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MÄRKTE EUROPA/Stimmungsumschwung nach Rally - Siemens schwach

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Donnerstag im Minus. Die jüngsten positiven Nachrichten zu den US-Wahlen sowie einem Corona-Impfstoff, die in den vergangenen Tagen den Börsen zu Kursgewinnen verholfen hatten, sind in den Aktienkursen eingepreist. Nun fehlten die Käufer, die die aktuellen Niveaus bezahlen wollten. Denn in den USA wird es noch dauern, bis Joe Biden die Regierungsverantwortung übernimmt. Noch länger dürfte es dauern, bis genügend Impfstoff zur nachhaltigen Eindämmung der Corona-Pandemie zur Verfügung steht. Die Notenbanken haben zuletzt keine Impulse gesetzt, auch hier ist Abwarten angesagt. Und auf ein US-Konjunkturpaket wurde zwar lange gehofft, doch um das Thema ist es zuletzt auch recht still geworden.

Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 13.053 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,1 Prozent auf 3.428 Punkte nach unten. Größere Impulse lieferten die Quartalszahlen einzelner Unternehmen für deren Kurse.

Gut kamen die Geschäftszahlen von Deutsche Telekom (plus 0,4 Prozent) zum dritten Quartal im Handel an. Dank starker Daten von T-Mobile US sei man aber "verwöhnt" und habe die Prognoseerhöhung schon erhofft, meinte ein Händler. Gelobt wurden bei den Zahlen vor allem der operative Erfolg und der Cashflow. Die Integration von Sprint liege vor dem Plan, daher seien sowohl Umsatz als auch Gewinn besser ausgefallen als erwartet - vor allem der adjustierte Nettogewinn im dritten Quartal sei deutlich stärker.


RWE überzeugend - Siemens mit Ausblick schwächer

Positiv wurden auch die Geschäftszahlen von RWE aufgenommen. "Das Wachstum bei erneuerbaren Energien scheint immer noch von einigen unterschätzt zu werden und die Dividendensicherheit ist hoch", sagte ein Händler. Der Ausblick wurde bestätigt, das bereinigte EBITDA liege einen Tick über der Erwartung. RWE legten gegen die Tendenz um 0,4 Prozent zu.

Die Zahlen sind gut", sagte ein anderer Marktteilnehmer mit Blick auf Merck KGaA (minus 0,5 Prozent). Der Gewinn je Aktie im dritten Quartal sei noch stärker gestiegen als erwartet - von 1,35 auf 2,34 Euro, gerechnet worden war mit 2,23 Euro. Den Gewinnausblick für das Gesamtjahr hat Merck nun erhöht. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 5,05 und 5,25 Milliarden Euro liegen, bisher waren 4,45 bis 4,85 Milliarden veranschlagt worden.

Nach einem schwächeren Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gaben Siemens 3,2 Prozent nach. Den Analysten von Jefferies zufolge sind die Viertquartalszahlen mit Blick auf Auftragsplus, bereinigtes EBITDA, Margen und Cashflow insgesamt gut ausgefallen. Allerdings enttäusche der Ausblick, hier liege die Prognose für den Nettogewinn 10 Prozent unterhalb des Konsens, was zum Teil sicherlich dem stärkeren Wechselkursverlust geschuldet sei.

Gelobt wurden die Einnahmen von Zurich Insurance (plus 0,7 Prozent) in den ersten neun Monaten im Handel. Vor allem der Anstieg der Bruttoprämien von 3 Prozent gefalle. Der leichte Rückgang im Neugeschäft sei nicht ungewöhnlich mitten in der Coronakrise und liege damit noch immer über den Schätzungen der Analysten, hieß es im Handel. Für Generali ging es nach Zahlenausweis um 0,1 Prozent nach unten.

Die Analysten von Baader Helvea bewerteten den Fielmann-Gewinnausblick als "zu konservativ". Die Gesellschaft rechnet fürs Gesamtjahr mit mehr als 1,4 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 140 Millionen Vorsteuergewinn. Während die Umsatzschätzung leicht über der Prognose von Baader liegt, rechnet die Bank beim Vorsteuergewinn mit knapp 170 Millionen Euro. Auch der Konsens liege mit knapp 156 Millionen über der Prognose des Unternehmens. Fielmann gaben 2,3 Prozent nach.


