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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Zurückhaltung vor Handelsgesprächen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)Mit einer uneinheitlichen Tendenz hat die Wall Street am Dienstag geschlossen. Im Vorfeld der Handelsgespräche zwischen den USA und China hätten sich die Investoren zurückgehalten, hieß es von einem Teilnehmer. Die Klage der USA gegen den chinesischen Huawei-Konzern dürfte die Verhandlungen, die am Mittwoch auf höherer Ebene fortgeführt werden sollen, dabei nicht leichter machen. Die Blicke sind aber auch auf das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch gerichtet.

Zudem hat mit den am Montag veröffentlichten enttäuschenden Geschäftszahlen des Baumaschinenherstellers Caterpillar und der Umsatzwarnung von Nvidia das Bild einer bislang recht soliden Bilanzsaison erste Risse bekommen. Auch die am Dienstag veröffentlichten Quartalsergebnisse zeigten Licht und Schatten. Nach der Schlussglocke ist der Fokus nun auf Apple, Ebay und Advanced Micro Devices gerichtet. Am Mittwoch nach Handelsende folgen unter anderem Microsoft und Facebook.

Die Quartalszahlen zeigen definitiv, dass der Handelsstreit mit China Auswirkungen auf die Unternehmen aus den USA hat", so Mark Esposito von Esposito Securities. "Die Anleger nahmen an, das die Probleme von Apple ein Einzelfall sind, doch nun zeigen sich auch andere Unternehmen wie 3M und Caterpillar von dem Streit belastet", fügte der Teilnehmer hinzu. "Es wird nun spannend zu sehen, ob Apple sich in die Reihe dieser Unternehmen mit Problemen in China wieder einreihen wird", ergänzte Analyst Marios Hadjikyriacos von XM.com.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,2 Prozent auf 24.580 Punkte. Der S&P-500 reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 2.640 Punkte, der Nasdaq-Composite fiel um 0,8 Prozent auf 7.028 Punkte. Umgesetzt wurden insgesamt 767 (Montag: 818) Millionen Aktien. Dabei standen sich an der Nyse 1.647 (1.340) Kursgewinner und 1.283 (1.617) -verlierer gegenüber, während 120 (92) Titel unverändert schlossen.



3M legen nach Zahlen zu - Whirlpool drehen ins Plus


Der Mischkonzern 3M hat zwar im Schlussquartal die Erwartungen übertroffen, den Ausblick aber gesenkt. Die Aktie stieg um 1,9 Prozent. Auch der Pharmahersteller Pfizer hat eine enttäuschende Ertragsprognose gegeben, der Kurs rückte aber dennoch um 3,1 Prozent vor. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 64 Cent und damit einen Cent über der Konsensschätzung. Der Umsatz übertraf ebenfalls die Markterwartungen.

Mit Enttäuschung wurden die Zahlen von Allergan aufgenommen. Für die Aktie ging es um 8,6 Prozent nach unten. Licht und Schatten machten Beobachter in den Zahlen von Verizon aus, deren Aktie um 3,3 Prozent nachgab. Der Telekomkonzern hat im vierten Quartal auf dem hart umkämpften US-Markt weiter Mobilfunkkunden gewonnen. Der Gewinn wurde aber von Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Umstrukturierung im schwierigen Mediengeschäft belastet.

Die Zahlen des Haushaltsgerätehersteller Whirlpool sorgten zunächst für Abgaben. Im Verlauf drehte die Aktie allerdings ins Plus und schloss 9,7 Prozent höher. Die Erhöhung der Preise im vierten Quartal hätte die gestiegenen Rohstoffkosten mehr als ausgeglichen, so das Unternehmen. Der Chiphersteller Rambus hat enttäuscht, was die Aktie um 3,6 Prozent fallen ließ.

Gamestop brachen um 27,2 Prozent ein. Die auf Computerspiele spezialisierte Einzelhandelskette hat die Suche nach einem Käufer aufgegeben. Das Unternehmen begründete die Entscheidung damit, dass es für einen potenziellen Käufer schwierig wäre, die Übernahme zu akzeptablen Bedingungen zu finanzieren.

An Konjunkturdaten wurde der Case-Shiller-Hauspreisindex für November veröffentlicht. Der Anstieg um 4,7 Prozent auf Jahressicht lag leicht unter dem Ökonomenkonsens von 4,8 Prozent. Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Januar dagegen abgeschwächt. Der Index des Verbrauchervertrauens fiel auf 120,2, während Ökonomen einen Stand von 124,0 erwartet hatten. Auch der Vormonatswert wurde nach unten revidiert.



