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MÄRKTE USA/Schwacher Wochenstart - Nasdaq mit deutlichen Verlusten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)Die US-Börsen zeigen sich mit einem schwachen Start in die neue Handelswoche. Vor allem Technologiewerte stehen unter Abgabedruck. Der Dow-Jones-Index zeigt sich von Abschlägen zum Handelsbeginn jedoch erholt.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) notiert der Dow 0,1 Prozent fester bei 31.521 Punkten, der S&P-500 gibt 0,5 Prozent nach. Für den Nasdaq-Composite geht es um 1,7 Prozent nach unten. Steigende Anleihezinsen weckten Befürchtungen, dass besonders die Technologiewerte zu hoch bewertet sein könnten, erklären Beobachter die höheren Abgaben in diesem Segment.

Anleger setzten auf die baldige Erholung der Wirtschaft dank der immer breiteren Verfügbarkeit von Impfungen gegen das Coronavirus und des von US-Präsident Joe Biden angestrebten Konjunkturpakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar. In Verbindung mit Inflationssorgen und der Aussicht auf unerwartet schnell steigende Zinsen hätten diese Erwartungen zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt, berichten die Marktteilnehmer weiter. Sinkende Anleihenotierungen führten indessen im Gegenzug zu steigenden Renditen. Dies habe wiederum die Sorge geschürt, dass die schon hoch bewerteten Aktien im Vergleich zu den als risikoarm geltenden Anleihen an Attraktivität verlieren könnten.

Die Erwartung, dass sich die Wirtschaft erholen werde, manifestiere sich daneben auch in einer Rotation aus Technologiewerten, die den Anstieg der Aktienmärkte nach dem pandemiebedingten Einbruch angeführt hatten, in konjunktursensitive Sektoren wie Finanzen oder Energie, heißt es weiter. Energiewerte liegen mit an der Spitze der Gewinner, getrieben vom Anstieg der Ölpreise. Auch Bankenwerte laufen gut. Technologiewerte gehören indessen zu den größten Verlierern.

An Konjunkturdaten wurde der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht, der im Januar auf einen Stand von plus 0,66 stieg. Auch der Index der Frühindikatoren für Januar verbesserte sich.


Triebwerksausfall belastet Raytheon - Fluglinien mit Kurssprüngen

Unter den Einzelwerten fallen Raytheon um 0,5 Prozent, nachdem am Wochenende eine Boeing 777-200 der United Airlines einen Triebwerksausfall verzeichnet hat. Alle Flugzeuge, in denen die gleichen Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney - der zu Raytheon gehört - verbaut sind, müssen auf Anordnung der US-Luftfahrtbehörde überprüft werden und vorerst am Boden bleiben. Die Aktie hatte zu Handelsbeginn jedoch deutlicher im Minus notiert. Boeing zeigen sich gänzlich unbeeindruckt. Nach einem anfänglich kräftigen Minus legt die Aktie nun 0,5 Prozent im Plus.

Aktien von Fluggesellschaften profitieren derweil von einem positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank, die Anlegern zum Kauf des Sektors rät. Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen und die Fortschritte bei den Impfungen liefen "in die richtige Richtung". American Airlines springen um 10,6 Prozent nach oben, Southwest Airlines gewinnen 4,4 Prozent, Delta Air Lines um knapp 6,0 Prozent und Alaska Air Group um 4,2 Prozent. United gewinnen trotz des Zwischenfalls vom Wochenende 6,0 Prozent.

Apple geben um 2,5 Prozent nach. Die Stiftung von Bill und Melinda Gates hat ihre Beteiligung an dem iPhone-Hersteller im vierten Quartal des vergangenen Jahres halbiert, wie aus einer jüngsten Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorging. Aus Alibaba (-3,2%) und Uber (-3,6%) stieg die Stiftung sogar ganz aus.

Die A-Aktie von Discovery Inc springt um über 9,5 Prozent nach oben, nachdem der Unterhaltungskonzern mit seinen Viertquartalszahlen positiv überrascht und einen überzeugenden Ausblick gegeben hat.

Die Tesla-Aktie notiert 5,0 Prozent niedriger. Nachrichten zum Unternehmen gibt es nicht, allerdings sehen Beobachter einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Bitcoin. Neben der wachsenden Akzeptanz der Digitalwährung seitens von Unternehmen und steigenden Inflationserwartungen war Bitcoin in der jüngsten Zeit von Äußerungen des Tesla-CEO Elon Musk nach oben getrieben worden. Am Wochenende stieg die Kryptowährung bis knapp unter 58.000 Dollar und kommt aktuell deutlicher zurück. Musk hat zwischenzeitlich auf Twitter geschrieben, die Kurse von Bitcoin und Ether, einer anderen Kryptowährung, erschienen ihm "hoch".


Anleiherenditen steigen weiter - Pfund auf Dreijahreshoch

Das britische Pfund steigt auf seinen höchsten Stand seit April 2018, gestützt von der Aussicht auf ein baldiges Ende des Lockdown in Großbritannien. Premierminister Boris Johnson will bis Ende Juni alle Corona-Restriktionen aufheben. Der Premier legte dazu am Montag einen Vier-Stufen-Plan für die Lockerungen vor. Der Dollar zeigt sich schwächer, der DXY-Dollar-Index gibt nach.

Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter. Zehnjährige US-Anleihen rentieren mit 1,34 Prozent einen halben Basispunkt höher.

Die Ölpreise legen deutlicher zu. Hier setzen die Akteure zum einen auf die Erholung der Wirtschaft. Zum anderen stützen die Produktionsausfälle in Teilen der USA nach Winterstürmen.

Der Goldpreis zeigte sich mit einem schwächeren Dollar fester. Dem Edelmetall kommt auch der Status als vermeintlich sicherer Hafen zugute.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 31.521,02 0,08 26,70 2,99
S&P-500 3.885,82 -0,53 -20,89 3,45
Nasdaq-Comp. 13.643,14 -1,67 -231,32 5,86
Nasdaq-100 13.321,12 -1,91 -259,66 3,36

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,11 -0,4 0,11 -0,8
5 Jahre 0,59 1,3 0,58 22,8
7 Jahre 0,98 1,2 0,97 33,6
10 Jahre 1,34 0,5 1,34 42,6
30 Jahre 2,14 1,2 2,13 49,7


DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:18 Fr, 17:28 % YTD
EUR/USD 1,2151 +0,23% 1,2110 1,2134 -0,5%
EUR/JPY 127,66 -0,18% 128,01 128,07 +1,2%
EUR/CHF 1,0886 +0,19% 1,0881 1,0857 +0,7%
EUR/GBP 0,8634 -0,17% 0,8659 0,8656 -3,3%
USD/JPY 105,07 -0,42% 105,72 105,56 +1,7%
GBP/USD 1,4073 +0,41% 1,3988 1,4017 +3,0%
USD/CNH (Offshore) 6,4680 +0,27% 6,4668 6,4531 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 53.172,75 -7,35% 56.118,75 54.291,99 +83,0%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,05 59,24 +3,1% 1,81 +25,5%
Brent/ICE 64,60 62,91 +2,7% 1,69 +24,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.811,05 1.784,00 +1,5% +27,05 -4,6%
Silber (Spot) 27,94 27,28 +2,4% +0,66 +5,9%
Platin (Spot) 1.274,03 1.279,03 -0,4% -5,00 +19,0%
Kupfer-Future 4,13 4,07 +1,4% +0,06 +17,4%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

END) Dow Jones Newswires

February 22, 2021 12:29 ET ( 17:29 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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