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Puma oder Adidas – wer ist besser?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Heute kann die Puma-Aktie den Konkurrenten Adidas hinter sich lassen, zumindest zeitweise. Puma hat am Mittwochvormittag ein neues Rekordhoch markiert, während Adidas-Papiere davon zunächst noch ein wenig entfernt waren. Am Mittag erreichte dann auch der Dax-Wert ein neues Allzeithoch. Puma zogen im MDax bis auf 57,55 Euro an. Offenbar hat der zum 10. Juni wirksam gewordene Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10 den Puma-Papieren -0,37% geholfen.

Die Analysten passten ihre Kursziele entsprechend dem Aktiensplit an. Die US-Investmentbank Goldman Sachs etwa hat das Kursziel für Puma SE von 66,50 auf 70,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das alte Kursziel (665 Euro) wurde dem Aktiensplit entsprechend angepasst. Bei den Zahlen zum zweiten Quartal erwarte er ein Umsatzwachstum von 12,2 Prozent, schrieb Analyst Richard Edwards in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Das operative Ergebnis (Ebit) wird seiner Meinung nach bei knapp 70 Millionen Euro rauskommen, was ein Plus von über 20 Prozent wäre. Das angehobene Kursziel gehe auf günstigere Annahmen in der Modellrechnung für Puma zurück, zum Beispiel bei den Kapitalkosten.

Die Baader Bank hatte ihr Kursziel für Puma indes auf 57,50 Euro gesenkt, die Einstufung auf "Hold" belassen. Er behalte sein neutrales Votum für die Aktie des Sportartikelherstellers aus Bewertungsgründen bei, schrieb Analyst Volker Bosse vorgestern in einer Studie. Tatsächlich stufen die meisten (zehn) der bei Bloomberg geführten Analysten Puma derzeit als haltenswert ein. Neun raten zum Kauf und nur fünf zum Verkauf.

Puma-Papiere haben allein im laufenden Jahr ein gutes Drittel zugelegt, dabei vor allem vom Hype um Adidas profitiert. Mit einem KGV von 40 ist Puma allerdings höher bewertet als Adidas. Der Dax-Wert kommt derzeit auf ein KGV von gut 30. Seit Jahresende 2018 hat die Adidas-Aktie rund 50 Prozent zugelegt. Gleich mehrere positive Analysten-Kommentare helfen Adidas-Aktien -0,28% auch am Mittwoch aufwärts. Bis zum Mittag ging es um vier Prozent auf 273,95 Euro aufwärts. Damit nähern sich die Papiere des Sportartikelherstellers wieder ihrem Rekordhoch, das in der vergangenen Woche bei knapp 275 Euro erreicht wurde.

Adidas-Aktien -0,28% wurden insbesondere von einer Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg beflügelt: "Superstar" - so lautet der Titel einer aktuellen Kaufempfehlung zu Adidas. Die dominante Stellung der Franken in dem attraktiven Markt für Sportartikel lässt den Analysten Graham Renwick geradezu ins Schwärmen geraten. Angesichts der glänzenden Aussichten gibt Renwick den Startschuss zum Einstieg und erhöhte sein Kursziel gleich um über 100 Euro auf nun 315 Euro. Am Mittag kostete eine Adidas-Aktie erstmals 275,50 Euro.

Trotz der starken Entwicklung der Aktie hält Renwick die Bewertung für alles andere als sportlich. Ganz im Gegenteil: Im Vergleich zu Nike +0,32% und der weltweiten Branche für Sportmode betrage der Abschlag 20 Prozent bzw 10 Prozent, kommentiert der Analyst. Mit dem ewigen Konkurrenten aus den USA bildeten die Herzogenauracher eine Doppelspitze.

Das leichte Formtief der Franken hält der Analyst nicht für dauerhaft. Statt Abstieg rechnet er mit einer baldigen Rückkehr zu alter Stärke. Die Werbe- und Marketingaktivitäten mit internationalen Stars sollten der Marke bald wieder zu einem Überholmanöver verhelfen. Marktanteilsverluste, die andere Analysten mittelfristig befürchten, erscheinen für Renwick unwahrscheinlich.

Er hält es sogar für möglich, dass Adidas in einiger Zeit Nike bei den Gewinnmargen die Krone entreißen wird. Wieder stärkere Gewinne in den USA und bei der Marke Reebok sollten den nötigen Rückenwind verleihen. Auch Goldman-Analyst Richard Edwards hob sein Kursziel für Adidas an - und setzte 310 Euro als neue Marke. Der Experte der US-Bank zeigte sich insbesondere hinsichtlich der langfristigen Margenentwicklung zuversichtlicher.

Fazit: Sowohl Puma als auch Adidas sind haltens- bzw. kaufenswert, wobei die Chancen des größeren Sportartikel-Konzerns Adidas angesichts der Wachstumsperspektiven gegenüber Puma größer sind.

mmr mit Material von dpa-AFX

12-Monats-Chart Puma (in Euro)
12-Monats-Chart Adidas (in Euro)
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