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MÄRKTE USA/Hoffnung im US-EU-Handelsstreit treibt Kurse

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Neuer Optimismus beim Thema Handelskonflikte hat am Mittwoch die Kurse an der Wall Street nach oben getrieben. Nachdem China über Tage die Schlagzeilen bestimmt hatte, rückte nun Europa in den Blick. Denn die US-Regierung hat entschieden, vorläufig keine Zölle auf Autos aus der EU zu verhängen. Ursprünglich wollte US-Präsident Donald Trump darüber bis Samstag entscheiden. Daran knüpfen sich Hoffnungen, dass sich der europäisch-amerikanische Handelskonflikt halbwegs schiedlich lösen lässt. Allerdings waren skeptische Stimmen zu vernehmen, denen zufolge lediglich das Stocken der chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche zu der neuen Entscheidung geführt haben dürfte.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,5 Prozent auf 25.648 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite stiegen um 0,6 bzw. 1,1 Prozent. Umgesetzt wurden an der Nyse 772 (Dienstag: 751) Millionen Aktien. Dabei standen den 1.943 (2.243) Kursgewinnern 979 (717) -verlierer gegenüber. Unverändert gingen 114 (74) Titel aus dem Handel.

Dagegen hatten der zuvor von US-Präsident Donald Trump angeschlagene versöhnliche Ton im Handelsstreit mit China nicht für Gewinne an der Wall Street gesorgt. Wenn die Zeit reif sei, werde es ein Abkommen mit China geben, versuchte Trump erneut Optimismus zu verbreiten.



Geopolitik und Daten rücken nach hinten


Zu Handelsbeginn war die Stimmung am Aktienmarkt noch von den wachsenden geopolitischen Spannungen gedrückt worden. Die USA ziehen große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak ab. Die USA hatten dem Iran vorgeworfen, "unmittelbar" bevorstehende Angriffe in der Region zu planen, und hatten Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Golfregion verlegt.

Auch Daten aus den USA belasteten im frühen Geschäft noch die Börse: Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im April überraschend gesunken. Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet. Dazu gesellt sich ein überraschend ins Stocken geratener US-Produktionssektor. Dieser Umstand gilt als ein weiterer Hinweis dafür, dass eine sich verlangsamende Weltwirtschaft und Handelskonflikte einen Teil der US-Wirtschaft belasten.

Ein deutlich über den Erwartungen ausgefallener Empire State Index spielte hingegen eine untergeordnete Rolle. Angesichts der Wichtigkeit des privaten Konsums für die US-Wirtschaft gelten die Einzelhandelsumsätze mit als die wichtigste Datenreihe überhaupt.

Verstärkte Zinssenkungsfantasien, geopolitische Spannungen und vor allem die schwachen Daten aus China und den USA steigerten die Attraktivität des vermeintlich sicheren US-Rentenmarktes. Dort fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 3,9 Basispunkte auf 2,37 Prozent. Im Handel verwies man zudem auf die italienische Fiskalpolitik, die Anlass zur Sorge liefere.

Derweil zeigte sich der Goldpreis nach kleinen Gewinnen im frühen Geschäft etwas leichter. Mit der neuen Hoffnung auf eine Entspannung der Handelskonflikte gab die Feinunze um 0,1 Prozent nach auf 1.296 Dollar. Am Devisenmarkt profitierte der Euro etwas von den neuen Meldungen um die US-Zölle auf europäische Autos und notierte nun wieder über 1,12 Dollar. Belastet hatte zunächst, dass der stellvertretende italienische Ministerpräsident, Matteo Salvini, in den EU-Wahlkampfmodus geschaltet und einen möglichen Bruch der EU-Fiskalregeln in Aussicht gestellt hat.



Öl deutlich erholt


Auch am Ölmarkt drehte nach anfänglichen Verlusten die Stimmung, obwohl die staatlichen Daten zu den Rohölbeständen einen starken Aufbau meldeten. Allerdings kam dies weniger überraschend, weil bereits Daten des privaten American Petroleum Institute (API) entsprechendes signalisiert hatten. Zudem stützten die geopolitischen Spannungen am ölreichen Persischen Golf die Preise. US-Leichtöl der Sorte WTI legte je Fass um 0,7 Prozent zu auf 62,19 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 1,1 Prozent auf 72,00 Dollar.

Unter den Einzelaktien brachen Agilent Technologies um rund 11 Prozent ein. Schwache Quartalszahlen und ein enttäuschender Ausblick setzten dem Kurs zu. Die Aktie der Google-Mutter Alphabet rückte um gut 4 Prozent vor. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Aktie angehoben und begründet dies mit neuen geplanten Werbungs-Produkten des Konzerns.

Für die Aktie von Walt Disney ging es um 1,1 Prozent nach oben. Der Medienkonzern übernimmt die operative Kontrolle über den US-Streamingdienst Hulu und beendet damit jahrelange komplizierte Eigentumsverhältnisse bei dem Videoportal. Walt Disney bekommt die Option, dem verbliebenen Partner NBCUniversal, eine Tochter von Comcast, dessen Anteil von rund einem Drittel frühestens 2024 abzukaufen.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.648,02 0,45 115,97 9,95
S&P-500 2.850,96 0,58 16,55 13,73
Nasdaq-Comp. 7.822,15 1,13 87,65 17,89
Nasdaq-100 7.503,25 1,37 101,36 18,54

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,16 -4,1 2,20 95,3
5 Jahre 2,15 -4,7 2,19 22,2
7 Jahre 2,25 -4,3 2,29 0,1
10 Jahre 2,37 -3,9 2,41 -7,3
30 Jahre 2,82 -3,1 2,85 -24,9

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 9:30 Uhr Di, 18:11 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1204 -0,02% 1,1207 1,1207 -2,3%
EUR/JPY 122,71 -0,14% 122,78 122,92 -2,4%
EUR/CHF 1,1300 -0,01% 1,1286 1,1308 +0,4%
EUR/GBP 0,8723 +0,47% 0,8683 0,8674 -3,1%
USD/JPY 109,56 -0,08% 109,57 109,68 -0,1%
GBP/USD 1,2842 -0,52% 1,2906 1,2920 +0,6%
Bitcoin
BTC/USD 8.246,76 +5,97% 8.012,51 7.844,51 +121,7%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 62,19 61,78 +0,7% 0,41 +32,5%
Brent/ICE 72,00 71,24 +1,1% 0,76 +30,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.296,33 1.296,98 -0,1% -0,65 +1,1%
Silber (Spot) 14,80 14,80 +0,0% +0,00 -4,5%
Platin (Spot) 846,00 857,00 -1,3% -11,00 +6,2%
Kupfer-Future 2,76 2,73 +0,7% +0,02 +4,5%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

May 15, 2019 16:12 ET ( 20:12 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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