Pirelli senkt Margenausblick

Pirelli verloren deutliche 6,5 Prozent. Der Reifenhersteller ist in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in die roten Zahlen gerutscht und hat den Margenausblick gesenkt. Die EBIT-Marge soll nun bei 11,5 bis 12 Prozent liegen statt bei 12 bis 13 Prozent. Der neue Ausblick liegt Analysten zufolge rund 6 Prozent unterhalb der Markterwartung, was belaste. Aber auch gegenüber den Wettbewerbern wie Continental und Michelin sei eine leichte Unterperformance bei den Stückzahlen zu erkennen.

Für die Aktie des niederländischen Telekommunikationskonzerns Royal KPN ging es nach neuen Übernahmespekulationen um 6,3 Prozent nach oben. Laut der britischen M&A-Webseite Betaville soll KPN das Interesse mehrerer potenzieller Übernahme-Interessenten auf sich ziehen. Vor einem Monat hatte Bloomberg bereits mit Verweis auf Quellen berichtet, dass die schwedische Private-Equity-Firma EQT ein Auge auf KPN geworfen habe. Die Erfolgsaussichten einer solchen Übernahme stufen die Analysten von ING als wenig wahrscheinlich ein, da diese politisch heikel wäre und auf regulatorische Hürden stoßen würde.


.
Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.428,20 -39,10 -1,1% -8,5%
Stoxx-50 3.056,89 -35,01 -1,1% -10,2%
Stoxx-600 385,16 -3,40 -0,9% -7,4%
XETRA-DAX 13.052,95 -163,23 -1,2% -1,5%
FTSE-100 London 6.348,70 -33,40 -0,5% -15,4%
CAC-40 Paris 5.362,57 -82,64 -1,5% -10,3%
AEX Amsterdam 600,05 +0,84 +0,1% -0,8%
ATHEX-20 Athen 1.561,25 -4,49 -0,3% -32,1%
BEL-20 Bruessel 3.505,52 -11,69 -0,3% -11,4%
BUX Budapest 37.712,82 -332,98 -0,9% -18,2%
OMXH-25 Helsinki 4.429,16 -49,32 -1,1% +4,9%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.425,55 -1,28 -0,1% +2,7%
OMXC-20 Kopenhagen 1.406,13 +6,50 +0,5% +23,8%
PSI 20 Lissabon 4.344,68 +25,50 +0,6% -16,2%
IBEX-35 Madrid 7.726,00 -67,70 -0,9% -19,1%
FTSE-MIB Mailand 20.817,73 -175,29 -0,8% -10,7%
RTS Moskau 1.238,45 +4,64 +0,4% -20,0%
OBX Oslo 784,55 -1,60 -0,2% -7,0%
PX Prag 908,59 +1,14 +0,1% -18,6%
OMXS-30 Stockholm 1.892,41 -10,48 -0,6% +6,8%
WIG-20 Warschau 1.771,49 -7,85 -0,4% -17,6%
ATX Wien 2.390,58 -15,72 -0,7% -23,6%
SMI Zuerich 10.496,20 -36,07 -0,3% -1,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,54 -0,03 -0,78
US-Zehnjahresrendite 0,90 -0,08 -1,78

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:54 h Mi, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1806 +0,24% 1,1774 1,1758 +5,3%
EUR/JPY 124,18 +0,01% 123,96 124,19 +1,9%
EUR/CHF 1,0799 -0,08% 1,0791 1,0798 -0,5%
EUR/GBP 0,8990 +0,93% 0,8935 0,8910 +6,2%
USD/JPY 105,19 -0,23% 105,21 105,62 -3,3%
GBP/USD 1,3130 -0,70% 1,3187 1,3198 -0,9%
USD/CNH (Offshore) 6,6083 -0,10% 6,6310 6,6201 -5,1%
Bitcoin
BTC/USD 16.110,75 +1,89% 15.928,50 15.736,51 +123,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,93 41,45 +1,2% 0,48 -25,7%
Brent/ICE 44,35 43,80 +1,3% 0,55 n.def.

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.882,66 1.866,10 +0,9% +16,56 +24,1%
Silber (Spot) 24,37 24,27 +0,4% +0,10 +36,5%
Platin (Spot) 886,35 867,93 +2,1% +18,43 -8,2%
Kupfer-Future 3,15 3,13 +0,6% +0,02 +11,6%
.

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

END) Dow Jones Newswires

November 12, 2020 12:36 ET ( 17:36 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
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