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MÄRKTE ASIEN/Stimmung hellt sich vor Handelsgesprächen auf

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien sind am Donnerstag von Schlagzeilen zu den bevorstehenden US-chinesischen Handelsgesprächen hin und her getrieben worden. Anfänglich deutliche Rücksetzer reduzierten sich stark, nachdem laut Medienberichten die US-Regierung Schritte in Richtung eines partiellen Deals machen will. Dabei ist von einem "Währungspakt" die Rede, in dem Streitfragen um den aus US-Sicht zu niedrigen Yuan behandelt werden sollen.

Zu Handelsbeginn hatte ein Artikel in der South China Morning Post belastet, demzufolge es bei den vorbereitenden Gespräche auf niederer Ebene keine Fortschritte gebe.

In Südkorea, Australien und Neuseeland wurden zwar noch Verluste verzeichnet, die chinesischen Börsen in Schanghai und Hongkong legten aber 0,8 bzw 0,1 Prozent zu. In Japan stieg der Nikkei um 0,5 Prozent auf 21.552 Punkte.

Der chinesische Offshore-Yuan zeigte sich deutlich befestigt mit 7,1170 je Dollar nach 7,1385 am Vortag und über 7,1600 im frühen Tagestief. Die US-Seite soll ihrerseits bereit sein, die für kommende Woche vorgesehenen Zollerhöhungen vom Tisch zu nehmen. Zudem erlaubt das Weiße Haus offenbar einigen US-Unternehmen mittels einer Sondergenehmigung Geschäfte mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei. Die Regierung habe entsprechende Maßnahmen dafür getroffen und spezielle Lizenzen unterschrieben, sagten mit der Situation vertraute Personen. Dies dürfte die Atmosphäre für die am heutigen Donnerstag wieder beginnenden Gespräche verbessern.

Bereits am Vortag hatten die Märkte auf diverse Meldungen nervös reagiert. So war zu hören, dass die chinesische Seite die Gespräche verkürzen wolle. Andererseits war von einem Vertreter Pekings nochmals die Bereitschaft zu einem Teilabkommen signalisiert worden.


Nachgebender Yen stützt Nikkei leicht

Der Yen gab gegenüber dem Börsenschluss am Mittwoch ab und wirkte daher in Tokio stützend für die Aktienkurse. In der Nacht hatte er zunächst einen kräftigen Satz nach oben gemacht, weil er als sicherer Hafen von den zwischenzeitlichen Gerüchten über ein mögliches Scheitern der Handelsgespräche profitierte.

Unter den exportabhängigen Werten in Tokio stiegen Advantest um 1,6 Prozent, Softbank erholten sich von den Abgaben am Vortag um 0,9 Prozent. Zum Teil noch stärker gesucht waren aber Konsumwerte mit Lawson (+4,4 Prozent) und Aeon (+6,8 Prozent).

Am australischen Markt wurden deutliche Verluste aufgeholt auch wegen Hypothekendaten, die eine Erholung des Häusermarkts und den stärksten Zuwachs seit drei Jahren anzeigten. Von Unternehmensseite stand der milliardenschwere Verkauf des australischen Faserverpackungsgeschäfts von Orora an Nippon Paper im Blick. Orora sprangen um 14 Prozent nach oben, Nippon Paper legten in Tokio leicht zu.

Südkorea blieb mit einem Minus von 0,8 Prozent deutlich zurück, hatte aber auch zwei Tage in Folge Gewinne verzeichnet. Die Stimmung vor den Gesprächen in Washington sei zurückhaltend gewesen und habe die Auto- und Technologiewerte gedrückt, sagten Händler. Samsung Electronics gaben 0,7 Prozent nach, Chiphersteller SK Hynix 2,4 Prozent. Die Autowerte Hyundai Motor und Kia Motors fielen um 2,3 bzw 3,3 Prozent.

Derweil wurde an den Märkten weiter spekuliert, welche Auswirkung der Streit zwischen China und der nordamerikanischen Basketballliga NBA hat. Die Videowerbe-Umsätze von Tencent dürften leiden, nachdem der chinesische Konzern das Streaming der NBA-Vorsaison-Spiele ausgesetzt hat. Citi beziffert den Schaden für die Sparte auf ein Umsatzminus von 1,3 Prozent jährlich.

Dagegen dürfte der chinesische Sportartikelproduzent Li Ning mit "patriotischen" Käufen heimischer Kunden Profiteur sein, nachdem er bereits wegen des 70. Jahrestags der chinesischen Volksrepublik Käufer angelockt hatte. In Hongkong stiegen die Aktien um 0,1 bzw 0,3 Prozent.



Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.547,10 +0,01% +15,95% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 21.551,98 +0,45% +7,20% 08:00
Kospi (Seoul) 2.028,15 -0,88% -0,63% 08:00
Schanghai-Comp. 2.947,71 +0,78% +18,20% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 25.701,55 +0,07% -0,53% 10:00
Straits-Times (Sing.) 3.077,91 -0,39% +0,69% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.549,39 -0,12% -8,24% 11:00
BSE (Mumbai) 37.904,86 -0,72% +4,55% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 10:10 % YTD
EUR/USD 1,1017 +0,4% 1,0973 1,0981 -3,9%
EUR/JPY 118,29 +0,3% 117,92 117,76 -5,9%
EUR/GBP 0,9003 +0,2% 0,8989 0,8977 +0,0%
GBP/USD 1,2236 +0,2% 1,2208 1,2234 -4,0%
USD/JPY 107,38 -0,1% 107,47 107,23 -2,1%
USD/KRW 1195,81 -0,2% 1198,47 1198,64 +7,3%
USD/CNY 7,1256 -0,1% 7,1324 7,1374 +3,6%
USD/CNH 7,1258 -0,2% 7,1384 7,1446 +3,7%
USD/HKD 7,8434 -0,0% 7,8455 7,8437 +0,1%
AUD/USD 0,6746 +0,3% 0,6723 0,6741 -4,3%
NZD/USD 0,6317 +0,4% 0,6289 0,6314 -5,9%
Bitcoin
BTC/USD 8.608,25 +0,7% 8.549,00 8.157,25 +131,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 52,26 52,59 -0,6% -0,33 +8,4%
Brent/ICE 58,07 58,32 -0,4% -0,25 +4,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.509,71 1.505,60 +0,3% +4,11 +17,7%
Silber (Spot) 17,77 17,76 +0,1% +0,01 +14,7%
Platin (Spot) 890,96 893,50 -0,3% -2,54 +11,9%
Kupfer-Future 2,59 2,57 +0,8% +0,02 -2,2%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/smh

END) Dow Jones Newswires

October 10, 2019 04:36 ET ( 08:36 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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