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MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert - Bankenfusion geplatzt

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die Börsen in Europa treten am Donnerstagmittag auf der Stelle. Die Nachricht des Tages, die eigentlich erst für Freitag erwartet wurde, ist das Ende der Fusionsgespräche der Deutschen Bank mit der Commerzbank. Zugleich präsentierte die Deutsche Bank Zahlen, die leicht positiv überraschten. Auch ansonsten wirbelten Unternehmenszahlen die Kurse der Einzelwerte teils wild durcheinander, während die Indizes auf der Stelle treten.

Der DAX handelt am Mittag kaum verändert bei 12.315 Punkten. Für den Euro-Stoxx-50 geht es mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 3.493 Punkten nach unten. Hier drücken unter anderem Verluste bei Rohstoff- und Bauwerten nach schwachen BIP-Zahlen aus Korea und einer Senkung der japanischen Wachstumsprognosen durch die Bank of Japan.

Neue Impulse auf der Währungs- und Aktienseite könnten am Nachmittag von den US-Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter ausgehen, den so genannten Durable Goods. Zuvor gibt die türkische Notenbank ihre geldpolitische Entscheidung bekannt. Es wird keine Änderung der Zinspolitik erwartet.



Deutsche Bank und Commerzbank sagen Fusion ab


Ein Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank ist vom Tisch. Wie beide Institute nach wochenlangen Sondierungsgesprächen mitteilten, wollen sie von weiteren Verhandlungen absehen. Ein Zusammenschluss würde "keinen ausreichenden Mehrwert" bieten, "auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen", teilten beide Institute übereinstimmend mit. Die Aktie der Deutschen Bank notiert 0,2 Prozent im Plus, Commerzbank 2,7 Prozent leichter.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Abbruch der Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank begrüßt. "Wenn zwei heimische Banken zu einer komplexen nationalen Großbank fusionieren, wird die Verbindung zwischen Banken und Staat enger. Statt auf den Zusammenschluss großer heimischer Finanzinstitute hinzuwirken, sollte die Politik vielmehr rechtliche und institutionelle Hindernisse für eine grenzüberschreitende Konsolidierung des europäischen Bankensektors identifizieren und abbauen," schreibt Analystin Franziska Bremus.

Bei den Zahlen der Deutschen Bank lagen sowohl die vorläufig berichteten Erträge als auch der Gewinn deutlich über den Analystenschätzungen. Das Frankfurter Geldhaus sprach von einem Vorsteuergewinn von etwa 290 Millionen Euro im ersten Quartal. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut zwar vor Steuern mit 432 Millionen Euro deutlich mehr verdient. Analysten hatten der Deutschen Bank aber nur 141 Millionen Euro zugetraut.



Bayer nach Zahlen gesucht - Wirecard passt 2018er-Zahlen an


Für Bayer geht es um 3,1 Prozent nach oben. Gestützt wird die Stimmung von etwas besser als erwartet ausgefallenen Unternehmenszahlen und der beabsichtigten Trennung von der Tiergesundheitssparte. Die Risiken werden weiterhin von der Entwicklung um Glyphosat gesehen.

Wirecard steigen 1,4 Prozent. Das Unternehmen hat die vorläufigen 2018er-Zahlen zwar etwas nach unten angepasst, den Ausblick aber bestätigt. Zahlen zum ersten Quartal 2019 wurden nicht veröffentlicht. Das Unternehmen wird seit geraumer Zeit erschüttert von Bilanzfälschungs-Vorwürfen durch die "Financial Times". Die Wirtschaftsprüfer haben den Jahresabschluss uneingeschränkt testiert, was bei den Anlegern gut ankommt.

Für Carrefour geht es an der Pariser Börse um 3 Prozent nach oben. Positiv heben die Analysten die Entwicklungen in Frankreich hervor: Hier sei das organische Wachstum mit 1 Prozent deutlich über der Konsensschätzung von 0,1 Prozent ausgefallen. Stark habe sich auch das Brasilien-Geschäft entwickelt.



