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MÄRKTE USA/Wall Street dürfte Rekordkurs beibehalten

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (Dow Jones)An den US-Börsen zeichnet sich am Freitag eine Fortsetzung der Rekordjagd ab. Große Sprünge scheinen aber nicht drin, die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren gut behauptet. Gestützt werden die Märkte von der Aussicht auf eine fortgesetzt lockere Geldpolitik der großen Notenbanken, allen voran der Fed. Deren Chef Jerome Powell hatte in seiner Anhörung vor dem US-Kongress eine Zinssenkung noch im Juli signalisiert, und auch das Protokoll der jüngsten EZB-Sitzung deutete auf die Bereitschaft zu weiteren geldpolitischen Lockerungen hin.

Am Donnerstag war der Dow-Jones-Index erstmals über 27.000 Punkte gestiegen, befeuert von einem Kurssprung der schwergewichteten Unitedhealth-Aktie. S&P-500 und Nasdaq-Composite hatten sich ihren jüngsten Rekordständen angenähert, diese aber nicht wieder erreicht. Bremsend wirkten die Verbraucherpreise, die im Juni etwas stärker als erwartet gestiegen waren.



Gestiegene Erzeugerpreise wecken keine Zweifel an Zinssenkung


Die am Freitag vor der Startglocke veröffentlichten Erzeugerpreise wiesen ebenfalls einen kleinen Anstieg um 0,1 Prozent auf, während Volkswirte mit stagnierenden Preisen gerechnet hatten. In der Kernrate wurde ein Anstieg um 0,3 statt der prognostizierten 0,2 Prozent verzeichnet. An der grundsätzlichen Erwartung, dass die Fed die Zinsen senken werde, dürften die Daten nach Überzeugung von Beobachtern aber nichts ändern.

Am Anleihemarkt treten die Notierungen mehr oder weniger auf der Stelle. Sie hatten am Donnerstag in Reaktion auf die Inflationsdaten nachgegeben. Besonders am langen Ende waren die Renditen im Gegenzug gestiegen, denn Langläufer gelten als anfälliger für eine höhere Inflation als Anleihen mit kürzeren Laufzeiten, weil die Gefahr größer ist, dass die Teuerung die Rendite auffrisst. Aktuell zeigt sich die Zehnjahresrendite kaum verändert bei 2,13 Prozent.

Gold stabilisiert sich nach dem Rücksetzer vom Vortag. Das zinslos gehaltene Edelmetall war von den gestiegenen Marktzinsen belastet worden. Der Preis für eine Feinunze notiert wenig verändert bei 1.404 Dollar.

Der Dollar zeigt sich ebenfalls unbeeindruckt von den Inflationsdaten. Für einen Euro werden rund 1,1250 Dollar gezahlt und damit ähnlich viel wie am Vorabend.

Die beginnende Hurrikansaison in den USA stützt in Verbindung mit geopolitischen Spannungen die Ölpreise. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI kostet 60,31 Dollar, 0,2 Prozent mehr als am Donnertag. Brentöl legt um 0,4 Prozent auf 66,77 Dollar zu.

Im Golf von Mexiko wurde die Ölförderung schon um die Hälfte zurückgefahren, weil sich ein tropischer Sturm der Region nähert. Im Blick stehen ferner der Streit um das iranische Atomprogramm und seine Folgen. Teheran hat Großbritannien am Freitag gewarnt, dass es ein "gefährliches Spiel" spiele. In der vergangenen Woche hatte Großbritannien ein iranisches Tankschiff beschlagnahmt, das im Verdacht stand, Öl nach Syrien zu liefern und damit europäische Sanktionen zu unterlaufen. In dieser Woche soll Iran versucht haben, ein britisches Schiff an der Fahrt durch die Straße von Hormus zu hindern.

Unter den Einzelwerten dürften Illumina einbrechen, nachdem der Gentechnik-Experte seine Umsatzprognose gesenkt hat. Vorbörslich geht es für die Aktie um fast 15 Prozent abwärts.

Milacron Holdings springen um fast 21 Prozent nach oben. Hillenbrand übernimmt den Plastikhersteller für 2 Milliarden Dollar in bar und in Aktien. Der Übernahmepreis enthält eine Prämie von 33,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Hillenbrand brechen um über 14 Prozent ein.

Accenture werden vorbörslich noch nicht gehandelt. Die Titel hatten im nachbörslichen Geschäft am Donnerstag verhalten positiv auf die Ernennung von Julie Sweet zum neuen CEO reagiert.



US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,87 -0,3 1,87 66,3
5 Jahre 1,89 0,2 1,89 -3,2
7 Jahre 2,00 -0,4 2,00 -24,8
10 Jahre 2,13 -0,4 2,14 -31,0
30 Jahre 2,66 0,3 2,66 -40,4

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 9:42 Uhr Do, 17.24 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1247 -0,06% 1,1267 1,1262 -1,9%
EUR/JPY 121,83 -0,21% 122,09 121,94 -3,1%
EUR/CHF 1,1085 -0,51% 1,1123 1,1128 -1,5%
EUR/GBP 0,8973 -0,12% 0,8983 0,8972 -0,3%
USD/JPY 108,32 -0,15% 108,36 108,28 -1,2%
GBP/USD 1,2534 +0,06% 1,2542 1,2553 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 11.675,75 +3,36% 11.684,75 11.765,25 +213,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 60,31 60,20 +0,2% 0,11 +26,7%
Brent/ICE 66,77 66,52 +0,4% 0,25 +20,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.404,45 1.404,30 +0,0% +0,15 +9,5%
Silber (Spot) 15,08 15,13 -0,3% -0,05 -2,7%
Platin (Spot) 817,50 825,50 -1,0% -8,00 +2,6%
Kupfer-Future 2,68 2,69 -0,2% -0,01 +1,3%


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/jhe

END) Dow Jones Newswires

July 12, 2019 08:54 ET ( 12:54 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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