Ölpreise erholen sich dank US-Sanktionen gegen Venezuela


Am Ölmarkt holten die Preise ihre Vortagesverluste wieder auf. Grund waren die Sanktionen gegen den venezolanischen Ölkonzern PDVSA, mit denen die USA den Druck auf Staatschef Nicolas Maduro erhöhen wollen. Beobachter warnten allerdings, dass das bestehende weltweite Überangebot die Erholungsbewegung bremsen dürfte. Erst in der vergangenen Woche hatten Daten des Unternehmens Baker Hughes gezeigt, dass in den USA wieder mehr Ölförderanlagen in Betrieb genommen wurden. Mit Spannung werde nun auf die wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten gewartet. Ein Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich zum US-Settlement um 2,5 Prozent auf 53,31 Dollar. Brent legte um 2,3 Prozent auf 59,93 Dollar zu.

Der Goldpreis stieg den dritten Handelstag in Folge. Der Preis für die Feinunze kletterte zum US-Settlement um 0,5 Prozent auf 1.309 Dollar. Konjunktursorgen ließen Anleger zu dem Edelmetall greifen, hieß es von einem Teilnehmer. Wenn am Mittwoch die Äußerungen der US-Notenbank als taubenhaft wahrgenommen würden, könnte es für den Goldpreis schnell Richtung 1.350 Dollar nach oben gehen.

Staatsanleihen waren gefragt. Die Zehnjahresrendite sank um 3,3 Basispunkte auf 2,71 Prozent. Neben einer Reihe von Auktionen warteten Anleger auf das Ergebnis der Fed-Sitzung. Falls die Fed sich weniger taubenhaft äußern sollte als erhofft, könnte es mit den Aktienmärkten rasch wieder abwärts gehen und mit den Anleihenotierungen nach oben, meint ein Teilnehmer.

Das Pfund fiel im späten Handel mit der Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus deutlich zurück. Die Abgeordneten votierten mit knapper Mehrheit für einen Antrag, in dem ein EU-Austritt ohne Abkommen abgelehnt wird. Zudem wurden Nachverhandlungen gefordert. Die EU lehnte dies allerdings in einer Reaktion auf die Abstimmung ab. Großbritanniens Austritt aus der EU soll am 29. März vollzogen werden. Das Pfund fiel auf ein Tagestief bei 1,3056 Dollar, nachdem es vor der Abstimmung noch bei 1,3150 Dollar gelegen hatte.



INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 24.579,96 0,21 51,74 5,37
S&P-500 2.640,00 -0,15 -3,85 5,31
Nasdaq-Comp. 7.028,29 -0,81 -57,40 5,92
Nasdaq-100 6.632,79 -0,96 -64,29 4,78

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,56 -3,6 2,60 136,2
5 Jahre 2,54 -3,9 2,58 61,4
7 Jahre 2,61 -3,6 2,64 36,1
10 Jahre 2,71 -3,3 2,74 26,6
30 Jahre 3,04 -2,1 3,06 -2,5

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:23 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1434 +0,06% 1,1442 1,1434 -0,3%
EUR/JPY 125,01 +0,08% 125,00 124,97 -0,6%
EUR/CHF 1,1375 +0,34% 1,1343 1,1338 +1,1%
EUR/GBP 0,8744 +0,62% 0,8696 0,8690 -2,8%
USD/JPY 109,34 +0,03% 109,26 109,31 -0,3%
GBP/USD 1,3076 -0,56% 1,3158 1,3160 +2,5%
Bitcoin
BTC/USD 3.399,01 -0,94% 3.374,75 3.418,13 -8,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,16 51,99 +2,3% 1,17 +16,3%
Brent/ICE 61,20 59,93 +2,1% 1,27 +13,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.311,61 1.303,50 +0,6% +8,11 +2,3%
Silber (Spot) 15,84 15,74 +0,6% +0,09 +2,2%
Platin (Spot) 814,50 813,00 +0,2% +1,50 +2,3%
Kupfer-Future 2,72 2,68 +1,4% +0,04 +3,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

END) Dow Jones Newswires

January 29, 2019 16:16 ET ( 21:16 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +0,76
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EUR ±0,00
RAMBUS INC.(DEL.) DL-,001 12,34 -1,99%
EUR -0,25
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