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MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen nach Rekordjagd - Intel und IBM unter Druck

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Nach der jüngsten Rekordjagd ist die Wall Street mit Abgaben in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Am Vortag hatten Dow & Co erneut Rekordstände markiert, nun würden vor dem Wochenende Gewinne mitgenommen, heißt es. Bereits am Donnerstag war den Indizes im späten Handel etwas die Luft ausgegangen. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach dem Start 0,6 Prozent auf 30.989 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite fällt um 0,3 Prozent.

Dazu tragen auch die Zahlen von Intel und IBM bei. Intel übertraf zwar mit einem Rekordumsatz die Erwartungen, blieb allerdings einen Jahresausblick schuldig. Bei IBM sank im vierten Quartal der Umsatz stärker als von Analysten erwartet, während der Gewinn besser als geschätzt ausfiel. Der Jahresgewinn war damit dennoch bereits das siebte Jahr in Folge rückläufig. Für die Intel-Aktie geht es 4,9 Prozent nach unten, IBM verlieren 10 Prozent. Gerade der Technologiesektor war zuletzt gut gelaufen.


Zurückhaltung Fed und wichtigen Unternehmenszahlen

Investoren wurden in den vergangenen Tagen durch einen soliden Start in die Berichtssaison ermutigt, obwohl einige besorgt sind, dass die hohen Bewertungen in Teilen des Marktes die Aktien in den kommenden Monaten anfällig machen werden. "Da es an neuer Munition mangelt, halten sich die Leute einfach zurück", sagt Lars Skovgaard Andersen, Investmentstratege bei Danske Bank Wealth Management. Investoren seien zudem zurückhaltend vor der Zinsentscheidung der Federal Reserve und den Quartalszahlen von Unternehmen wie Facebook, Apple und Microsoft in der kommenden Woche.

Von den 62 Unternehmen aus dem S&P-500, die bislang ihre Zahlen vorgelegt haben, konnten 89 Prozent die Erwartungen des Marktes übertreffen, geht aus Daten von Factset hervor.

Für Bewegung könnten die kurz nach der Eröffnung anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. Vor allem die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe für Januar stehen hier im Blick und dürften einen ersten Hinweis auf den Start der US-Wirtschaft in das neue Jahr geben. Bei beiden Indizes wird mit einem leichten Rückgang gerechnet.


Schlumberger-Zahlen überzeugen

Die Aktien von Schlumberger verlieren lediglich 0,1 Prozent. Der Ölfeldausrüster hat im vierten Quartal 2020 zwar ein Drittel weniger Umsatz gemacht als ein Jahr zuvor, aber dennoch mehr verdient.

Die Papiere des Eisenbahnbetreibers CSX fallen um 2,5 Prozent. CSX hatte Ergebnisse für das vierte Quartal vorgelegt, die dank schnellerer Kostensenkungen als Umsatzrückgänge einen Tick besser als gedacht ausgefallen waren. Teilnehmer verweisen hier nach der positiven Entwicklung der vergangenen Monate auf Gewinnmitnahmen.


Dollar mit leichter Erholung - Ölpreise schwach

Der Dollar kann sich leicht erholen. Der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Der Euro verteidigt seine Vortagesaufschläge. Gegen Ende der Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe diese auf die Frage nach der Euro-Stärke gesagt, dass die EZB die Wechselkursentwicklung "sehr genau" beobachte, so Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Außerdem habe sie gesagt, dass alle Instrumente angepasst werden könnten und nichts ausgeschlossen sei. Das sei die Botschaft gewesen, dass, wenn die Devisenhändler es nicht unterließen, den Euro weiter nach oben zu handeln als es dem Geschmack der EZB entspreche, diese ihren Leitzins senken könne, so der Analyst. Die EZB reihe sich damit ein in die Riege der Zentralbanken, die - weil heimische Instrumente weitgehend erschöpft seien - den Wechselkurs als "Instrument" der Geldpolitik entdeckten.

Für die Ölpreise geht es nach unten. Die Preise für WTI und Brent hätten im Januar um 7 bzw. 6 Prozent zugelegt, was nun zu Gewinnmitnahmen genutzt werde, heißt es. Die ersten Anordnungen des neuen US-Präsidenten Joe Biden hätten die Ölpreise ebenfalls gestützt, merkt Analyst Damien Courvalin von Goldman Sachs an. Die Aussicht auf weitere Stimuli-Maßnahmen, Beschränkungen für Pipelines und Bohrungen innerhalb der USA und ein offensichtlicher Mangel an Dringlichkeit bei der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran dürften die Preise weiter stützen. Dazu ist der Blick auf die offiziellen wöchentlichen US-Öllagerdaten gerichtet. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fällt um 2,7 Prozent auf 51,68 Dollar, für Brent geht es 2,2 Prozent auf 54,84 Dollar nach unten.

Bei Gold und Anleihen zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Beim Goldpreis gibt es Gewinnmitnahmen, nachdem er zuletzt bis auf ein Zweiwochenhoch geklettert war. Auch leidet er unter der leichten Dollar-Erholung. Die Feinunze fällt um 1,4 Prozent auf 1.843 Dollar.

Die Anleihen holen dagegen einen Teil ihrer jüngsten Verluste wieder auf. Die Rendite für die zehnjährigen Papiere gibt um 2,3 Basispunkte auf 1,09 Prozent nach.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 30.989,14 -0,60 -186,87 1,25
S&P-500 3.836,08 -0,44 -16,99 2,13
Nasdaq-Comp. 13.485,10 -0,34 -45,82 4,63
Nasdaq-100 13.369,50 -0,26 -35,49 3,73

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,12 -0,4 0,13 -108,1
5 Jahre 0,44 -1,0 0,45 -148,8
7 Jahre 0,77 -2,0 0,79 -148,0
10 Jahre 1,09 -2,3 1,11 -135,6
30 Jahre 1,85 -2,3 1,87 -122,0

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 9:00 Uhr Do, 17:08 h % YTD
EUR/USD 1,2160 -0,07% 1,2157 1,2149 -0,4%
EUR/JPY 126,27 +0,26% 126,02 125,81 +0,1%
EUR/CHF 1,0777 +0,01% 1,0764 1,0765 -0,3%
EUR/GBP 0,8904 +0,50% 0,8893 0,8849 -0,3%
USD/JPY 103,85 +0,33% 103,67 103,56 +0,5%
GBP/USD 1,3656 -0,56% 1,3669 1,3730 -0,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4938 +0,45% 6,4842 6,4655 -0,1%
Bitcoin
BTC/USD 32.566,50 +5,52% 30.806,75 31.925,00 +12,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 51,68 53,13 -2,7% -1,45 +6,3%
Brent/ICE 54,84 56,10 -2,2% -1,26 +6,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.842,55 1.869,60 -1,4% -27,05 -2,9%
Silber (Spot) 25,26 25,98 -2,7% -0,71 -4,3%
Platin (Spot) 1.097,55 1.129,83 -2,9% -32,28 +2,5%
Kupfer-Future 3,60 3,65 -1,3% -0,05 +2,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

END) Dow Jones Newswires

January 22, 2021 09:39 ET ( 14:39 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR -0,04
IBM 113,85 +0,53%
EUR +0,60
Intel Corporation 57,42 +2,10%
EUR +1,18
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PKT +297,03
NASDAQ 100 13.845,05 +0,63%
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