Geplante Fusion zwischen Sainsbury und Asda abgesagt


Nach dem Aus der geplanten Fusion zwischen Sainsbury und Asda geben Sainsbury-Aktien um 4,5 Prozent nach. Und das obgleich die abschlägige Entscheidung der britischen Wettbewerbsbehörde CMA nicht ganz unerwartet gekommen ist. Jefferies hatte die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung mit nur 20 Prozent angesetzt.

Barclays geben nach durchwachsenen Zahlen 2,3 Prozent nach. Die Erstquartalszahlen von UBS sind nach Einschätzung von Vontobel klar über den Erwartungen ausgefallen. Positiv habe sich unter anderem eine bessere Entwicklung im Investment Banking ausgewirkt. Etwas schwächer als erwartet habe sich zwar das Wealth Management entwickelt, dieses dürfte sich allerdings angesichts steigender Assets under Management im zweiten Quartal verbessern. UBS gewinnen 0,8 Prozent.



Michelin nach Zahlen gesucht


Der Umsatz von Michelin im ersten Quartal bewegt sich zwar nur im Rahmen der Erwartungen der Citigroup, liegt indes 2 Prozent über den Konsensschätzungen. Positiv heben die Analysten das verbesserte Pricing hervor, was die nur moderaten Erwartungen an das Absatzwachstum ausgleichen sollte. Michelin gewinnen 1,9 Prozent

Nokia brechen um 9 Prozent ein: Das erste Quartal blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück, laut Unternehmen wegen Verzögerungen, die auf die Margen gedrückt hätten.

Dialog Semiconductor steigen 3,4 Prozent. Der Konzern geht für das erste Quartal von einer Bruttomarge von 49,3 Prozent aus nach 47,9 Prozent im vergangenen Jahr. Kion verlieren 0,3 Prozent: Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn sind laut Unternehmen im ersten Quartal deutlich unter den Analystenschätzungen zurückgeblieben. Für Pfeiffer geht es nach schwachen Zahlen 1,2 Prozent nach unten. Südzucker machen einen Sprung von 8,4 Prozent - Kepler hat die Aktie zum Kauf empfohlen.




Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.489,90 -0,36 -12,73 16,27
Stoxx-50 3.182,08 -0,10 -3,16 15,29
DAX 12.295,37 -0,14 -17,79 16,44
MDAX 25.951,54 -0,20 -51,79 20,21
TecDAX 2.895,93 0,01 0,32 18,19
SDAX 11.716,63 -0,06 -7,40 23,21
FTSE 7.446,01 -0,34 -25,74 11,05
CAC 5.561,01 -0,27 -15,05 17,55

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,02 0,00 -0,26
US-Zehnjahresrendite 2,52 0,00 -0,16

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:21 Mi, 17:18 % YTD
EUR/USD 1,1135 -0,19% 1,1156 1,1196 -2,9%
EUR/JPY 124,53 -0,39% 124,86 125,14 -1,0%
EUR/CHF 1,1380 -0,04% 1,1386 1,1402 +1,1%
EUR/GBP 0,8647 +0,00% 0,8646 0,8646 -3,9%
USD/JPY 111,84 -0,20% 111,92 111,77 +2,0%
GBP/USD 1,2877 -0,20% 1,2901 1,2949 +0,9%
Bitcoin
BTC/USD 5.442,26 +0,15% 5.409,76 5.475,26 +46,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,17 65,89 +0,4% 0,28 +41,0%
Brent/ICE 75,38 74,57 +1,1% 0,81 +37,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.277,93 1.275,36 +0,2% +2,57 -0,4%
Silber (Spot) 14,90 14,92 -0,2% -0,02 -3,9%
Platin (Spot) 884,02 884,50 -0,1% -0,48 +11,0%
Kupfer-Future 2,88 2,91 -0,9% -0,03 +9,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/raz

END) Dow Jones Newswires

April 25, 2019 06:38 ET ( 10:38 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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