Lösung auf dem Verhandlungsweg bevorzugt". Das Unternehmen appellierte an die Gewerkschaften in die dritte Verhandlungsrunde am Donnerstag kompromissbereit zu gehen.

Die Arbeitnehmerseite verlangt eine Lohnerhöhung um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Gehälter der Lehrlinge sollen entsprechend pauschal angehoben werden. Uniper war 2016 von dem Stromriesen Eon abgespalten und an die Börse gebracht worden. Größter Einzelaktionär ist derzeit der finnische Staatskonzern Fortum.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/chg/bam

END) Dow Jones Newswires

January 14, 2019 06:00 ET ( 11:00 GMT)

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