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Größter Sunrise-Aktionär Freenet will gegen Kapitalerhöhung stimmen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Freenet will auf der außerordentlichen Aktionärsversammlung seiner Schweizer Beteiligung Sunrise gegen dessen im Rahmen einer Übernahme geplante Kapitalerhöhung stimmen. Dies teilte das deutsche Telekom-Unternehmen mit.

Damit bekräftigte Freenet als größter Sunrise-Einzelaktionär seine ablehnende Haltung zu dessen geplanter Übernahme des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz.

Freenet ist mit 25 Prozent an Sunrise Communications beteiligt. Sunrise, der zweitgrößte Schweizer Telekomkonzern, will den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken übernehmen und plant zur Finanzierung eine 4,1 Milliarden Franken schwere Kapitalerhöhung. Diese muss von den Aktionären abgesegnet werden, die dazu notwendige außerordentliche Hauptversammlung soll laut Freenet voraussichtlich im zweiten Halbjahr stattfinden. Verkäufer ist der US-Kabelkonzern Liberty Global.

Freenet begründet die Ablehnung damit, dass die aktuellen Bedingungen der Transaktion "sehr unausgewogen und nachteilig für alle bestehenden Sunrise-Aktionäre" seien. Dies gelte insbesondere für den vereinbarten Kaufpreis, die Allokation der Synergien sowie die Transaktionsstruktur

Zum einen sei der Kaufpreis - und die implizierte Unternehmensbewertung für UPC Schweiz - zu hoch, er sollte reduziert werden, so Freenet.

Zum anderen impliziere der Kaufpreis, dass potenzielle Synergien von 1,3 Milliarden Franken im Vorfeld an den Verkäufer Liberty Global gezahlt würden, während die Aktionäre des Käufers Sunrise gezwungen seien, hohe Risiken zu tragen, ohne die Möglichkeit, an möglichem Wertschöpfungspotenzial zu partizipieren.

Zudem könne die Übernahme der UPC-Anleihen zu erheblichen Risiken für Sunrise und ihre Aktionäre führen.

Fair wäre aus den verschiedenen Gründen, wenn stattdessen Liberty Global Aktionär des fusionierten Unternehmens werde und einen geringeren Anteil an den zu erzielenden Synergien erhalte. Außerdem sollte Liberty Global die UPC-Anleihen nach der Transaktion behalten.

Sunrise sei hervorragend im Markt positioniert, die Perspektiven als eigenständiges Unternehmen seien exzellent, die Zugeständnisse seien nicht notwendig.

Freenet habe seine Bedenken gegen die Transaktionsbedingungen kontinuierlich an Sunrise kommuniziert und auch im Verwaltungsrat dagegen gestimmt.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/bam

END) Dow Jones Newswires

August 16, 2019 03:27 ET ( 07:27 GMT)

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