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MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen - Trump rückt Handelsstreit wieder nach vorne

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Bei der Berg- und Talfahrt der US-Aktien geht es am Freitag wieder abwärts, nachdem bereits in Asien und Europa teils deutlichere Kursverluste überwogen. Die asiatischen Märkte waren von einem Medienbericht belastet worden, demzufolge die US-Regierung eine Entscheidung über Lizenzen für US-Unternehmen zur Wiederaufnahme der Geschäfte mit Huawei zurückhält. Damit rückte der US-chinesische Handelsstreit wieder in den Fokus. In Europa kam die Regierungskrise in Italien als nicht ganz neuer aber wieder akuter Störfaktor hinzu.

Dafür, dass der Handelsstreit wieder in den Vordergrund rückt, sorgt auch US-Präsident Trump. Er hat die Möglichkeit aufs Tableau gebracht, dass ein Treffen zum Handelsstreit mit China im September ausfallen könnte. "Wir sind noch nicht bereit für einen Deal, wir werden sehen was passiert", so Trump.

Nach der fulminanten Erholung vom Donnerstag fällt der Dow Dow-Jones-Index zur Mittagszeit um 1,0 Prozent auf 26.128 Punkte zurück. Der S&P-500 verliert 1,2, der Nasdaq-Composite 1,6 Prozent. US-Staatsanleihen bewegen sich kaum. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1 Basispunkt auf 1,71 Prozent.



Yuan fällt wieder


Zum Belastungsthema Handelsstreit passt auch, dass die chinesische Notenbank den Wechselkurs des Dollar zum Yuan weiter erhöht hat, oberhalb der Schlüsselmarke von 7 Yuan. Prozentual allerdings nur um 0,1 Prozent zum Vortag. Kritiker, allen voran US-Präsident Donald Trump werfen China Wechselkursmanipulation vor. Allerdings kündigten offizielle Stellen in China an, die Währung nicht signifikant fallen zu lassen. Tatsächlich wertet der Yuan nach der Zwischenerholung am Vortag wieder ab von 7,0452 auf 7,0624 je Dollar.



Ölpreise setzen Erholung fort


Die Ölpreise steigen den zweiten Tag in Folge kräftig, allerdings liegen sie auf Wochensicht noch klar im Minus, weil Befürchtungen, dass sich der Handelsstreit negativ auf die Nachfrage auswirken dürfte, die Preise zuletzt stark gedrückt hatte. Craig Erlam, Analyst bei Oanda, spricht von einer Verschnaufpause für die Ölpreise.

Dass die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für den diesjährigen weltweiten Ölbedarf gesenkt hat, belastet nicht, möglicherweise auch, weil sie ihre Schätzung für die chinesische Ölnachfrage erhöht hat. US-Rohöl der Sorte WTI verteuert sich um 3,6 Prozent auf 54,40 Dollar.

Der Goldpreis zieht um einen auf 1.502 Dollar an. Die Angst vor einer Rezession, die Aussicht auf einen nicht endenden Handelskonflikt, eine neue politische Krise in Italien sowie die Erwartung geldpolitischer Lockerungen sprechen weiter für das Gold als sicherer Hafen. Laut Merrill Lynch sind in der vergangenen Woche 2,3 Milliarden Dollar in Gold geflossen - der viertgrößte Wochenzufluss aller Zeiten.

Am Devisenmarkt steht das Pfund im Fokus. Es fällt nach schwachen britischen Konjunkturdaten und mit der Aussicht auf einen harten Brexit auf ein Zweieinhalbjahrestief zum Dollar. Die britische Wirtschaft ist im zweiten Quartal geschrumpft, während Volkswirte eine Stagnation erwartet hatten. Gesucht sind derweil tendenziell die als sicher geltenden Währungshäfen des Franken und des Yuan, die beide zum Dollar zulegen. Der Dollar-Index, der Wert des Dollar zu einem Korb von Währungen, fällt um knapp 0,3 Prozent.



Uber nach Rekordminus sehr schwach


Unter den Einzelwerten geben Activision Blizzard um 3,5 Prozent nach, nachdem der Anbieter von Videospielen einen Umsatzrückgang um 15 Prozent gemeldet hat. Entgegen der negativen vorbörslichen Indikation legt die Aktie von News Corp um 4,6 Prozent zu. Der Medienkonzern, zu dem auch diese Nachrichtenagentur gehört, hat mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen verfehlt.

Uber knicken um rund 6 Prozent ein. Das Unternehmen hat den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte gemeldet, belastet von Einmalposten aber auch dem harten Konkurrenzkampf unter anderem mit Lyft. Lyft geben um 5,1 Prozent nach.

Mattel fallen um 13 Prozent, nachdem das Unternehmen eine geplante Anleiheemission im Volumen von 250 Millionen Dollar abgesagt hat. Hintergrund ist ein Schreiben eines anonymen Informanten. Mattel will die darin erhobenen Vorwürfe nun untersuchen. Worum es dabei geht, dazu ließ sich Mattel bislang nicht aus.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.128,26 -0,95 -249,93 12,01
S&P-500 2.902,44 -1,21 -35,65 15,78
Nasdaq-Comp. 7.916,78 -1,52 -122,37 19,31
Nasdaq-100 7.601,08 -1,60 -123,75 20,08

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,61 -0,1 1,61 41,0
5 Jahre 1,55 0,5 1,54 -37,9
7 Jahre 1,62 -0,5 1,62 -63,2
10 Jahre 1,71 -1,1 1,72 -73,8
30 Jahre 2,22 -0,5 2,23 -84,8

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:21 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1222 +0,25% 1,1193 1,1219 -2,1%
EUR/JPY 118,17 -0,27% 118,51 119,04 -6,0%
EUR/CHF 1,0898 -0,02% 1,0899 1,0947 -3,2%
EUR/GBP 0,9291 +0,77% 0,9218 0,9235 +3,2%
USD/JPY 105,30 -0,52% 105,89 106,12 -4,0%
GBP/USD 1,2079 -0,57% 1,2141 1,2146 -5,4%
USD/CNY 7,0624 +0,24% 7,0499 7,0452 +2,7%
Bitcoin
BTC/USD 11.782,15 +0,67% 11.827,25 11.733,50 +216,8%



ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,40 52,54 +3,5% 1,86 +13,7%
Brent/ICE 58,62 57,38 +2,2% 1,24 +6,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.502,94 1.501,20 +0,1% +1,74 +17,2%
Silber (Spot) 16,99 16,91 +0,5% +0,08 +9,6%
Platin (Spot) 859,37 865,50 -0,7% -6,13 +7,9%
Kupfer-Future 2,58 2,61 -0,9% -0,02 -2,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cln

END) Dow Jones Newswires

August 09, 2019 12:30 ET ( 16:30 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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