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Kommt von BASF eine Gewinnwarnung?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Aktien der BASF haben nach der Stabilisierung der vergangenen Wochen am Dienstag wieder den Rückzug angetreten. Sie verloren zeitweise mehr als zwei Prozent auf 62,70 Euro und waren somit zweitgrößter Verlierer im Dax +0,65% hinter den Papieren von Thyssenkrupp -0,74%. Mit Covestro -1,34% zeigte sich ein weiterer Chemiewert im Dax sehr schwach. Im MDax +0,16% zählten mit Lanxess -0,83% die Aktien eines weiteren Chemietitels zu den schwächsten Papieren.

Eine Gewinnwarnung von BASF nach dem zweiten Quartal nennt Analyst Andreas Heine vom Investmenthaus Mainfirst "weithin erwartet". Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) werde im ersten Halbjahr den Wert vom Vorjahreszeitraum voraussichtlich um mehr als eine Milliarde Euro verfehlen. Das dürften die Ludwigshafener im zweiten Halbjahr wohl nicht ausbügeln können und so die eigene Prognose für 2019 nicht erfüllen.

Für den Kauf der BASF-Aktien +0,64% nach dem Motto "buy on bad news" sei es gleichwohl noch zu früh, merkte der Experte an. Denn über das schwach erwartete zweite Quartal hinaus seien auch die Aussichten für das zweite Halbjahr sowie für das kommende Jahr von Unsicherheit geprägt. Er riet zu einer neutralen Positionierung mit einem von 77 auf 71 Euro gesenkten Kursziel.

Die Zurückhaltung Heines spiegelt sich auch im Aktienkurs wider: Seit Jahresbeginn haben BASF zwar um rund vier Prozent zugelegt. Sie blieben damit jedoch deutlich hinter dem europäischen Chemiesektor zurück, der in dieser Zeit um fast 20 Prozent gestiegen ist, am Vortag auf den höchsten Stand seit September 2018.

Die Privatbank Berenberg hat derweil das Kursziel für BASF +0,64% vor Zahlen von 79 auf 75 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Das zweite Quartal des Chemie-Konzerns dürfte schwach ausfallen und die Konsensschätzungen klar verfehlen, schrieb Analyst Sebastian Bray in einer Studie. Gründe seien das schwierige Umfeld für die Industrieproduktion sowie die Autobranche in China, wartungebedingte Produktionspausen an mehreren Standorten und ein extrem schwaches Agrargeschäft.

Bray senkte seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie. Ermutigend sei indes, wie der Konzernumbau Fahrt aufnehme. Die Ludwigshafener hätten etliche Möglichkeiten zur Selbsthilfe und die Aktie sei im Branchenvergleich attraktiv bewertet.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart BASF (in Euro)
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